Kurzbericht aus der  öffentlichen Sitzung des Eichstetter  Gemeinderates am 10. März 2005 ( Nr. 3/2005)




1.    Fortschreibung der Bedarfsplanung für Kindertageseinrichtungen
    Der Gemeinderat stimmte der von Hauptamtleiter Dieter Rinklin erläuterten Fortschreibung der Bedarfsplanung zum neuen Kindergartenjahr 2005/2006 einstimmig zu. Der Inhalt mit den dokumentierten Betreuungsangeboten ( auch mit dem ab Mai 2005 neuen privaten Betreuungsangebot), den derzeitigen Kinderzahlen im Kindergarten, den Erkenntnissen aus der Elternumfrage und der Anhörung der Erzieherinnen sowie den errechneten Kindergartenzahlen ab September und auch die Maßnahmenplanung war in der gebildeten Arbeitsgruppe „Bedarfsplanung “ zuvor durchgesprochen worden. Dort sind auch Vertreter der evang. Kirchengemeinde als Träger des Kindergartens, die Kindergartenleitung und die Elternbeiratsvorsitzende mit beteiligt worden.
    Die Hauptaussage der Planung war der aufgrund des starken Rückgangs der Kinderzahlen festzustellende Bedarf an insgesamt nur noch fünf Gruppen (vier Regelgruppen und die Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten / altersgemischte Gruppe). Die Gruppenanzahl wird somit ab September von bisher sechs auf fünf reduziert. Trotzdem verbleibt noch eine Reserve an Aufnahmekapazität von 15 Kindern. Die beigefügte Graphik zeigt die Entwicklung der Kinderzahlen im Kindergarten, insbesondere den starken Rückgang, deutlich auf.
    Weitere Aussagen der Maßnahmenplanung sind, dass bei der Nachmittagsbetreuung Gruppen zusammengelegt werden können bzw. auch schon werden. Inwieweit eine weitere Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten zur Abdeckung des Bedarfs erforderlich wird, wird im Kindergarten näher untersucht. Dem in der Umfrage mit 15% gemeldeten Bedarf an Ferienbetreuung (gegen höhere Gebühr) kann man kurzfristig nicht nachkommen. Jedoch wird die Gemeindeverwaltung alternative Möglichkeiten untersuchen bzw. Gespräche führen. Ein Bedarf an Ganztagsbetreuung mit Mittagessen (12% lt. Umfrage) kann kurzfristig nicht gedeckt werden. Lösungsansätze werden jedoch untersucht. Schließlich möchte man noch die Entwicklung des neuen privaten Betreuungsangebotes für Kinder zwischen 1-3 Jahre abwarten, um danach evtl. je nach Bedarf die Aufnahme weiterer Kinder unter 3 Jahren (bisher 4 in Gruppe sechs) zu prüfen.
    Allen Mitwirkenden an der Planung und vor allem auch den Eltern für deren Teilnahme an der Umfrage wurde gedankt.


2.    Rückhaltebecken Breitenweg; Festlegung der Planungsvariante
    Nach der Beratung in der Sitzung vom 14.02. hatte ein Ortstermin des Gemeinderates stattgefunden, in dem die konkreten Inhalte der kostengünstigsten Sanierungsvariante vorgestellt und diskutiert worden waren. der Gemeinderat sprach sich jetzt mehrheitlich für diese Variante aus. Der Damm wird erhöht und die Ablagerungen / Anpflanzungen im Beckenbereich geräumt. Ein Stauraumabtrag im privat angrenzenden Gelände wird nicht vorgenommen. Im Überflutungsfall bei Rückstau im Becken soll eine Flurschadenentschädigung erfolgen. Eine seitliche Überlaufscharte (die nur bei 100-jährigem Hochwasserfall wirkt) am Engertweg rundet diese Variante mit Gesamtkosten von 705.000,00 Euro ab. 70% werden als Landeszuschuss erwartet.

3.    Wasserversorgung; Planung und Bauantrag der Enteisenungs- und Entmanganungs-anlage
    Das Baugesuch für die Anlage im Bruckmatten 31 (Recyclinghof) wurde einstimmig befürwortet. Auch die Planung als Grundlage der Ausschreibung der Arbeiten wurde befürwortet.

4.    Spielplatz am Sportplatz; Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde
    Zur Herstellung der nun erst nachträglich festgestellten Probleme der Verkehrssicherungspflicht wurde befürwortet, dass die Gemeinde die Kosten für einen Ballfangzaun trägt bzw. bezuschusst (ca. 1.500,00 €), während der Verein bzw. dessen ehrenamtliche Helfer einen Umbau der Geräte ausführt.

5.    Bürgermeisterwahl; Terminfestlegungen und Bildung Gemeindewahlausschuss
    Aufgrund Ablaufs der 3. Amtsperiode von Bürgermeister Kiechle am 30.09.2005 hatte die Verwaltung eine Beschlussvorlage mit Wahlterminvorschlägen (vor den Sommerferien) vorgelegt. Bürgermeister Kiechle teilte zu Beginn dieses Tagesordnungspunktes mit, dass er nach intensiven Überlegungen die ihm schwer gefallene Entscheidung getroffen habe, für eine 4. Amtsperiode nicht mehr zu kandidieren. Gesundheitliche Gründe, zu wenig Zeit für die Familie aber auch sein Demokratieverständnis einer "Macht auf Zeit", mit evtl. neuen Akzenten / Chancen der Gemeinde bei einem Wechsel waren für diese Entscheidung ausschlaggebend.
    Es ergab sich eine Diskussion über den geeigneten Zeitpunkt einer Wahl. Während die Verwaltung Argumente für eine Wahl vor den Sommerferien vortrug, appellierten im Gemeinderat Helmut Schöpflin, Alexander Lüth und Albert Schmidt für einen innerhalb der zulässigen Fristen möglichst späten Termin im August. Die Verwaltung wurde um Prüfung gebeten, ob eine evtl. notwendige Neuwahl (falls es bei der ersten Wahl keine Entscheidung gäbe) auch noch außerhalb der Frist im September stattfinden könnte. Als Vorteile eines späten Termins wurde angemerkt, dass geeignete Bewerber dadurch die erforderliche Zeit hätten, um sich intensiver vorzubereiten. Der Tagesordnungspunkt wurde in die nächst Sitzung vertagt.

6.    Bauanträge
    Zwei Baugesuche wurden befürwortet.

7.    Bekanntgaben, Anfragen
    Bürgermeister Kiechle gab die Einladung der Schule zur öffentlichen Projektvorstellung der Neuntklässler am 16.03. um 18.30 Uhr bekannt und berichtete von der in der Verbandsversammlung getroffenen Entscheidung zur Straßenreinigung. Gemeinderat Albert Schmidt bat um Prüfung, ob die Gemeinde bei Vereinsveranstaltungen in der Festhalle z.T. die Miete für zwei Tage erhebt.
    Gemeinderätin Evi Graf lobte das freiwillige Engagement eines Bewohners im Röthenbach, der in diesem Winter mehrmals mit seinem Räumgerät die Gehwege auch für Angrenzer miträumte (somit deren Räumpflicht ausführte).

8.    Anfragen der Einwohner/innen
    Themen waren der Winterdienst in der Dillstraße (Neubaubereich), zum Teil unschöner Heckenschnitt an Böschungen sowie die Reinigung von Straßeneinlauf-schächten. Angesprochen wurden auch die Leitlinien "Baukultur" und Probleme in der Restmüllentsorgung. Das allein von der Entsorgungsfirma veranlasste Leerungskonzept führt zu Behinderungen auf Gehwegen, Einfahrten und Stellplätzen. Die Gemeinde wird hierzu mit der Abfallwirtschaft im Landkreis Kontakt aufnehmen.
    Diskussionspunkt war auch noch die etwas unglückliche Situation beim Spielplatz am Sportplatz (Top 4). Bürgermeister Kiechle und auch der anwesende Vorsitzende des Sportclubs, Herr Klaus Skorski appellierten daran, in einem gemeinsamen Gespräch mit allen Beteiligten eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Dieter Rinklin, Schriftführer

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