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Seit einigen Jahren versuchen die Bürger und
Bürgerinnen, die
Verwaltung und der Gemeinderat von Eichstetten am Kaiserstuhl durch
Bürgergremien,
Arbeitskreise und Projekte gemeinsam den Weg in Richtung nachhaltige
Entwicklung
zu gehen. Deshalb ist für Eichstetter Bürger, für die
Verwaltung
und für den Gemeinderat ein wichtiges Thema der Zukunft:
Die Nachhaltige Bürgerkommune Im den 2001 entwickelten und 2011 fortgeschriebenen Leitlinien (pdf, 3 MB) heißt es: "Das Bürgerschaftliche Engagement soll in Eichstetten auf Dauer einen hohen Stellenwert erhalten. Grundlage hierfür ist die Beibehaltung und weitere Förderung einer offenen Diskussions- und Dialogkultur durch Information, Sensibilisierung und Motivation der Bevölkerung an einer nachhaltigen Entwicklung in der Gemeinde. Dies erfordert ein hohes Maß an Zeit, Kommunikations-, Konflikt- und Kooperationsbereitschaft. Ziel ist ein Interessenausgleich aller Beteiligten zu schaffen (Konsensprinzip) und die Gemeinwohlbelange zu berücksichtigen." Durch die
im Dezember 1998 durchgeführten "Multiplikatorenbefragungen"
konnten wichtige Informationen und Anregungen für die Zukunft des
Dorfes gewonnen werden. Bürger, Gemeinderäte und Verwaltung
haben eine Struktur aufgebaut, mittels derer projektorientierte
Aufgaben in Arbeitskreisen diskutiert und formuliert werden. Bürgerschaftliches
Engagement in Eichstetten am Kaiserstuhl
Ausgangspunkt für die
Eichstetter Entwicklung war die erfolgreiche Verwirklichung der Idee
Seniorenwohnanlage Schwanenhof. In vielen Besprechungen unter
Einbeziehung interessierter Bürger und der örtlichen
Institutionen wurde gemeinsam ein Konzept mit dem Inhalt "Das Dorf
übernimmt den Generationenvertrag" entwickelt. Mit diesem
Projekt wurde Eichstetten 1997 Modellstandort für
"Bürgerschaftliches Engagement" des Sozialministeriums
Baden-Württemberg, das das Projekt bei der Realisierung
unterstützte. Während dieser Zusammenarbeit wurde
deutlich, dass im Dorf die Bereitschaft besteht, Verantwortung für
die Dorfgemeinschaft zu übernehmen. Der Grundstein war gelegt,
auch in anderen Bereichen die interessierten Bürger einzubeziehen;
sie an der Zukunftsentwicklung ihres Dorfes so weit wie möglich zu
beteiligen. Dieses
Angebot wird aber nicht nur auf die traditionellen Themen wie z.B. die
intensive örtliche Vereinsarbeit beschränkt. Durch die
Schaffung einer zentralen Projektstelle (40 %) innerhalb der
Gemeindeverwaltung wurde auch personell die Voraussetzung für eine
intensive Bürgerbeteiligung geschaffen. Die Aufgaben der
Projektstelle umfassen verschiedene Bereiche wie z. B.: •
Koordination, Moderation und fachliche Begleitung der Arbeitskreise
• Schnittstelle zwischen Bürger und Gemeinde • Unterstützung des Bürgerbüro Teams im Schwanenhof • Leitung von verschiedenen zukunftsfähigen Projekten in Eichstetten Die Dorfentwicklung Eichstettens wird mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam gestaltet. Dabei ist das Bürgerschaftliche Engagement der Eichstetter im Rahmen der Zukunftsentwicklung durch Arbeitskreise und Projektgruppe ebenso wichtig wie die Tätigkeiten des ehrenamtlichen Engagements in Vereinen im Dorf. Durch deren Mithilfe wird versucht den Wünschen und Anregungen der gesamten Bevölkerung gerecht zu werden und Eichstetten auch in Zukunft eine nachhaltige Entwicklung zu garantieren. Das Bürgerschaftliche Engagement muss allerdings auf eine konstruktive Grundlage gestellt werden. Nur so kann das Engagement auf Dauer ein aktiver Beitrag zur Dorfentwicklung sein. Um diese konstruktive Grundlage in Eichstetten zu schaffen wurden verschiedene Ansätze entwickelt. Dabei stehen die Wertschätzung des bürgerschaftlichen Engagements und des Engagements in Vereinen, die Unterstützung der Aktivitäten und die Würdigung der Mithilfe im Vordergrund.
Anerkennung
Kontakt:
Katja
Schöpflin Ältere
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