Kurzbericht aus der  öffentlichen Sitzung des Eichstetter  Gemeinderates vom 06. März 2008


1.    Gewässerentwicklungsplan; Beratung und Zustimmung
    Bürgermeister Bruder  erinnerte an die Behandlung des Entwurfs in einer öffentlichen Sitzung im Dezember und verwies auf die Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Herr Glaser vom Planungsbüro Dietrich, Freiburg stellte den Plan mit seinen wesentlichen Inhalten vor. Er führte auch positiv die Mitwirkung des Arbeitskreises mit Landwirtschaftsausschuss und Angelsportverein unter  Beteiligung der Mühlenbesitzer und auch die Mitwirkung von Fabian Mayer im Rahmen seiner Diplom-Arbeit an. Anhand mehrerer Einzelbeispiele zeigte Herr Glaser die drei Vorgehensweisen Erhalten – Entwickeln – Umgestalten
    auch in ihren Unterschieden auf. Die im Plan mit dargestellte Prioritätenliste wurde erläutert. In der Beratung merkte Gemeinderat Andreas Hiß an, dass verschiedene Anregungen aus Sicht der Landwirtschaft nicht realisierbar seien und z.B. ein Geländeerwerb durch die Gemeinde neben dem Mühlkanal zudem zu teuer wäre. Gemeinderat Albert Schmidt verwies bezüglich der angeregten Veränderungen am automatischen Wehr in der alten Dreisam auf dessen Entwässerungsfunktion und die Tatsache, dass der Flutkanal schon früher leer gewesen sei. Er bat auch zu überlegen, ob neue Maßnahmen gemacht werden sollen, wenn schon die Unterhaltung der bisherigen Biotopvernetzungsmaßnahmen so aufwendig und teuer für die Gemeinde kämen.
    Bei zwei Stimmenthaltungen beschloss der Gemeinderat:
    a) Zustimmung zum Plan als Handlungsempfehlung,
    b) Einrichtung eines Arbeitskreises mit Interessierten, initiiert durch die Verwaltung zur Prüfung und Vorbereitung von Handlungsvorschlägen für Einzelentscheidungen im Rat.
2.    EDV-Anlage im Rathaus; Vergabebeschluss
    Nach der Vorstellung des Ausschreibungsverfahrens und der Ergebnisse durch Lothar Höfflin, EDV-Sachbearbeiter in der Gemeindeverwaltung beschloss der Gemeinderat mehrheitlich folgende Vergaben jeweils zum günstigsten Angebot (Brutto-Preise):
    a)    Lieferung der Hardware an Fa. Bechtle GmbH&Co.KG  für 16.060,60 €,
    b)    Lieferung der Software an die Kommunale Informationsverarbeitung Baden-    Franken für 6.396,02 €,
    c)    Installation der neuen EDV-Anlage an die Kommunale Informationsverarbeitung     Baden-Franken für 5.365,- €.
3.    Auftragsvergabe zur Lieferung eines Aufsitzrasenmähers zur Grünanlagenpflege
    Rechnungsamtsleiter Volker Berwing stellte das Ausschreibungsverfahren vor und erläuterte die Einsatzbereiche des anzuschaffenden Mähers. Die Pflege von Grünflächen hat für den Gemeindebauhof deutlich zugenommen. Es wurde auch ein Vergleich zu den bisherigen Kosten für Anmietung (zuletzt im Durchschnitt ca. 2.000 € jährlich) dargestellt.
    Der Gemeinderat vergab mit einstimmigem Beschluss den Auftrag zur Lieferung des vorgestellten Aufsitzrasenmähers an den günstigsten Bieter, die Firma Wolf Landtechnik Inh. Manfred Wiedemann zum Preis von 17.346,94 € (brutto).
4.    Neue Wertgrenzen im Vergaberecht; Antrag der Gemeinderäte Helmut Schöpflin und Alexander Lüth für einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates zur Anwendung
    Gemeinderat Helmut Schöpflin erläuterte den Antrag und Beschlussvorschlag, dass die Gemeinde ab sofort von den neuen Möglichkeiten bei der Vergabe ihrer öffentlichen Aufträge Gebrauch machen sollte und diese bis zu folgenden Wertgrenzen freihändig vergibt bzw. beschränkt ausschreibt:
    VOB-Bereich (Vergabe Bauleistungen):
    - Freihändige Vergabe:                20.000 €
    - Beschränkte Ausschreibung
        -Ausbaugewerke                40.000 €
        -Rohbau,Verkehrswegebau,Tiefbau    75.000 €
        -mit vorgeschaltetem überregionalen
         Teilnahmewettbewerb                  100.000 €
    VOL-Bereich ( Vergabe von Lieferungen und Leistungen)
    - Freihändige Vergabe                10.000 €
    - Beschränkte Ausschreibung            40.000 €.
    Begründet wurde der Antrag insbesondere mit einer Verringerung des Verwaltungsaufwands und der Nutzung der Möglichkeiten zur Stärkung der heimischen Wirtschaft. Bürgermeister Michael Bruder wies darauf hin, dass diese neuen Wertgrenzen in der Verwaltung zur Anwendung bekannt sind. Auch bei einer freihändigen Vergabe wird die Gemeinde den Grundsatz des wirtschaftlichen Handelns zu beachten haben, d.h. Vergleichspreise sind einzuholen.
    Der beantragte Beschluss  wurde vom Gemeinderat einstimmig gefasst.
5.    Bauanträge
    Ein Antrag für eine Nutzungsänderung im Gewerbegebiet Bruckmatten wurde befürwortet. Ein Nachtragsbaugesuch zu einem Vorhaben im Röthenbach nahm der Gemeinderat zur Kenntnis.
6.    Bekanntgaben, Anfragen
    Bürgermeister Bruder konnte über die erfreuliche Bewilligung von Zuschüssen im Rahmen des ELR-Programms berichten und zwar für die gemeindlichen Projekte Geitzbach – Teil 2 – (133.400 €) und Platzgestaltung beim Aumühleschopf (23.500 €) sowie für ein privates, gewerbliches Vorhaben ( 22.300 €).
    Eine Anfrage von Gemeinderätin Nicola Tschiggfrei betraf die Gründe für  Entschädigungszahlungen der Gemeinde für Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr im Unterschied zu Einsätzen des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes (ohne Entschädigung). Bürgermeister Bruder und Rechnungsamtsleiter Volker Berwing wiesen hierzu auf das Feuerwehrwesen als gemeindliche Pflichtaufgabe und die hierfür bestehende Feuerwehrentschädigungssatzung hin. Gemeinderat Helmut Schöpflin schlug vor, dieses Thema trotz der gesetzlichen Vorgaben aufzugreifen und im Gemeinderat einmal zu beraten. Für den DRK Ortsverein berichtete  Gemeinderat Karl Meier über den Aufwand für Einnahmenbeschaffung und darüber, dass man  für Einsätze keinen Materialersatz oder  Fördermittel erhalte.
7.    Fragen der Einwohner/innen
    Als Themen wurden angesprochen der Umfang der Hardware-Beschaffung im Rathaus, die geplante Einrichtung eines Horts an der Schule (anstelle im Gebäude Aumühleschopf) und auch das Konzept einer offenen Ganztagsbetreuung an der Schule.

Dieter Rinklin, Schriftführer

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