Kurzbericht aus der  öffentlichen Sitzung des Eichstetter  Gemeinderates am 10. Mai 2007 (Nr.7/2007)



1.    Eventuelles Baugebiet Nohl; Entscheidung zur Auswahl einer Gesellschaft für Baulandentwicklung und für Erschließungsträgerschaft
    Bürgermeister Bruder berichtete über die persönlichen Vorstellungen der drei Anbieter  STEG Stadtentwicklung Südwest gemeinnützige GmbH, Stuttgart und Rottweil, EnBW Regional AG, Stuttgart, Regionalzentrum Rheinhausen und KBB GmbH, KommunalBeratung & Baulanderschließung, Freiburg i.Br. vor dem Gemeinderat sowie auch über die wesentlichen Inhalte der schriftlichen Angebote. Der Gemeinderat entschied sich in geheimer Abstimmung mit 9 Stimmen für die KBB GmbH, Freiburg. 2 Stimmen gab es für die EnBW und 1 Stimme für die STEG. Damit wird nun die beauftragte Gesellschaft in einem ersten Verfahrensschritt  die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer im Nohl zu den von der Gemeinde als Voraussetzung für eine Baulandentwicklung vorzugebenden Kriterien ermitteln.
2.    Hochwasserrückhaltebecken Steinenweg; Grundsatzentscheidung zur Einleitung von Verfahrensschritten für Sanierung/ Ausbau
    Mit 9 JA-Stimmen und 3 Enthaltungen fasste der Gemeinderat den Beschluss zur Einleitung von Verfahrensschritten für den Ausbau /Sanierung des Regenrückhaltebeckens Steinweg. Geeignete Planungsbüros sollen zur Vorstellung eingeladen werden. Mit diesem Beschluss wird die Gemeinde den seit einiger Zeit  nach den Ergebnissen einer Sicherheitsüberprüfung bekannten Erfordernissen nachkommen, um keinem Haftungsrisiko bei plötzlichen übermäßigen Regenwasserereignissen ausgesetzt zu sein. Der Hochwasserschutz für alle Unterlieger muss verbessert werden. Vorausgegangen war eine intensive Diskussion im Gemeinderat über den Bedarf einer solchen Sanierung. In diesem Zusammenhang hatte auch ein Antrag von GR Albert Schmidt auf Vertagung des Themas keine Mehrheit gefunden. Ziel des Antrags von Herrn Schmidt war eine sichere Zusage der Wasserbehörden, dass man von der Gemeinde bei künftigen Baugebieten trotz dieser kostenaufwendigen Sanierung nicht noch weitere Rückhaltungen fordert. Bürgermeister Bruder sicherte beim letztlich gefassten Zustimmungsbeschluss zu, dass eine solche Abklärung mit der Wasserbehörde  vorgenommen wird. Auch die Anregung von GR Karl Meier zur Einrichtung eines weiteren Pegels im Bach im Oberdorf ( neben einem im Unterdorf) zur späteren Steuerung eines geregelten Wasserablaufs wurde aufgenommen. Bei großen Regenereignissen soll das sanierte Becken verstärkt Wasser zurückhalten, damit das unterhalb in den Dorfbach laufende Wasser von diesem möglichst schadlos abgeleitet werden kann. Ebenfalls auf Anregung von Karl Meier sollen auch die Zuläufe in das Becken aus der Umgebung überprüft  und falls möglich auch weitere Zuläufe in das Becken umgeleitet werden. Damit könnte der Nutzen des Beckens erhöht werden.
3.    ELR-Maßnahmen Prachtkinzig und Geitzbach (Teil 1); Entscheidung über Planungsbüro
    Der Gemeinderat befürwortete den Verwaltungsvorschlag und stimmte der Beauftragung des Ing.-büros Keller, Vogtsburg  zu.
4.    Finanzierung der Projekte der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH für 2007 /2008
    Der Gemeinderat befürwortete die finanzielle Unterstützung mit 1.400 € in 2007 unter der Voraussetzung einer Unterstützung durch alle Gesellschaftergruppen. Desweiteren soll bei der Gesellschafterversammlung im Mai dem weitgehenden Verzehr des Stammkapitals zugestimmt werden. Ab 2008 soll auch eine jährliche Zeichennutzungsgebühr für die Regionalmarke „ kaiserlich genießen “von voraussichtlich 2.000 € geleistet werden.
5.    Kindergarten; Vergabe des Auftrages für Türbeschichtungen
    Nach einer kurzen Beratung über den Umfang dieser Arbeiten stimmte der Gemeinderat der Vergabe des Auftrages zum günstigsten Angebot von 6.069,00 EUR incl. MwSt an die Firma Müllerschön, Umkirch zu. Es waren insgesamt vier Firmen ( zwei aus Eichstetten) um Angebote gebeten worden. Gemeinderat Karl Meier bat um Beachtung, dass bei der Beschichtung die für Kindergärten geltenden Sicherheitsvorschriften beachtet werden und erinnerte damit an die notwendig gewesenen Abrundungen der Türblätter beim Bau des Kindergartens.
6.    Satzung „Schambach“ mit örtlichen Bauvorschriften
    Mit der Befürwortung der von Planer Ruppel, Waldkirch vorgestellten Abwägungen zu den eingegangenen Bedenken und Anregungen (hauptsächlich seitens des Landratsamtes) konnte in dieser Sitzung auch der Abschluss dieses Verfahrens zur Einbeziehung eines bisherigen Außenbereichsgrundstücks im Geitzbach in den Ortsbereich mit dem Satzungsbeschluss abgeschlossen werden.
    Die Satzung wird im nächsten Nachrichtenblatt noch zum Inkrafttreten bekannt gemacht.  
7.    Bauanträge
    Drei Baugesuche wurden vom Gemeinderat befürwortet.
8.    Bekanntgaben der Verwaltung
    Die Information der Verwaltung, dass sich eine Stellungnahme der Gemeinde zu einer Bebauungsplanänderung in Gottenheim erübrigt, wurde vom Gemeinderat zustimmend zu Kenntnis genommen.
    Bürgermeister Bruder informierte über die installierten  Webcams beim Rathaus und auf dem Eichelspitzturm, über die man auf der homepage der Gemeinde regelmäßig aktualisierte Bilder einsehen kann. Informiert wurde auch über die neue örtliche Wanderkarte und das neue Unterkunftsverzeichnis.
9.    Anfragen aus dem Gemeinderat
    Alexander Lüth regte eine ansprechendere Gestaltung der INFO-Lauben an den Ortseingängen an. Auf Anfrage von Karl Meier informierte Bürgermeister Bruder darüber, dass der zum besseren Wasserablauf von der Straßenmeisterei geräumte Seitenstreifen neben der Hauptstraße (Ortseinfahrt) wieder begrünt werde. Evi Graf erkundigte sich nach der besprochenen Umgestaltung beim Dreispitz. Diese soll im Herbst noch ausgeführt werden.
10.Fragen der Einwohner/innen
    Eine Anfrage betraf die erneut beschädigte Scheibe beim PC am Pavillon. Bezüglich der Bildrichtungen  der Kamera auf der Eichelspitze wurde eine Textberichtigung angeregt. Angeregt wurde die Aufstelllung weiterer Sitzbänke vor der Friedhofshalle. Im Zusammenhang mit dem beschlossen Verfahren zur Sanierung des Rückhaltebeckens Steinenweg kritisierte ein Anwohner des oberen Dorfbaches den zum Teil schlechten Zustand der Bachbefestigung und sah Zweifel an einem verbesserten Hochwasserschutz bei Ausbau des Beckens, da viel Regenwasser erst unterhalb des Beckens aus den Seitentälern hinzukommt. Die Gemeinde wird die geschilderte Situation vor Ort prüfen.

Dieter Rinklin, Schriftführer

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