1. Photovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Feuerwehr-DRK-Gerätehauses; evtl. Abschluss eines Dachnutzungsvertrages mit der Solarstrom AG
Die Vertreter der S.A.G. Solarstrom AG, Freiburg stellten das
Konzept der beabsichtigten Photovoltaikanlage auf dem Dach Dorfgraben 14
anhand bereits bestehender Beispiele vor. Der Vertrag zur unentgeltlichen
Überlassung des betroffenen Daches durch die Gemeinde bedarf jedoch
nach Auffassung des Gemeinderates noch einiger Abklärungen. Auf die
von Bürgermeister Kiechle schon angesprochenen Punkte :
- keine Beeinträchtigungen für die wichtigen Funkeinrichtungen
der Feuerwehr,
- keine Probleme für Statik,
- Dichtheit des Daches gewährleisten
wurde seitens der S.A.G. von Dr. Schützeichel zugesichert,
dass gutachterliche Stellungnahmen und Nachweise erbracht werden. Als Techniker
der S.A.G. erläuterte Herr Gimbel den Aufbau der Anlage auch dem Dach
( auch wegen Sicherstellung der Dichtheit).
Ob diese Anlage mit 27 kWpeak Leistung ein weiterer Schritt
der Gemeinde auf dem Weg zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien
sein kann, soll erst dann entschieden werden, wenn die Abklärungen
seitens der S.A.G. abgeschlossen sind und die Forderungen der Gemeinde
erfüllt werden können. Bürgermeister Kiechle verwies auch
auf die bisherigen Maßnahmen wie die Anlage auf dem Turnhallendach
( 18 kWpeak Leistung) sowie das freiwillige Förderprogramm der Gemeinde
für Solaranlagen seit dem Jahr 2001.
2. Information über die vorläufige Kostenabrechnung für
a) Umbau der Gebäude Dorfgraben 14
b) Sanierung Boden und Akustikdecke im Altbau der Schule
Bezüglich der von Architekt Martin Gruber und Rechnungsamtsleiter
Volker Berwing vorgelegten Kostenaufstellungen ergab sich beim Dorfgraben
14 eine Überschreitung der geplanten Kosten in Höhe von ca. 125.000,00
EUR. Die Gemeinde hat letztlich 1,5 Mio. Euro an Eigenmitteln in Umbau
und Sanierung investiert. Zu verdanken ist das sehr gute Erscheinungsbild
der Anlage besonders den Eigenleistungen der vielen ehrenamtlichen Helfer
in der Feuerwehr und dem Roten Kreuz.
Deutlich unter den geschätzten Kosten wurden die bisherigen
Ausgaben im Bereich Sanierung Boden und Akustikdecke im Altbau der Schule
von Architekt Wolfgang Frey vorgestellt. Aus diesem Grund wurde auch vorgeschlagen,
die ausgeschriebenen Malerarbeiten für den Wandbereich der Garderoben
zu vergeben und in den Weihnachtsferien ausführen zu lassen. Die einstimmige
Auftragsvergabe des Gemeinderates erfolgte an den günstigsten Bieter,
Firma Würstlin, Bahlingen ( 4.500,00 EUR). Falls die Garderobeleiste
mit Haken erneuert werden muss, erhöhen sich die Kosten um ca. 2.600,00
EUR. Diese Entscheidung wurde Herrn Bürgermeister Kiechle in Absprache
mit dem Hausmeister, Herrn Pagano überlassen.
3. Information zum notwendigen Fällen und Ersatz der Winterlinde
auf dem Kirchplatz
Bürgermeister Kiechle berichtete über die vorliegende
naturschutzrechtliche Erlaubnis zum Fällen der in schlechtem Zustand
befindlichen Linde bis Ende Februar 2003. Dieser Erlaubnis lag eine gutachterliche
Stellungnahme zu Grunde, die den Baum in einem sehr schlechten Zustand
bestätigt. Für eine Ersatzbepflanzung mit einem 4 – 5 m hohen
Baum kann die Gemeinde einen 50 % - Zuschuss aus dem Naturschutzfond erhalten
( ca. 2.500 EUR).
Als sachkundiger Einwohner erhielt Herr Matthias Möller
(Baumpflege bei der Stadt Freiburg) Gelegenheit zur Stellungnahme in der
Sitzung. Er regte an, den Baum nicht zu fällen sondern vielmehr über
einen Rückschnitt zu versuchen, das Lebensalter des Baumes um 5 –
10 Jahre zu verlängern. Er erklärte sich im Rahmen des bürgerschaftlichen
Engagements zur unentgeltlichen Ausführung bereit, wenn die
Gemeinde mit Geräten unterstützend mitwirkt.
Nach einer eingehenden Beratung auch über evtl. Haftungsfragen
bei Schadensfällen kam es bei der Beschlussfassung nur zu vier Stimmen
für das vorgesehene Fällen des Baumes, womit keine Mehrheit vorhanden
war. Deshalb soll der Versuch zum Erhalt und auch einer verbesserten Formgebung
durch Rückschnitt unternommen werden. Herrn Möller wurde für
seine Bereitschaft gedankt.
4. Bauanträge
Der Gemeinderat konnte zu vier Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen
erteilen. In einem Fall hatte der Bauherr auch eine vorherige Anregung
der Gemeinde berücksichtigt und wird bei einer Garagenerrichtung
im Innerort ein Sattel- bzw. Pultdach errichten. Aus dorfplanerischer Sicht
werden keine Flachdächer befürwortet.
5. Bekanntgaben, Anfragen
Bürgermeister Kiechle informierte über die ablehnende
Mitteilung des Regierungspräsidiums zu der von der Gemeinde
abgelehnten Änderung des Busfahrplanes / Linie Schmitt. Die Gemeinde
habe kein Widerspruchsrecht bei solchen Änderungen. Über diese
Mitteilung zeigte man sich auch in Anbetracht der ÖPNV- Bemühungen
der Gemeinde gerade auch für das Oberdorf enttäuscht.
Eine weitere Information betraf die Themen der Versammlung des
Gemeindeverwaltungsverbandes Kaiserstuhl- Tuniberg am 12.12.2002 in Eichstetten
am Kaiserstuhl ( Bürgersaal).
Berichtet wurde auch über die letzte Sitzung des Landwirtschaftsausschusses
mit den Themen Böschungspflege, Gespräch mit Jagdpächtern
wegen Zunahme des Wildaufkommens, evtl. Frage der Beschäftigung eines
Ordnungshüters, Maikäferbekämpfung.
Gemeinderätin Margarete Schmidt sprach ein ungenutztes Gebäude im oberen Altweg an, von dem Sicherheitsgefährdungen durch evtl. herab fallende Teile für Passanten ausgehen können. Die Verwaltung konnte hierzu mitteilen, dass das Landratsamt hier schon tätig geworden ist.
6. Fragen der Einwohner/innen
Es wurden folgende Themen angesprochen bzw. Stellungnahmen abgegeben:
- Erhalt des Baumes auf dem Kirchplatz begrüßt,
- Allgemeine Finanzentwicklung hat keine Auswirkungen für
ELR- Förderanträge ( hier insbesondere Maßnahmen
im Oberdorf angesprochen),
- Information wegen überlegter Wegeverbindung Bahnhofstraße
/ Mühlmatten
( es gab hier noch keine Entscheidungen),
- Aufstellen eines Abfallbehälters bei der Station des Natur-und
Kulturlehrpfads hinter der Aumühle. Im Gegenzug erklärt
sich eine Angrenzerin bereit, das Umfeld sauber zu halten,
- Kritik an Fahrverhalten und Unfreundlichkeit Busunternehmen
Schmitt,
- Verbesserte Anbindung des Oberdorfs an Breisgau-S-Bahn
- Haftungsrisiko bei der Winterlinde auf dem Kirchplatz,
- Abgelagertes Baumaterial auf dem Gehweg vor Hauptstr. 63.
Dieter Rinklin, Schriftführer