Kurzbericht aus der  öffentlichen Sitzung des Eichstetter  Gemeinderates am 24. Juni 2004 ( Nr. 8/2004 )


 

1. Umgestaltung der Wiesenhofstraße; Vorstellung der Planung
 Bürgermeister Kiechle, Architekt Joachim Röder und Ingenieur Karl Leber stellten dem Gemeinderat die erarbeiteten Ausführungsvarianten für diese ELR-Fördermaßnahme vor. Im Detail vorgestellt wurde dabei die auch in der bereits stattgefundenen Angrenzeranhörung favorisierte Lösung dieser Umbaumaßnahme. Neben der allgemeinen Wohnumfeldverbesserung stehen die verbesserte Verkehrssicherheit für Fußgänger durch Anlegung eines mind. 1,30 m breiten Gehweges auf der Südseite der Straße sowie auch die Aufrechterhaltung einer Zufahrtsmöglichkeit für LKW’s zum Lebensmittelgeschäft in der Wiesenhofstraße im Vordergrund. Neben dem Gehweg soll eine Pflasterrinne zur Wasserableitung (mit mehreren Einlaufschächten) ausgeführt werden. Daran schließt die Fahrbahn mit einer neuen Asphaltdecke an. Auf der Nordseite der Straße wird ein 50 cm breites Pflasterband den Umbaubereich zu den privaten Grundstücken abschließen. Baumpflanzungen an einzelnen Standorten am Fahrbahnrand (neben Gehweg) sowie aber auch mit Zustimmung von Angrenzern auf deren privaten Flächen werden für eine Begrünung, auch eine Verkehrsberuhigung sorgen.
 Beim Material für den Gehweg u.s.w. wird wieder Spartana-Pflaster (rot) wie in den bereits umgebauten Bereichen im Oberdorf Verwendung finden. Als markantester Punkt dieser favorisierten und zur Beschlussfassung vorgeschlagenen Variante wurde festgehalten, dass im öffentlichen Bereich keine Stellplätze ausgebaut bzw. markiert werden. Sicherlich können zwischen den Baumstandorten am Gehwegrand kurzzeitig  Fahrzeuge geparkt sein. Das Abstellen der Fahrzeuge auf den privaten Grundstücken soll jedoch vorrangig sein.
 Im Gemeinderat kam es zu einer ausführlichen Beratung auch über die Sicherstellung einer ausreichen Ableitung des Oberflächenwassers und auch zur Berücksichtigung der beim Ortstermin von Angrenzern vorgetragenen Bedenken und Anregungen. So sollen sich die Planer auch noch eine Lösung dafür überlegen, dass bei verengter Fahrbahn und Wegfall des jetzigen Hochbordsteins (Ersatz durch ebene Pflasterrinne)  LKW’s keine Schäden an einer Einfriedigungsmauer anrichten.
 Der vorgestellten Planung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Nach der Ausschreibung der Arbeiten wird man konkrete Kosten zur weiteren Beratung vorliegen haben. Gemeinderat Albert Schmidt forderte wegen dem Geschäftsverkehr nach späterem Beginn der Arbeiten auch eine zügige Durchführung , was Herr Leber durch Aufnahme in die Ausführungsbedingungen zusicherte.

2. Bürgerentscheid am 11.Juli 2004 zum Thema Wasserhärte; Aussprache über die Auffassung der Gemeindeorgane ( Gemeinderat, Bürgermeister)
 Das Informationsblatt – wie es am letzten Freitag auch dem Nachrichtenblatt nebst Musterstimmzettel beigelegt war – wurde erläutert.
 Die im Gemeinderat vertretenen Positionen für JA  oder NEIN - Argumente bei der zu entscheidenden Frage ( künftige Nutzung weichen Tiefbrunnenwassers –JA- oder weitere Nutzung des harten Quellwassers – NEIN -  waren als Zusammenfassung der bisherigen Beratungen aufgelistet. Auf dieses INFO-Blatt wird verwiesen.
 Hinsichtlich der weiteren Nutzung des Quellwassers ergänzte GR Albert Schmidt noch, dass das NEIN-Argument „ Eichstetten hat eine funktionelle und preisgünstige Wasserversorgung“ auch langfristig zu verstehen sei. Auch das Risiko und evtl. Kosten wurden angemerkt, falls sich die Härtegrade und die Wasserqualität im Falle der Nutzung des Tiefbrunnenwassers  langfristig ändern sollten.

 Allgemein wurde an alle Abstimmungsberechtigten appelliert, von ihrem Recht am Sonntag, 11.7. ( oder vorher durch Briefwahl) auch Gebrauch zu machen, damit ein Bürgerentscheid auch zustande kommt.

3. Bekanntgaben, Anfragen
 Bürgermeister Kiechle gab bekannt,
 a)  dass die Abrechnungsergebnisse Bahnhofsanierung, Pavillon, Ausbau  Heerstraße und Paradiesgasse sowie Gehweg Altweg / Hirschstraße  erfreulicherweise jeweils die Haushaltsmittel unterschritten haben,
 
 b)   gestellter Förderantrag PLENUM-Projekt „Erweiterung des Natur- und Kulturlehr-
        pfades um einen Westweg“. Die Gemeinderäte Gunther Hiss, Margarete  Schmidt und Helmut Schöpflin sprachen die wichtige Abklärung der  Pflegezuständigkeit für Stationen und Wege an. Friedhelm Rinklin bat um  Prüfung der  Haftungsregelungen im Falle der Begehung einer Höhle (Lößgang),
 c) Beschluss aus nichtöffentlicher Sitzung und zwar Wohnungsvergabe Nimburger  Straße 11 aufgrund Wohnungsbelegungsrecht der Gemeinde.

 Anfragen aus dem GR ergaben sich von:

 Albert Schmidt wegen einer PLENUM – Marketingveranstaltung in Riegel. Bürgermeister Kiechle berichtete kurz über anlaufende Diskussionen/Überlegungen,

 Gunther Hiss berichtete von einem stattgefundenen Gespräch mit Bürgermeistern zum Projekt „Eichelspitzturm“.

4. Fragen der Einwohner/innen
 Themen waren der Eichelspitzturm, Nitratgehalt in der Wasserversorgung  sowie auch Möglichkeiten eines persönlichen Geschmackstests beim Tiefbrunnenwasser.
 
 

Dieter Rinklin, Schriftführer

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