Kurzbericht aus der öffentlichen Sitzung des Eichstetter Gemeinderates vom 16. Juli 2009

 

1.  Gestaltung der Grün-, Spiel- und Ausgleichsflächen im Gebiet Nohl

     Herr Dipl.- Ing. Hartmann vom Planungsbüro Fischer stellte dem Gemeinderat die mit dem Arbeitskreis entwickelten Planungsentwürfe im Einzelnen vor. Erläutert wurden auch die als verkehrsberuhigte Zone vorgesehenen Kreuzungsbereiche zwischen Grünanlagen und Erschließungsstraßen Burgunderweg und Muskatellerweg. Frühzeitig sind die Besitzer von Baugrundstücken mit einbezogen, ebenso die Schule und der Kindergarten wegen evtl. späterer Projekte. Auch der Bauhof der Gemeinde wurde wegen der späteren Pflege der Anlagen angehört und wird weiter beteiligt. Es wurde darüber informiert, dass der Kostenrahmen des Erschließungsträgers eingehalten werden soll. Nach der Ausschreibung wird man die Ergebnisse für weitere Entscheidungen vorliegen haben. Vor der Vergabe durch die KBB GmbH als Erschließungsträger wird die Gemeinde nochmals gehört werden. Während der Beratung im Gremium konnte Herr Hartmann unter anderem auch die Anfrage beantworten, dass die Anzahl der geplanten Bäume dem Konzept der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen  für die Bebauungsplanung entspricht. Der Gemeinderat stimmte dem Konzept grundsätzlich einstimmig zu. Nach der Ausschreibung werden Detailfestlegungen erfolgen, sodass ab November 2009 mit den Maßnahmen begonnen werden kann.

2.  Feststellung der Jahresrechnung 2008 und Zwischenbericht zur Entwicklung 2009

Ein erfreuliches Ergebnis erbrachte der von Rechnungsamtsleiter Volker Berwing informativ erläuterte Rechenschaftsbericht für das vergangene Jahr. Die  Informationen wurden den zahlreichen Zuhörern auch  als Broschüre verteilt. Es war keine Rücklagenentnahme und keine Kreditaufnahme notwendig. Alle Ausgaben konnten durch laufende Einnahmen im Rechnungsjahr gedeckt werden. Es war eine geringe Rücklagenzuführung möglich. Die deutlich höher als vorher geschätzt im Verwaltungshaushalt erwirtschaftete Zuführung an den Vermögenshaushalt (911.176,74 €) war mit wesentlicher Grund für die Umsetzung der zahlreichen Investitionsmaßnahmen im Vermögenshaushalt. Nach der Beratung stimmte der Gemeinderat der Jahresrechnung 2008 einstimmig zu. Das Haushaltsjahr 2008 schloss im Verwaltungshaushalt mit 6.866.187,26 €, im Vermögenshaushalt mit 1.472.928,44 €, somit insgesamt mit 8.339.115,70 € ab. Der Endbestand der allgemeinen Rücklage betrug zum Jahresende 2.625.513,55 €.

Zur Haushaltsentwicklung 2009 berichtete Herr Berwing, dass bisher keine auffallenden Abweichungen von der Planung bestehen und sich auch die Finanzkrise zumindest bisher nur zum Teil bemerkbar mache. Für das Jahr 2011 spätestens prognostizierte er eine stärkere Auswirkung der Wirtschaftskrise auf den kommunalen Haushalt. An seinen Dank an Herrn Berwing für die Berichte schloss Bürgermeister Bruder  das beabsichtigte Vorgehen der Gemeinde an, auch das künftige Handeln wieder an dem auszurichten, was entsprechend der Entwicklung machbar erscheint.

3. Bauanträge

     Einem kleineren Bauvorhaben erteilte der Gemeinderat das Einvernehmen der Gemeinde. Einem 2. Nachtragsbaugesuch wurde das Einvernehmen versagt, da man das im Innenbereich erforderliche Einfügen in die nähere Umgebung aufgrund veränderter Ausführungen nicht mehr für gegeben erachtet.

4.  Bekanntgaben, Anfragen

     Bürgermeister Bruder berichtete über Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung und zwar die Verlängerung einer befristeten Teilzeitbeschäftigung um ein Jahr im Bauhofbereich sowie den beschlossenen Grunderwerb für ein Grundstück im Gewann Mühlacker. Informiert wurde auch über den Baubeginn zur Sanierung der Fenster in der Schule und die Abwicklung in den Sommerferien.

     Gemeinderätin Evi Graf trug das Anliegen einer Einwohnerin wegen Sicherheitsverbesserungen für Kinder zur Überquerung des Altwegs an der Einmündung der Mühlenstraße vor. Das Thema soll auf einer nächsten Verkehrsschau behandelt werden.         

5.  Fragen der Einwohner/innen

     Als Themen wurden neben kleinen Mängelhinweisen angesprochen die Entwicklung der Gewerbesteuer, das weitere Verfahren in der Planfeststellung Ortsumgehung L 114/116 nach dem erfolgten Erörterungstermin und die Mauerfreilegung beim Bruderhäusle auf der Eichelspitze. Ein Hinweis zur Veröffentlichen des Härtegrades Trinkwasser im Nachrichtenblatt als Auszug aus der letzten Wasseruntersuchung schloss die Sitzung ab.


Dieter Rinklin, Schriftführer

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