![]() v.l.: Ursula Kügele, Bürgermeister a.D. Gerhard Kiechle, Wiltrude Hene-Lavelle, Bürgermeister Michael Bruder und Christina Weiblen Foto: Manfred Breisacher Anfang Oktober weilte Wiltrude Hene-Lavelle wieder in Deutschland. Sie ist die einzige noch lebende Überlebende der Deportation der Eichstetter Juden nach Gurs im Oktober 1940. Frau Hene-Lavelle war nicht zum ersten Mal in Eichstetten. Bereits am 28. Oktober 2004 wurde sie von der Gemeinde Eichstetten empfangen (Bericht). Am 2. Oktober 2009 war sie nun wieder Gast im Rathaus, wo sie von Bürgermeister Michael Bruder und einigen Mitgliedern des Arbeitskreises "Jüdische Geschichte in Eichstetten" herzlich begrüßt wurde (Gruppenbild beim Empfang im Rathaus). Frau Hene-Lavelle besichtigte anschließend das Mahnmal (Foto), das Eichstetter Schüler im letzten Jahr zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger gestaltet haben, die am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert worden waren (Bericht). Am Nachmittag stand dann ein Besuch auf dem jüdischen Friedhof auf dem Programm (Foto). Am Abend besuchte der Gast zusammen mit Ursula Kügele im Theater am Martinstor in Freiburg die Premiere des Theaterstücks "Frühstück im Regency". Dieses Stück ist die Geschichte von Wiltrudes Cousine Anneliese Judas aus Ihringen, die 1941 mit ihrer Familie in die USA geflohen ist. Ihr Mann, Milton Matz, Psychotherapeut und Theaterautor, hat das Kindheitstrauma seiner inzwischen verstorbenen Frau zu dem nun aufgeführten Theaterstück verarbeitet (Bericht in der Badischen Zeitung). Auf Anregung von Rosita Dienst-Demuth, Leiterin der Geschichtswerkstatt der Lessing-Realschule Freiburg, hatte Christine Kallfaß die Regie übernommen. Der Besuch von Wiltrude Hene-Lavelle war geprägt von vielen Begegnungen (Bericht). |