Kurzbericht aus der  öffentlichen Sitzung des Eichstetter  Gemeinderates am 27. Januar 2005 ( Nr. 01/2005)



1.    Beschlussfassung über die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2005
    Rechnungsamtsleiter Volker Berwing teilte zu dem in der Sitzung vom 22.12.04 eingebrachten Haushaltsentwurf mit, dass während der öffentlichen Auslegung keine Bedenken oder Anregungen eingegangen waren. Auf die Eckdaten des Planes wurden nochmals hingewiesen:
    Gesamtvolumen 5.682.203 €, davon Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt 4.806.233 €, im Vermögenshaushalt 875.970 €. Es ist eine Rücklagenentnahme von 468.887 € geplant. Der voraussichtliche Rücklagenbestand zum 31.12.2005 wurde mit 1.021.138 € eingeplant. Die Einnahme- und Ausgabeansätze im Vermögenshaushalt (Investitionsliste) wurden aufgezeigt. Für die zahlreichen Zuhörer waren auch wieder Info-Broschüren zu diesen wichtigsten Daten verteilt worden. Konkret angesprochen wurden nochmals  die Gründe für die maßvolle Anhebung der Hebesätze für Grundsteuer A und B auf jeweils 300 v.Hd. ( bisher 285 v.Hd.), die dem Gemeinderat zur Beschlussfassung im Rahmen der Haushaltssatzung vorgeschlagen wird. Dies sind im Wesentlichen Rückgang der allgemeinen Finanzmittel, abgeschlossene Maßnahmen der Verbesserung Wohnumfeld/Wohnqualität, Verbesserung des Bürgerservice – Standards, Imagegewinn durch verschiedene Projekte und dadurch auch Verbesserung des Absatzes für Eichstetter Produkte, Notwendigkeit zum Ausgleich des Verwaltungshaushalts. Die Erhöhung erfolgt lediglich auf das Durchschnittsniveau der umliegenden Gemeinden.
    Im Gemeinderat nahmen Helmut Schöpflin und Albert Schmidt Stellung. Herr Schöpflin stellte sein grundsätzliches Anliegen , dem Bürger nur „ in die Tasche zu greifen“ , wenn es unbedingt notwendig sei zurück, da es jetzt um die Aufrechterhaltung des erreichten Services für den Bürger gehe. Die Anhebung sei maßvoll. Er bat die Verwaltung noch um Berücksichtigung/Kalkulation des wichtigen Betreuungs– bzw. Unterhaltungsaufwands für die PC-Anlage der Schule. Einen Appell richtete Herr Schöpflin auch an die Bürger zur regen Inanspruchnahme der freiwilligen Fördermittel der Gemeinde für die Solarenergie. Die abgewehrte Kürzung der Mittel ( im Plan bleiben 10.000,00 € vorgesehen) sollte sich durch entsprechende Inanspruchnahmen bestätigen. Ansonsten drohe eine Streichung dieser Mittel.
    Auch Albert Schmidt unterstützte den vorgeschlagenen Haushalt mit der moderaten Grundsteueranhebung, teilte aber gleichzeitig seine Befürchtung mit, dass die Kreisumlagenerhöhung wohl höher ausfallen wird, als angenommen.
    Der Gemeinderat beschloss die Haushaltssatzung einstimmig.

2.    Information über PLENUM-Förderantrag :Projekt des Künstlerforums „Kreativ wie die Natur“
    Anwesende Mitglieder des Künstlerforums „Kunscht-Stück“ nahmen gerne die Gelegenheit war und stellten dem Gemeinderat das Projekt vor, für das sie einen PLENUM-Förderantrag eingereicht hatten. Dieser Antrag „ Kreativ wie die Natur“ sieht die Errichtung eines künstlerisch gestalteten Gartens im Netzwerk von Pfaden und Wanderwegen in der Nähe des Samengartens vor. Ein konkretes Grundstück wird dort noch ermittelt. In diesem Garten sollen unter anderem verschiedene Objekte aus Holz, Stein , Lehm/Stroh künstlerisch gestaltet und zum Teil großformatig verwirklicht werden. Auch Schilder an den Ortseingängen mit Wanderwegen, Rastplätzen und allen Kunst- und Naturobjekten sind geplant, ebenso eine Filmdokumentation. Die Gesamtkosten für 2005 und 2006 sind mit 65.780,09 € kalkuliert, darin enthalten Eigenleistungen der Künstler über 7.617,50 €.
    Diese Vorstellung wurde im Gemeinderat positiv aufgenommen. Bezüglich einer Co-Finanzierung bei der beantragten 70 :30 Kostenaufteilung ( 70 %Förderung, 30 % Eigenanteil) teilte Bürgermeister Kiechle mit, dass diese Co-Finanzierung notwendig sei. Diese sei jedoch nicht durch die Gemeinde vorgesehen, sondern vielmehr über Spenden, Eigenmittel /Eigenleistungen des Forums.

3.    Straßenreinigung; evtl. Änderung der Reinigungsintervalle
    Der Gemeinderat stimmte dem Verwaltungsvorschlag zu, die Straßenreinigung künftig nur noch 4 x im Jahr ( auf Abruf) ausführen zu lassen. Der Auftrag soll durch den Gemeindeverwaltungsverband an den günstigsten Bieter vergeben werden.

4.    44. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Freiburg und Bebauungsplan „ Alter Sportplatz/ Fänchelen“ in FR-Opfingen.
    In erster Linie wegen der Oberflächenwasserproblematik, die durch diese Planungen der Stadt auf die Verbandsgemeinden Gottenheim, Bötzingen und Eichstetten zukommen, hatte sich der Verband schon intensiv hiermit befasst. Der Gemeinderat stimmte der vorgeschlagenen Stellungnahme zu. Danach wird den Planungen nur unter der Voraussetzung zugestimmt, dass die Stadt ein verlässliches Gesamtkonzept für die Wasserrückhaltung auf Freiburger Gemarkung vorlegt. Die Gemeinde fordert unter anderem auch , dass die unterliegenden Gemeinden dauerhaft nicht durch zusätzliche Wassermengen belastet werden.  

5.    Änderung der Feuerwehrentschädigungssatzung
    Auf Vorschlag der Freiwilligen Feuerwehr nahm der Gemeinderat diese Änderung der Satzung vor. Sie beinhaltet lediglich eine geänderte Formulierung für Auslagenentschädigungen bei Aus- und Fortbildungslehrgängen. Der Satzungstext wird im Nachrichtenblatt insgesamt veröffentlicht.

6.    Bauanträge
    Zwei Baugesuche wurden befürwortet. Bei einem Gesuch stimmte der Gemeinderat mit 9 JA-Stimmen, einer Gegenstimme und drei Enthaltungen nur unter der Bedingung zu, dass anstelle einer 24 ° -Dachneigung auf dem Wohngebäude ein mindestens 35 ° – Dach ausgeführt wird. Diese Forderung ergibt sich aufgrund der Leitlinien zur örtlichen Baukultur , welche im wesentlichen auch von Bürgern ausgearbeitet worden waren. Das nach § 34 Baugesetzbuch erforderliche „ Sich-Einfügen in die Umgebungsbebauung“ wurde bei einer niedereren Dachneigung nicht als erfüllt angesehen.

7.    Anfragen aus dem Gemeinderat
    a)    Friedhelm Rinklin sprach die Wiederherstellung eines Gehwegs nach einer Baumaßnahme in der Marienstraße an,
    b)    Andreas Hiß bat um nähere Erläuterungen im Zusammenhang mit dem Winterdienst am Morgen des 24.1. ( plötzlicher Schneefall).
    c)    Helmut Schöpflin wies auf einen Schaden am Kanalnetz in der Schubertstraße hin. Eine erfolgte Reparatur soll hier nochmals nachgeprüft werden.

8.    Fragen der Einwohner/innen
    Themen waren das Baugesuch unter TOP 6 mit der Dachneigungsproblematik sowie die Reinigungsfirma, die künftig die Straßen reinigen soll.
 
 

Dieter Rinklin, Schriftführer

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