Abschluss des Mahnmalprojektes
mit der Einweihung des Gedenksteins in Eichstetten

22. Oktober 2008



Der Eichstetter Gedenkstein hat seinen Platz vor dem ehemaligen jüdischen Schulhaus gefunden.
Die Projektgruppe (v.l.): Klassenlehrer Manfred Breisacher, Katharina, Sarah, Projektbegleiter Martin Haßler,
Jonathan und Steinmetz Joachim Bihl (auf dem Bild fehlt Mohamed)              Foto: Alexander Lüth

Mit der Enthüllung und Einweihung des Gedenksteins in Eichstetten ist das Mahnmalprojekt unserer Schule nun erfolgreich abgeschlossen worden. Trotz strömenden Regens kamen ca. 30 Gäste zum Platz vor dem ehemaligen jüdischen Schulhaus in der Bahlinger Straße. Dort hatte Steinmetz Joachim Bihl bereits den "Zwillingstein" des Mahnmals verankert, das am 19. Oktober 2008 in Neckarzimmern eingeweiht worden war (Bericht).

Wie in Neckarzimmern so stellten die inzwischen aus unserer Schule entlassenen Schüler/innen "ihren Stein" vor und erklärten die Symbolik, die sie sich bei seiner Gestaltung  überlegt hatten. Danach verlasen Rektorin Angela Hauser und Klassenlehrer Manfred Breisacher die Namen der 33 ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die am 22. Oktober 1940 aus Eichstetten nach Gurs deportiert worden waren. Nur 4 von diesen 33 Deportierten haben den Holocaust überlebt. Eine davon war Wiltrude Hene-Lavelle. Sie ist bereits mehrfach wieder in Eichstetten gewesen (Bericht von ihrem Besuch am 28.10.2004). Engen Kontakt mit ihr hält Frau Ursula Kügele aus Wittnau, die bei der Gedenkfeier nun einen Bericht von Frau Hene-Lavelle vorlas, in dem diese ihre Erinnerungen an diesen schrecklichen Tag niedergeschrieben hat.

Mit dem Kaddisch, dem Trauergebet der Juden, und mit einem Segen beendete Pfarrer Martin Haßler, der der Projektbegleiter des Mahnmalprojektes gewesen war, die Gedenkfeier
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weitere Fotos | Einweihung des Mahnmals in Neckarzimmern
Übergabe der Mahnmale bei der Schulentlassfeier | Mahnmalprojekt Neckarzimmern
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