1. Sanierung und Erweiterung des Rückhaltebeckens Breitenweg;
Vorstellung von Planungsvarianten
Unter Mitwirkung der Fachingenieure der Planungsbüros sowie
auch Vertretern der beteiligten Fachbehörden wurden dem Gemeinderat
verschiedene Varianten für die Sanierung des Rückhaltebeckens
im Breitenweg vorgestellt. Die Ergebnisse der Sicherheitsprüfung nach
einer neuen DIN 19700 (2004) zeigen unter anderem auf, dass der gewöhnliche
Hochwasserrückhalteraum 19.000 m³ betragen sollte ( Ist-Zustand
8.700 m³). Auch die geotechnische Untersuchung des Dammes hat einige
Beanstandungen ergeben. Zur Erreichung des Schutzgrades für ein 100-jähriges
Niederschlagsereignis wurden die Sanierungsvarianten mit Gesamtkosten zwischen
705.000,00 € und 1.160.000,00 € erläutert. Bürgermeister
Kiechle wies auf die erwartete 70 % - Förderung hin bei 30 % Kostenanteil
der Gemeinde.
Intensiv diskutiert wurde die Frage, ob nicht ein Ausbau z.B.
für einen Schutzgrad eines 50-jährigen Ereignisses mit geringeren
Kosten ausreichen würde. Seitens der Fachleute wurde hierzu jedoch
angemerkt, dass auch hierfür ein Rückhalteraum von 15.000 m³
notwendig wäre und auch die Kosten im Vergleich 80 % der o.g. Kosten
ausmachen würden. Die Einsparungen wurden demnach als gering angesehen,
zumal gleichzeitig auch die Sicherheit noch deutlich geringer wäre.
Bürgermeister Kiechle sah abschließend die kostengünstigste
Variante „ Dammerhöhung mit Umbau des kombinierten Schachtbauwerks
und Neubau einer Dammscharte ( ohne Stauraumabtrag, jedoch Abtrag der Anlandungen
im Beckenbereich) favorisiert. Vor einer endgültigen Entscheidung
im Gemeinderat wird man noch eine Ortsbesichtigung mit Erörterung
von Detailfragen zur Dammscharte usw. vornehmen.
2. Wasserversorgung; Entscheidung über den Standort der Entmanganungsanlage
Einen Schritt weiter gekommen ist die Gemeinde bei der Umsetzung
des Bürgerentscheids vom 10.Juli 2004. Mit der vom Gemeinderat mit
10:3 Stimmen erfolgten Standortfestlegung ( gemeindeeigenes Grundstück
Bruckmatten 31 / Recyclinghof) kann nun die konkrete Bauplanung für
die Filteranlage erfolgen. In dieser Anlage wird zur Nutzung des weicheren
Wassers aus dem Tiefbrunnen Seewiesen Eisen/Mangan ausgefiltert.
Ausschlaggebend für diese Standortwahl waren die vom beauftragten
Planungsbüro um etwa 35.000,00 € niederer ermittelten Kosten
als beim Standort Hochbehälter. Es soll keine Beeinträchtigung
des Betriebes des Recyclinghofes geben.
Gesamtkosten am gewählten Standort 394.980,00 €, beim
Hochbehälter 430.360,00 €. Der Entscheidung im Gemeinderat war
eine intensive Diskussion unter Abwägung aller Vor- bzw. Nachteile
der Standortvarianten vorausgegangen.
3. Flächennutzungsplan 2020 der Stadt Freiburg; gemeindliche
Vorbesprechung für die Behandlung in der Verbandsversammlung am 2.3.05
Der Gemeinderat befürwortete den Verwaltungsvorschlag und
konkretisierte eine Stellungnahme zu dieser umfangreichen Planung der Stadt
auf das Hauptthema „vorbeugender Hochwasserschutz“ für unterliegende
Gemeinden und damit auch für unsere Gemeinde. Der Verband sollte der
Planung nur unter folgender Voraussetzung zustimmen:
Vorlage eines verlässlichen Gesamtkonzepts durch die Stadt
Freiburg bezüglich der Wasserrückhaltung auf Freiburger Gemarkung.
Dezentrale Zurückhaltung von Niederschlagswasser in späteren
Baugebieten ist unabdingbar. Größere Niederschläge müssen
gegebenenfalls an anderer Stelle auf Freiburger Gemarkung zurückgehalten
werden. Es wird gefordert, dass die unterliegenden Gemeinden nicht durch
zusätzliche Wassermengen belastet werden.
4. Bauanträge
Eine endgültige Entscheidung zum Bauvorhaben in der Bötzinger
Straße 19 ( drei Gebäude ) wurde auf Vorschlag von Bürgermeister
Kiechle bis zu nächsten Sitzung vertagt, da bezüglich der Gesamthöhe
des Gebäudes zur Bötzinger Straße hin noch eine Detailabklärung
mit dem Bauherren vorgenommen werden soll.
Zwei weitere Baugesuche sowie auch ein Antrag für eine kleinere
Umgestaltungsmaßnahme im Rebgelände Gewann Eck (zur besseren
Bewirtschaftung) wurden befürwortet.
5. Bekanntgaben, Anfragen
Bürgermeister Kiechle informierte über die vorgesehene
Tagesordnung der Verbandsversammlung am 2.3. in Gottenheim. In Kenntnis
gesetzt wurde der Gemeinderat über das ergangene Urteil des Verwaltungsgerichts
in Sachen „ Phonolit-Probeabbau “ im Gewann Endhahlen ( Gemarkung Bötzingen).
Gemeinderat Manfred Wiedemann wies auf die erforderliche Ausbesserung
der Fahrbahn im unteren Altweg nach erfolgten privaten Kanalanschlussarbeiten
hin.
Gemeinderat Andreas Hiß sprach Verkehrsbehinderungen insbesondere
auch für den landwirtschaftlichen Verkehr durch die Parksituation
vor einem Anwesen in der Dillstraße an.
6. Fragen der Einwohner/innen
Themen waren das Rückhaltebecken Breitenweg, Möglichkeiten
sonstiger Rückhaltung von Oberflächenwasser und ein aus Naturschutzgründen
ausgeschiedener Standort beim Tiefbrunnen für die Entmanganungsanlage
in der Wasserversorgung.
Dieter Rinklin, Schriftführer