Kurzbericht aus der  öffentlichen Sitzung des Eichstetter  Gemeinderates am 19. Mai 2005 ( Nr. 6/2005)




1.     Umbaumaßnahme Dillstraße; Grundsatzentscheidung über die Durchführung
    Wie im Zusammenhang mit der Zuschussbeantragung im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum im Gemeinderat vereinbart, befasste man sich nun nach vorliegendem Zuschussbescheid nochmals grundsätzlich mit der Frage einer Durchführung. Bürgermeister Kiechle konnte hierzu berichten, dass  der Zuschuss zwar anstelle erwarteter 40 % nur 33 % betragen wird und sich damit der Eigenanteil der Gemeinde um 12.048,-- Euro auf 115.320 Euro erhöhe (bei Gesamtkosten von 172.120 Euro). Man ist jedoch zuversichtlich, dass sich noch Kosteneinsparungen erzielen lassen und auch die Straßenbauarbeiten in der Regel bei Ausschreibung etwas günstiger ausfallen. Auch  die etwas verbesserte  Entwicklung der Finanzsituation der Gemeinde spricht für eine Ausführung der Maßnahme.
    Nach einer kurzen Erläuterung zur ersten Entwurfsplanung appellierten die Gemeinderäte Andreas Hiß und Albert Schmidt daran, beim Ausbau auf die Bedeutung der Dillstraße als Hauptverkehrsstraße für die Landwirtschaft zu achten.
    Karl Meier unterstützte auch die angedachte Verkabelung des Straßenbeleuchtungsnetzes und des 0,4 kV-Versorgungsnetzes im Sinne einer Verbesserung der Straßenbeleuchtung.
    Der Gemeinderat beschloss die Durchführung des Projektes unter Beachtung der Anregungen und stimmte den weiteren Verfahrensschritten zur Anwohnerbefragung und Erstellung einer Detailplanung zu. In Fortführung des schon in der Wiesenhofstraße angewandten Verfahrens sprach sich der Gemeinderat auch für die Verkabelung des Stromversorgungsnetzes auf der Grundlage aus, dass sich alle betroffenen Anschlussnehmer mit jeweils 300 Euro an diesen Kosten beteiligen (neben den weiteren Kosten der Änderung der Verbindungsleitungen im Gebäudeinnern).
    
2.    Vergabe der Stromlieferung für die Gemeindeeinrichtungen
    Nach der Erläuterung der umfangreichen Beratungsvorlage durch Rechnungsamtsleiter Volker Berwing mit dem Vorschlag der Gemeinde zur Vergabe an die EnBW zum preisgünstigsten Angebot in Höhe von 48.853,80 Euro ergab sich eine grundsätzliche Diskussion auch zu den alternativ eingeholten Angeboten für den Bezug von Ökostrom. Hier lag das günstigste Angebot bei 52.498,06 Euro.
    Bürgermeister Kiechle sprach auch Argumente für den Ökostrom an, zumal sich die Gemeinde in den beschlossenen Leitlinien für die Förderung regenerativer Energien ausgesprochen hatte. Andererseits sei jedoch auch der Standort und die Arbeitsplätze der EnBW am Ort ein Argument. Gemeinderat Helmut Schöpflin sah in dem Angebot der EnBW zwar das billigste, nicht unbedingt jedoch das wirtschaftlichste Angebot. Durch Eigentum an den vorhandenen Leitungen lägen u.a. Kalkulationsvorteile der EnBW vor. Er sprach sich unter Berücksichtigung der Leitlinien für Ökostrom aus. Karl Meier sprach die von der EnBW gebotene 2-Jahre-Vertragslaufzeit an, während bei anderen Anbietern aufgrund fehlender Laufzeiten eine gewisse Unsicherheit bestehe.
    Der Gemeinderat vergab die Stromlieferung für die gemeindlichen Vertragsanlagen sowie für die Straßenbeleuchtung im anschließenden Beschluss mit 8 JA-Stimmen bei 2 Gegenstimmen an die EnBW.

3.    Bürgermeisterwahl; Festlegung des Termines für eine öffentliche Kandidatenvorstellung
    Der Gemeinderat legte den Termin für die öffentliche Vorstellung von Bewerbern/Bewerberinnen für die Bürgermeisterwahl am 17. Juli 2005  auf  Donnerstag, den 07.Juli 2005 fest. Diese Veranstaltung wird in der Turn- und Festhalle stattfinden. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, den 20. Juni 2005 um 18.00 Uhr.

4.    Bauanträge
    Es wurden drei Baugesuche jeweils grundsätzlich befürwortet. Teilweise wurden hierbei auch Befreiungen von den Festsetzungen von Bebauungsplänen zugestimmt, da die Grundzüge der Planung nicht berührt und die Abweichungen auch städtebaulich vertretbar waren.
    Bei einem Vorhaben im Oberdorf sollen Anregungen aus dorfplanerischer Sicht Berücksichtigung finden. Gauben auf der Traufseite sollen durch Ziegelreihen von der Aussenwand optisch abgesetzt werden.

5.    Bekanntgaben, Anfragen
    Die einzige Bekanntmachung von Bürgermeister Gerhard Kiechle betraf einen Beschluss aus nichtöffentlicher Sitzung und zwar die erfolgte Vergabe des letzten gemeindlichen Baugrundstückes in der Endinger Straße an Eichstetter Interessenten.

    Eine Anfrage von Gemeinderat Friedhelm Rinklin betraf das erst kurz nach der Anbringung wieder fehlende Ortsschild am Ende der Dillstraße. Bürgermeister Kiechle berichtete über die Gründe für die von Verkehrsbehörde geforderte Anbringung eines solchen Schildes (aus rechtlichen Gründen aufgrund eines vorgekommenen Unfalls im Rebgelände außerhalb des Ortes). Zwischenzeitlich sei das Schild wohl entwendet worden.

6.    Fragen der Einwohner/innen
    Mehrere Stellungnahmen ergaben sich von anwesenden Angrenzern der Dillstraße zu der geplanten Umgestaltungsmaßnahme, insbesondere zur Frage der Anzahl von angedachten Baumpflanzungen. Auch das Parkproblem wurde angesprochen. Untersuchen lassen wird die Gemeinde den Zustand der vorhandenen Wasserleitung, um gegebenenfalls im Rahmen der Maßnahme Ausbesserungen vornehmen zu können. Es wurde auch auf eine zügige Arbeitsausführung hingewiesen.
    Hingewiesen wurde die Verwaltung auf zunehmende Lärmbelästigungen abends und nachts auf dem Spielplatz Dorfgraben, verursacht  durch ältere Jugendliche.

    Ein Anwohner der Wiesenhofstraße bedankte sich bei Bürgermeister Kiechle, der Verwaltung und dem Gemeinderat für die sehr gut gelungene Umgestaltung der Wiesenhofstraße. Lediglich die neuen Straßenleuchten hätten etwas schöner ausfallen können.

Dieter Rinklin, Schriftführer

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