Kurzbericht aus der öffentlichen Sitzung
des Eichstetter Gemeinderates am 27.07.2005 Nr.10/2005




TOP 1.    Umgestaltung der Dillstraße – Vorstellung des Planentwurfes

    Neben den Zuhörern begrüßte Bürgermeister Kiechle zunächst besonders Herr Michael Leber als Tiefbauingenieur und Verfasser des Planentwurfes. Bürgermeister Kiechle stellte zunächst den Inhalt der den Gemeinderäten übersandten Beratungsvorlage für die Zuhörer noch einmal eingehend dar. Hierbei erläuterte er die bisherige Vorgehensweise (nach Zuschussbewilligung Grundsatzbeschluss zur weiteren Planung – Beteiligung der Anwohner) welche zur Erstellung des vorliegenden Planentwurfes geführt haben.

    Im Anschluss erläuterte Ingenieur Michael Leber den vorliegenden Planentwurf. Herr Leber erläuterte, dass es für die Umgestaltung der Dillstraße schwer war  eine Planung zu erarbeiten, welche alle gewünschten Belange abdeckt. So zeigt sich bei der Ausgestaltung der Straße, dass sowohl ruhender Verkehr, wie landwirtschaftlicher und Fußgängerverkehr und dazu noch Gestalterische Maßnahmen unter dem Gesichtspunkt der Ortsentwicklung in einer schwierigen topographischen Lage  unter „einen Hut“ zu bringen waren. Herr Leber nannte deshalb folgende Planungsüberlegungen:

-    Im unteren Bereich der Dillstraße (von Einfahrt Hauptstraße) werden auf Grund der jetzt schon vorhandenen Straßensituation auf jeder Seite überfahrbare Entwässerungsrinnen ausgestaltet. Daran anschließend wird dann das Entwässerungsprofil auf die Ostseite verlegt.
-    Ein Gehweg wir ausschließlich auf der Ostseite angelegt
-    Die Baumscheiben sollen nicht den fließenden Verkehr beinträchtigen und sind daher bis auf ein notwendiges Minimum aus dem Straßenraum herausgenommen worden.
-    Da sich die Dillstraße im Bereich des Abrundungsbaugebietes verengt, wird ab dort kein Gehweg als ausschließlicher Gehweg ausgebildet, sondern lediglich ein plan zur Straße liegendes Pflasterband als optische Abtrennung eingebracht.
-    Es sind Bäume mit kleiner Kronenausbildung vorgesehen, so dass keine wuchtigen Bäume den Straßenraum später zusätzlich einengen würden.
Nach den umfassenden Erläuterungen stellte Herr Leber anhand vorliegender Regelprofile den genauen Straßenausbau nochmals dar.

In der folgenden Diskussion wurden von den Gemeinderäten einzelne Punkte diskutiert, wobei die Standorte und Ausgestaltung der Baumscheiben vordringliches Thema war. Auch diskutiert wurde, dass beim Ausbau der Dillstraße der Verkehrsfluss für den landwirtschaftlichen Verkehr Vorrang vor Verkehrsberuhigenden Maßnahmen haben soll. Aus diesem Grund soll ein Ortstermin der Gemeinderäte in der Dillstraße stattfinden, bei welchem weitere Details zum Ausbau der Straße besprochen und festgelegt werden soll.

In der weiteren Diskussion wurde festgestellt, dass nicht die Bäume in dieser Straße das Problem künftig darstellen werden, sondern dass das von den Anwohnern praktizierte Parkverhalten eher zu Verkehrsbehinderungen führt bzw. führen wird.

    Der Gemeinderat stimmte dann mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung der vorgestellten Planung zur Umgestaltung der Dillstraße zu. Bevor weitere Entscheidungen getroffen werden, soll zur Abklärung von Detailfragen (Baumstandorte) ein Ortstermin in der Dillstraße stattfinden. Das Ingenieurbüro Leber soll die Ausschreibung der Arbeiten auf Grundlage der vorgestellten Planung erarbeiten.
 


TOP 2: Friedhof – Grundsatzbeschluss zur langfristigen Herstellung weiterer Zwischenwege im oberen Bereich des Friedhofes

    Bürgermeister Kiechle erläuterte dem Gremium und den Zuhörern noch mal kurz den Inhalt der übersandten Beratungsvorlage und stellte den Verlauf der zwischenzeitlich vorgenommenen Handlungsschritte dar. Hierbei zeigte er auf, dass es in den stattgefunden Besprechungen und bei den durchgeführten Umfragen überwiegend eine positive Resonanz zur Umgestaltung gegeben habe.  Von den rund 100 angeschriebenen Nutzungsberechtigten waren lediglich 11 gegen eine Umgestaltung.

    Nach kurzer Diskussion fasste der Gemeinderat einstimmig folgenden Grundsatzbeschluss zur Umgestaltung des Friedhofes:


    Der Gemeinderat beschließt die Umgestaltung der Felder VIII - XI in der Weise, dass künftig jede 3. Reihe von unten her als Weg angelegt wird. Bei den Gräbern der jeweils 2. (südlichen) Reihe soll bei der erneuten Bestattung der Grabstein am nördlichen Ende des Grabes aufgestellt werden.

    Für die von der Umgestaltung betroffenen Gräber wird ab sofort folgende Vorgehensweise festgelegt:

- Für Gräber, deren Nutzungsrecht oder Ruhezeit ablaufen ist erfolgt keine erneute Nutzungsvergabe.

- Zubestattungen von Ehepartnern bereits Verstorbener werden in dieser 3. Reihe zugelassen.

- Bei Gräbern mit laufendem Nutzungsrecht sollen Gespräche geführt und andere freie Plätze in den Feldern, ggf. in unmittelbarer Nähe angeboten werden. Die Gebühren sind mit den neuen Plätzen im Falle des Erwerbs zu verrechnen.

- Bei vorzeitiger Freigabe und bei Ablauf der Ruhezeit/des Nutzungsrechts übernimmt die Gemeinde die Kosten für den Abraum des Grabes.

- Bei erneuter Bestattung in Gräbern der 2. Reihe ist der Grabstein am nördlichen Grabende zu errichten, bzw. neu aufzustellen

- Umbettungen vor Ablauf der Ruhezeit erfolgen nicht.
Sterbliche Überreste können auf Antrag und auf Kosten des Antragstellers nach Ablauf der Ruhefrist umgebettet werden.

- Ausnahmen von diesen Festlegungen sind nur mit Zustimmung des Gemeinderates möglich.

Die Verwaltung wird beauftragt die notwendigen Schritte für die Erweiterung des Friedhofes rechtzeitig einzuleiten. Die Umsetzung der Maßnahmen wird bei den entsprechenden Haushaltsberatungen im Rahmen der möglichen finanziellen Mittel diskutiert.


TOP 3: Bauanträge :

    Den vorgelegten drei Bauanträgen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.


TOP 4.    Bekanntgaben, Anfragen

    Zu diesem Tagesordnungspunkt informierte Janine Bliestle (Projektstelle) den Gemeinderat über das Projekt Stadt-Land-Dialog mit dem Stadtteil Freiburg-Mooswald. Der Gemeinderat beschloss auf Vorschlag von Frau Bliestle einstimmig, dass bei Veranstaltungen im Rahmen der Stadt-Land-Partnerschaft künftig keine Mietkosten für die Eichstetter Einrichtungen wie z.Bsp. Festhalle, Zehntscheuer, Veranstaltungs- und Informationspavillon vom Bürgerverein Mooswald erhoben werden. Im Gegenzug verpflichtet sich der Bürgerverein Mooswald die Stadteigenen Einrichtungen ebenfalls kostenlos an Eichstetter Betriebe und Vereine zu überlassen.

Im Anschluss gab Bürgermeister Kiechle hierzu noch 2 Termine bekannt:

    a)     Am 18. September 2005 wird sich der Stadtteil Mooswald im Rahmen der Stadt-Land-Partnerschaft in der Eichstetter Festhalle vorstellen.

    b)    Am 24.09.2005 findet in Freiburg (Rathausplatz oder Augustinerplatz) ein „Stadt-Land-Markt“ statt, wobei sich Eichstetten ebenfalls durch einen Gemüse- und einen Weinstand präsentieren kann.


Bürgermeister Kiechle gab zudem folgendes bekannt,
a)    Dass die Kosten für die landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen beim Ausbau des Rückhaltebeckens Breitenweg voraussichtlich reduziert werden können. Die Kosten der Gesamtmaßnahme werden sich somit von rd. 700 T€ auf 650 T€ reduzieren.

b)    Die Einspruchsfrist für die Anfechtung der Bürgermeisterwahl ausläuft. Bislang seien noch keine Einsprüche bei der Gemeinde eingegangen.


Gemeinderat Alexander Lüth als Vertreter des Arbeitskreises jüdische Geschichte im Heimat- und Geschichtsverein  dankte daraufhin Bürgermeister Kiechle und Herr Michael Bruder (als neu gewähltem Bürgermeister) für ihr Erscheinen beim Benefizkonzert in der evangelischen Kirche am 24.07.2005. Bei dem Konzert konnten 700,00 Euro an Spenden gesammelt werden, so dass nun ein Gesamtbetrag in Höhe von 2.000 Euro dem Arbeitskreis für die Aktion „Stolpersteine“ zur Verfügung stehen.

    

TOP 5.    Fragen der Einwohner/innen

Die Fragen aus dem Zuhörerbereich betrafen das Parken auf Gehwegen im Ort, evtl. Nachteile bei der Verkabelung der Stromoberleitungen bei Blitzeinschlag, defekte Bildschirmstation am Informations- und Veranstaltungspavillon, defekte Straßenbeleuchtungseinrichtungen in der Hebel-, Marien- und Wiesenhofstraße, sowie den Ausbau der Dillstraße.

Volker Berwing, Schriftführer

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