Kurzbericht aus der  öffentlichen Sitzung des Eichstetter  Gemeinderates am 18. Januar 2007 (Nr.1/2007)


1.    Beratung und Beschlussfassung über die Haushaltssatzung 2007    
    Nach der Vorstellung der Eckdaten der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan für 2007 durch Rechnungsamtsleiter Volker Berwing und einer  anschließenden kurzen Beratung wurde die Haushaltssatzung 2007 vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Es wird hierzu auf die ausführlichen Haushaltsinformationen in diesem Nachrichtenblatt verwiesen.
2.    Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Ortsumfahrung Bötzingen und Eichstetten L 114/116
    Die den Gemeinderäten vorliegenden Erläuterungen zum Inhalt des Planfeststellungsverfahrens wurden auch für die Zuhörer dargestellt. Mit den von der Baumaßnahme nur gering betroffenen sechs privaten Eigentümern auf Eichstetter Gemarkung hat die Gemeinde einen besonderen Erläuterungstermin unter Teilnahme einer Vertreterin des Regierungspräsidiums vereinbart. Auf die öffentliche Auslegung des gesamten Planwerks vom 22.1. bis 20.2.07 im Rathaus wurde nochmals verwiesen. Der Gemeinderat befürwortete den Verwaltungsvorschlag, dass Eichstetten mit einer schon frühzeitigen Zustimmung zum Verfahren eine zügige Fortführung der Planung unterstützt Eine schnellstmögliche Verwirklichung dieser gerade für unseren Ortskern mit Dreisambrücke und enger Bötzinger Straße wichtigen Ortsumgehung soll angestrebt werden. Der einstimmige Zustimmungsbeschluss umfasste auch
    a) die Unterstützung der Planaussage, dass der Bauabschnitt II zwischen der K 4977 (March-Bötzingen) und dem Bauende bei Eichstetten während der insgesamt 18-monatigen Bauzeit zuerst gebaut werden sollte,
    b) nochmals die Anregung/Forderung zum Umbau der jetzigen Eichstetter Anbindung an die Umgehungsstraße in einen Kreisverkehr zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an dieser bisher sehr ungünstigen Ein/Ausfahrt,  
    c) die Feststellung, dass man eine nochmalige Beteiligung Eichstetter Grundstücke an einem neuen Flurneuordnungsverfahren nicht für gerechtfertigt ansieht, da in der bereits abgeschlossenen Bereinigung L 114 Flächen zur Verfügung gestellt wurden.
3.    Vergabe der Planungsleistungen für das Erstellen eines Gewässerentwicklungsplanes
    Der Gemeinderat beschloss die Beauftragung des Ingenieurbüros Dietrich, Freiburg mit dem Erstellen eines Gewässerentwicklungsplanes. Die Aufstellung des Planes war in einer vergangenen Sitzung schon befürwortet worden. Den anfallenden Honorarkosten von 20.230,00 Euro stehen Einnahmen aus einem bereits bewilligten Landeszuschuss von 10.000,00 Euro gegenüber.
4.    Vorstellung des Projektes „Eichstetter Kochbuch“
    Als Initiatoren dieses Projektes nahmen Frau Christa Rinklin und Frau Annette Pfau gerne die Gelegenheiten war, um dem Gremium mit verschiedenen Textentwürfen ihr Konzept näher vorzustellen. Die „kulinarische Visitenkarte“ in Form eines Kochbuchs soll eine Hommage an die Eichstetter/Kaiserstühler Kochkunst und –tradition sein und kann darüber hinaus als charmanter Botschafter und Werbeträger für den Tourismus in Eichstetten wirken. Das Projekt kann im Sinne des bürgerschaftlichen Engagements betrachtet werden unter anderem auch unter Beteiligung der Landfrauen bei Text-Recherchen. Mit einem 16 x23 cm Format und mit ca. 70-80 Seiten Umfang strebt man eine Verwirklichung zum Weihnachtsmarkt 2007 an ( auch als Geschenkidee). Bei einer Auflage von 1.000 Stück mit geschätzten Kosten von 7.000,00 Euro zuzügl. Fotografie stellt man sich eine Kostendeckung bei einem Verkaufspreis von 8,50/Stück vor. Der Gemeinderat sprach sich für die Verwirklichung des Projektes aus. Gemeinderat Lüth regte noch an, dass auch die Aufnahme von typischen Rezepten aus den Partnergemeinden ein schönes Zeichen der Verbundenheit darstellen könnte.
5.    Natura 2000; Erweiterung des bestehenden Vogelschutzgebietes, Nachmeldung 2006
    Der Gemeinderat befürwortete den von Lothar Höfflin erläuterten Verwaltungsvorschlag, dass man für den vorgesehenen Bereich entlang der Bahlinger Gemarkungsgrenze eine Festsetzung der Gebietsgrenze exakt entlang der tatsächlichen Gemarkungsgrenze  beantragen soll. Der Einbeziehungsvorschlag berücksichtigte diese im Flurbereinigungsverfahren Hättlinsberg geänderte Grenzlinie noch nicht, sodass z.T. Eichstetter Flächen unter Zerschneidung von Grundstücken mit enthalten waren. Diese würde somit entfallen.
6.    Aufstellungsbeschluss für eine Klarstellungssatzung nach § 34 Baugesetzbuch
    Der Gemeinderat befürwortete die Aufstellung einer solchen Satzung sowie auch die Erstellung örtlicher Bauvorschriften, um ein Grundstück für Bauzwecke zur Innerortslage hinzu zu erklären. Diese Fläche an der Geitzbachstraße ist im Flächennutzungsplan als mögliche bauliche Entwicklungsfläche schon enthalten. Alle anfallenden Kosten sind vom Eigentümer zu übernehmen. Das Verfahren kann nun eingeleitet werden.
7.    Bauantrag
    Befürwortet wurde der Antrag auf Erweiterung einer Zahnarztpraxis in der Bahlinger Straße.
8.    Bekanntgaben der Verwaltung
    Bürgermeister Michael Bruder berichtete über die erfreulich positive Abrechnung der Turmbaukosten „Eichelspitze“. Der Förderverein hat seinen angekündigten Finanzierungsanteil über Spenden voll erfüllt. Die Anteile der beteiligten Kommunen konnten gesenkt werden. Informiert wurde über einen Beschluss aus nichtöffentlicher Sitzung zur Verwirklichung der Pflegewohngruppe im Adler – Garten.
9.    Anfragen aus dem Gemeinderat
    Evi Graf sprach vier Themen an : Reinigung von Straßenleuchten, Geruchsentwicklung durch evtl. Verbrennen nicht zulässiger Materialien in Öfen , Namensschilder beim Neubürgerempfang zur leichteren Kontaktaufnahme und Sachstand beim Arbeitskreis „ Aussichtsstelle Burg“. Friedhelm Rinklin wies auf ein seit längerem loses Verkehrsschild im Mariengässle hin.
10.Fragen der Einwohner/innen
    Es wurden als Themen angesprochen: Feuerung in Öfen und widerrechtliches Verbrennen verschiedener Materialien auf „Brandplätzen“ in der Gemarkung. Das Kochbuch – TOP 4 -  wurde auch als Firmengeschenk für interessant bestätigt.
    Angeregt wurde eine Berichtigung der Beschriftung beim Wasserturm. Ein Zuhörer stellte in Frage , ob das Projekt „Kochbuch“ eine Aufgabe der Gemeinde sei.

Dieter Rinklin, Schriftführer

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