1. Überarbeitung
der Qualitätskriterien der Feuerwehr in Eichstetten; Vorstellung
des künftigen
Feuerwehrbedarfes nach den Hinweisen zur Leistungsfähigkeit einer
Feuerwehr
Nach einem Dank von
Bürgermeister Michael Bruder an alle
Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr für Ihren wichtigen
ehrenamtlichen
Einsatz zur Erfüllung dieser Pflichtaufgabe der Gemeinde konnte Feuerwehrkommandant Walter Erschig dem
Gemeinderat und den zahlreichen Zuhöreren, unter denen sich viele
Feuerwehrkamerden befanden, die Qualitätskriterien und die
Hinweise zur
Leistungsfähigkeit der Wehr umfassend vortragen. Nach Mitteilung
der
grundsätzlichen Aufgaben nach dem Feuerwehrgesetz und
verschiedenen
Ausgangsdaten (so z.B. 62 Feuerwehrangehörige, 13
Jungendfeuerwehrangehörige, 26
Mitglieder in der Altersabteilung) ging Herr Erschig auf die
Risikoanalyse in
der Gemeinde und die Brandschutzbedarfsplanung ein. Es wurde die
Mindestausstattung bei technischer Hilfeleistung durch eine Wehr und
der
Fahrzeug bzw. Gerät – Istbestand bzw. auch der Soll-Bestand nach
neuer
Konzeption aufgeführt. Es wurde die Zusammenarbeit mit den Wehren
in
Nachbargemeinden auch hinsichtlich der Geräteanforderung
erläutert. Im Ausblick
zur Investitionsplanung wurden folgende Maßnahmen
vorgeschlagen: Aufstellen eines
Hochwasseralarmplanes, die Ersatzbeschaffung für das Löschgruppenfahrzeug
16/TS durch einen Gerätewagen Logistik in
2010, die Ersatzbeschaffung für das Tanklöschfahrzeug 16-25 durch ein Löschgruppenfahrzeug 10-6
in
2012 sowie die Umstellung des Funks von Analog auf Digital 2012. In der
anschließenden Beratung im Gremium regte Heinrich Meier an, dass
man bei den
Grundlagedaten auch die künftigen Gebiete Nohl und Steegmatten mit
berücksichtigt. Dr. Christoph Kullmer hielt fest, dass die
Ausrüstung
eigentlich unabhängig von der Einwohnerzahl erforderlich sei. Eine
Anfrage von
Albert Schmidt betraf die von Walter Erschig erläuterte,
nachweislich nicht mögliche Erfüllung einer optimalen
Tagbereitschaft mit 2 Bereitschaften. Helmut Schöpflin hielt zum Abschluss der
Informationen aus dem Vortrag fest, dass im Jahr 2010 150.000 – 180.000 € und
2012 dann 250.000 € im Haushalt vorzusehen seien, wenn die Mindestausstattung
erfüllt werden soll. Bürgermeister Bruder dankte Herrn
Erschig für die
umfassende Ausarbeitung und Vorstellung.
2. Pflege der
Gewässerrandstreifen; Vorstellung eines
Konzeptes
Herr Fabian
Mayer stellte sein Konzept zur
Verwertung von Grünschnitt aus der Gewässerunterhaltung und der
Landschaftspflege
dar. Er zeigte nach einigen grundsätzlichen Ausführungen auf,
dass über eine
Mahd mit Abfuhr des Schnittguts (anstelle mehrfachem Mulchen) zum einen
der
Nährstoffeintrag in den Gewässerrandstreifen verringert wird
und zum andern das
Schnittgut nach einer Kompostierung in einer noch einzurichtenden Anlage im Weinbau
zur Bodenverbesserung (Ersatz für
Mineraldünger) verwendet werden könnte. Die nachhaltige
Erzeugung als
Qualitätskriterium wurde angeführt. Bürgermeister Bruder
verwies darauf, dass
das Thema bei einer Vorstellung im Winzerkreis positiv aufgegriffen
worden war.
Herr Mayer betonte, dass es sich bisher um ein Grobkonzept handele, das
jedoch
umsetzbar sei. Natürlich müssten weitere Untersuchungen und
auch eine genaue
Kostenkalkulation noch folgen, was im Voraus sehr schwierig sei. Er
appellierte
dazu, dass alle Beteiligten das Ziel gemeinsam verfolgen müssen
und bei einer
Kalkulation auch nicht in Euro zu bemessende Nutzfaktoren als Ertrag
einfließen
müssten. Wegen dem weiteren Verfahren regte Friedhelm Rinklin eine
Beteiligung
über den Landwirtschaftsausschuss hinaus im Winzerkreis an, damit
möglichst
viele Nutzer der Maßnahmen mit eingebunden sind. Dr. Kullmer schlug vor, auf
der Grundlage einer angenommenen Fläche von 10 ha konkretes zu ermitteln, um
sich das Konzept auch von der Umsetzbarkeit besser vorstellen zu können. Aus
der Sicht des Weinbaus sprach Albert Schmidt an, dass das Material dem Weinbau
schon gut angedient werden müsse, da ansonsten die Gründüngung
einfacher sei. Sven Meier und Siegfried Bär sprachen die Kompostieranlage und den
Aufwand an. Je nach Rottegrad (5 Stufen) muss das Material entsprechend umgeschichtet
werden. Bürgermeister Bruder bedankte sich bei Fabian Mayer für die
Ausarbeitung und den Vortrag. Gemeinsam sind weitere Fragen zu klären, um das
grundsätzlich positive Thema weiter zu beraten.
3. Zuschussantrag
der Evangelischen Gemeinschaft
Der Gemeinderat befürwortete auch zur
Anerkennung der Jugendarbeit der Gemeinschaft eine projektbezogene
Jugendförderung und zwar einen Zuschuss über 330 € für
die Anschaffung eines
Tisch-Kickers. Mit der Zuschussgewährung verbunden ist die
Erwartung, dass bei
eventuell gemeinsamen Kicker-Turnieren auch dieser Kicker neben
demjenigen im
Jugendraum mit genutzt werden kann.
4. Zuschussantrag
des Sportclub Eichstetten
Der Gemeinderat befürwortete einen
Zuschuss von 1.446 € für die Anschaffung neuer Tore für den
Bolzplatz und für Jugendturniere
(Jugendförderung).
5
Bauanträge
Das Einvernehmen zur Errichtung eines
Wohnhauses beim Stall im Außenbereich in der Endinger
Straße wurde erteilt. Es
wurde darauf hingewiesen, dass es keine Nutzungseinschränkung
für die über der
angrenzenden Böschung gelegenen Rebflächen geben darf. Zwei
weiteren
Baugesuchen wurde zugestimmt.
6. Bekanntgaben,
Anfragen
Bürgermeister Bruder berichtete über eine
weitere Bauplatzvergabe im Nohl.
Aus dem Gemeinderat kam es zu folgenden
Anfragen bzw. wurden die Themen angesprochen:
Sven Meier regte
einen Sachstandsbericht der Jugendreferentin Frau Feierabend im
Gemeinderat an.
Dieser Bericht war schon für eine der nächsten Sitzungen vorgesehen.
Friedhelm Rinklin merkte an, weshalb die
Buslinie aufgrund der Sperrung im Oberdorf nicht zumindest bis zu Marienstraße
fahren könnte. Es wurde hierzu festgestellt, dass die Maßnahme in der oberen
Hauptstraße möglichst rasch abgeschlossen werden soll und die bereits einmal
praktizierte Umleitung der Buslinie durch die Marienstraße enorme Probleme
durch geparkte Fahrzeuge für das Busunternehmen erbracht hatte.
7. Fragen
der
Einwohner/innen
Themen waren die Wiederherstellung des
Wirtschaftsweges im Nohl nach Abschluss der Landschaftsbauarbeiten
sowie eine
geringe Versetzung des Blumenkübels auf der Ochsenbrücke.
Dieser soll das
dortige verkehrsbehindernde Parken
verhindern.
Dieter Rinklin, Schriftführer