Einweihungsfeier für die neugestalteten Aufbahrungsräume
in der Friedhofshalle


19. September 2004
Abschiedsraum
Die Bauarbeiten an der Friedhofshalle Eichstetten sind abgeschlossen: Das Dach und die Fundamente sind saniert, eine ansprechende Dachgestaltung ersetzt den bisherigen Flachbau und die Abschiedsräume wurden nach den Vorschlägen der Hospizgruppe und des Arbeitskreises umgestaltet. Am Sonntag, 19. September 2004, waren die Türen nun für die Bevölkerung geöffnet. Herr Arne Raap-Mehl von "Horizonte" hielt einen Vortrag mit dem Thema “Würdevoller Abschied in neuen Räumen - Alte Traditionen neu beleben”.

Frau Kiechle dankte im Namen der Hospizgruppe Eichstetten dem Gemeinderat für die positive Entscheidung über den Antrag zur Umgestaltung. Ein herzliches Dankeschön gelte auch dem Arbeitskreis für seine hervorragende Arbeit. Die Umgestaltung der Aufbahrungsräume sei wichtig gewesen, um den Trauernden einen würdevollen Abschied von ihren Verstorbenen zu ermöglichen. Nun ist eine Atmosphäre der Wärme, Geborgenheit und Ruhe entstanden, in der die Hinterbliebenen ihre Trauer leben und erleben können. Sie haben die Möglichkeit, die Räume selbst mitzugestalten, zum Beispiel mit einem Foto des Verstorbenen, mit Musik oder mit Dingen, die ihm wichtig waren. Es ist ein Raum entstanden, in dem man Erinnerungen an den Verstorbenen wachrufen und die Trauer und den Abschiedsschmerz bewusst erleben kann. Es werden hier alte Traditionen wieder aufgegriffen, als die Toten noch bis zur Beerdigung zu Hause aufgebahrt wurden. Man hielt Totenwache, zündete Kerzen an und hatte Zeit und Raum, den Tod zu begreifen und Abschied zu nehmen.

Im Rahmen der Einweihungsfeier konnte die Hospizgruppe einen Scheck der Gewerbevereinigung entgegennehmen. Diese hatte bei der Aktion "Spenden statt Schenken" im Dezember 2003 einen Spendenbetrag in Höhe von 2.640 Euro zusammenbekommen. Den Scheck überreichte der erste Vorsitzende Karl Meier. Auch in den bereitgestellten Kässchen fanden sich Spenden. Diese werden nach Auskunft der Hospizgruppe für die Anschaffung notwendiger Einrichtungsgegenstände verwendet. So kann nun ein Katafalk (Holzsockel für den Sarg), schlichte Holzkreuze, Kerzendekoration sowie eine kleine CD-Anlage bezahlt werden. Allerdings fehlen in den beiden Räumen noch passende Sitzgelegenheiten, für deren Kauf noch Spenden benötigt werden.

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