Einladung zur Ausstellung "Manfred Weil . Die Bilder . Sein Leben"



Am 22. Oktober 2017 jährt sich zum 77. Mal die Deportation der letzten jüdischen Mitbürger von Eichstetten. Aus diesem Anlass hat die Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein eine Kunstausstellung mit Bildern von Manfred Weil organisiert: "Manfred Weil . Die Bilder . Sein Leben".

Manfred Weil (geboren 1920 in Köln, gestorben am 6. Mai 2015 in Meckenheim bei Köln) war ein deutsch-jüdischer Maler und Graphiker. Der prominente Künstler wird auch gelegentlich als „Picasso des Rheinlands“ bezeichnet. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes. Seine Arbeiten befinden sich im privaten und öffentlichen Besitz, u.a. im Städtischen Kunstmuseum Bonn, im Rheinischen Landesmuseum Bonn, Stadt Bonn, Stadt Wesseling, Stadt Meckenheim, Bundeskanzler a.D. Willy Brandt, Präsidentin des Deutschen Bundestages a.D. Annemarie Renger (für den Deutschen Bundestag), Synagogengemeinde Bonn (Quelle: https://www.jewiki.net/wiki/Manfred_Weil).
Manfred Weil war als Kind öfters bei seiner Großmutter Ernestine Weil und seiner Tante Auguste Bloch in Eichstetten in der Hauptstraße 54 und verbrachte dort unbeschwerte Ferientage.

Im Jahr 2010 besuchte er mit seiner Frau Alisa Eichstetten (Bericht). Am 14. Juli 2011 nahm Manfred Weil an der Stolpersteinverlegung für seinen Vater Emil Weil in Eichstetten teil. Zuletzt war Manfred Weil beim Zeitzeugentreffen 2012 in Eichstetten zu Besuch, wo sein Buch "Sein oder Nichtsein" bei einer Autorenlesung in der Aula vorgestellt wurde (Bericht). Im vergangenen Jahr wurde in der Eichstetter Festhalle der Film „Mich kriegt ihr nicht!" gezeigt, in dem sein Wettlauf mit den NS-Häschern eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde (Bericht).

Bei der Gedenkfeier und der Vernissage am 20. Oktober 2017 waren auch seine Witwe, Alisa Weil, mit Tochter Schulamith anwesend.



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