Kurzbericht aus der öffentlichen Sitzung des Eichstetter
Gemeinderates am 23. November 2006 (Nr.15/2006)
1. Erstellen eines Gewässerentwicklungsplanes;
Vorstellung der Vorteile und des Nutzens für die Gemeinde, Grundsatzbeschluss
Bürgermeister Michael Bruder begrüßte
zu diesem Thema Herrn Harald Klumpp vom Landratsamt und Herrn Fabian Mayer,
der als Student der Forstwissenschaft an der UNI Freiburg ( und als Eichstetter)
im Rahmen einer solchen Planentwicklung seine Diplomarbeit erstellen
würde. Herr Klumpp wies zunächst auf das von Fabian Mayer beim
Landratsamt absolvierte Praktíkum hin und informierte auch über
rechtliche Grundlagen und Fördermöglichkeiten ( 50 %) sowie darüber,
dass in Eichstetten im Unterschied zu den Nachbargemeinden noch kein Gewässerentwicklungsplan
(GEP) besteht. Fabian Mayer zeigte in seiner Präsentation unter anderem
Wege auf, wie die Aufgabe zum Erhalt bzw. Wiederherstellung der Funktion
der Gewässer in Natur - und Wasserhaushalt erreicht werden kann. Gewässer
wären danach durch lenkende Eingriffe (Anschubmodelierung), zielgerechte
Unterhaltung in ihrer selbstgestalterischen Tätigkeit geringst möglich
einzuschränken. Weitgehend kann dies durch eine gezielte Gewässerunterhaltung
erfolgen. Als fachliche Grundlage dient hier der GEP.
Erläutert wurden die Vorteile und der Nutzen des
GEP auch in finanzieller und ideeller Hinsicht. Bürgermeister Bruder
wies darauf hin, dass die Erstellung des GEP über ein einzuschaltendes
Landschaftsplanungsbüro laufen würde, während die Diplomarbeit
von Herrn Mayer hierbei als Schwerpunkt Zusatzaspekte wie u.a. historische
Gewässernutzung, Umbau bzw. Umgestaltung der Gewässer u.s.w. betrifft.
Die Dokumentation wird in Text, Bilder, Karte auch digital erfolgen. Der
GEP kann in Eichstetten auf ein vorhandenes Entwicklungskonzept aufbauen.
In der Beratung im Gemeinderat verwies Albert Schmidt darauf, dass Eichstetten
zwar noch keinen Entwicklungsplan habe, jedoch gerade in der Biotopvernetzung
führend war. Eichstetten hat in der Flurbereinigung eigene Gemeindeflächen
für die Uferrandstreifen zur Verfügung gestellt. Andreas Hiß
sprach das Entstehen eventuell weiterer Biotope und das Spannungsfeld Landwirtschaft/
Naturschutz an. Helmut Schöpflin bestätigte die Konstellation der
Mitwirkung im Rahmen der Diplomarbeit als Glücksfall und sah den gemeindlichen
Nutzwert deutlich über dem finanziellen Aufwand der Gemeinde. Der Gemeinderat
stimmte einstimmig der vorgeschlagenen Vorgehensweise zur Erstellung des
GEP zu. Für das Projekt mit den kalkulierten Kosten soll umgehend
ein Förderantrag ( Zuschuss 10.000,00 EUR) gestellt werden.
2. Friedhofsumgestaltung und -erweiterung
Für den gebildeten Arbeitskreis, bestehend aus Evi
Graf, Heinrich Meier, Wolfgang Stein (aus Gemeinderat), Antonia Kiechle,
Ruth Meier, Friedrich Wiedemann, Joachim Bihl (als Einwohner/innen) und Bürgermeister
Bruder, Karin Hunn, Walter Erschig und Walter Danzeisen ( Verwaltung/ Bauhof)
berichtete Ruth Meier über die bisherigen Ergebnisse und auch die Handlungsvorschläge
. So sollen unter anderem die restlichen alten Wasserentnahmestellen erneuert
und eine Neuanpflanzung von Bäumen im Mittelgang des Friedhofs erfolgen.
Die Entsorgungsboxen für Blumenabfälle u.a. sollen aus dem hinteren,
rechten Bereich des Friedhofs in einen anderen Randbereich verlegt und die
Fläche rekultiviert werden. Weitere Vorschläge betrafen das Urnen-
und Einzeltiefergräberfeld, eine Platzgestaltung als Begegnungsfläche
und im Bereich der Friedhofserweiterung auch das Versetzen der vorhandenen
Garage. Ansonsten wurde für die Erweiterung vorgeschlagen, 2007
eine Geländeaufnahme, Festlegung des Kostenrahmens und ein Wettbewerb
unter drei Planungsbüros vorzunehmen. Im bisherigen Bereich könnten
kleinere Änderungen realisiert werden. 2008 soll dann die konkrete Planung
in der Bürgerversammlung vorgestellt werden, um anschließend die
Auftragsvergabe und die Umsetzung der Maßnahme zu erzielen. Bürgermeister
Bruder bedankte sich bei allen Mitgliedern des Arbeitskreises, bei Karin
Hunn für die Ausarbeitung und bei Ruth Meier für den Vortrag der
Präsentation. Der Gemeinderat stimmte der Vorgehensweise einstimmig
zu. Karl Meier regte an, schon kurzfristig bei den Wasserentnahmestellen
auch behelfsmäßig bessere Unterstellmöglichkeiten für
die Kannen zu schaffen.
Bild anfügen : Eichstetten12.JPG
3. Freiwillige Förderung von Solaranlagen durch
die Gemeinde; Änderung der Richtlinien
Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag einstimmig zu, die
Richtlinien zum 1.1.2007 zu ändern. Es sollen wiederum 5.000 Euro für
Förderungen in den Haushalt eingestellt werden. Der Zuschuss pro qm
Kollektorfläche soll jedoch von bisher 50 € auf künftig 30 € gesenkt
werden, um mit dem eingesetzten Gesamtbetrag noch mehr Antragsteller berücksichtigen
zu können. Mit der freiwilligen Förderung trägt die Gemeinde
auch zu dem beachtlichen Ergebnis der Sonnenenergienutzung in Eichstetten
bei, wie Dieter Rinklin für die Verwaltung berichten konnte. Die jährlichen
Meldungen zur Solarbundesliga ergaben zuletzt 387 qm Kollektorfläche
Solarthermie und 270 kW Photovoltaik-Leistung. Eichstetten liegt damit bundesweit
mit 75 erreichten Punkten bei Kleinstädten auf dem 125. Rang, im Land
Baden-Württemberg auf Rang 39 und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
auf Rang 2.
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4. Bauantrag
Es wurde einer Befreiung von den Bebauungsplanvorschriften
Dorfgraben für eine Zaunanlage zugestimmt.
5. Bekanntgaben der Verwaltung
Bürgermeister Bruder informierte über die vom
Bauhof installierte neue Beschilderung des Wanderwegenetzes.
6. Anfragen aus dem Gemeinderat ( lagen nicht
vor).
7. Fragen der Einwohner/innen
Angeregt wurde aufgrund der neuen Wanderwegbeschilderung
der künftige Verzicht auf die Beschilderung der beiden Rundwanderwege
( R1 und R 2 ) im Ort.
Diese Anregung wird die Gemeinde mit dem Wanderverein
und auch dem Gewerbeverein besprechen.
Angesprochen wurde auch die schlechte Ausbesserung des
Dreisamdamm-Radweges zwischen March und Freiburg. Grober Schotter verhindert
eine derzeitige Nutzung.
Ein Zuhörer bot der Gemeinde nicht mehr benötigte
U-Steine als vorübergehende Lösung zur Anregung von Gemeinderat
Karl Meier bei TOP 2 ( Abstellen der Wasserkannen unter den Brunnen) an.
Dieter Rinklin, Schriftführer