Leopoldine Weil
und Rina Weil
(Kurzbiographie)





Leopoldine WeilRina Weil
Leopoldine Weil                 Rina Weil

Fotos aus der Eichstetter Chronik, Band 2; S. 142

Leopoldine Weil geb. Kleefeld wurde 1862 geboren und heiratete mit 21 Jahren den Eichstetter Handelsmann David Weil. David Weil, am 14.11.1857 in Eichstetten geboren und dortselbst am 29.4.1936 verstorben, war zweites von 10 Kindern von Isaak Weil, dem seinerzeitigen Vorsteher der israelitischen Gemeinde in Eichstetten, und seiner Ehefrau Karoline. Vier von Davids Geschwistern waren in Eichstetten verheiratet; es gab daher verwandtschaftliche Beziehungen zu den Familien Bloch, Epstein und Bickart.

Das Ehepaar David und Leopoldine Weil hatte vier Kinder, den 1883 kurz nach der Geburt verstorbenen Sohn Jakob, die 1885 und 1887 geborenen Töchter Bella und Thekla sowie die am 18.6.1895 geborene Tochter Rina. 1940, im Jahr der Deportation aller jüdischen Mitbürger im Land Baden, lebte die unverheiratete Rina Weil zusammen mit ihrer verwitweten Mutter Leopoldine Weil im Haus Altweg 16. Beide Frauen wurden am 22.10. 1940 nach Gurs (französische Pyrenäen) deportiert. Die fast 80jährige Leopoldine Weil wurde 1941 in ein anderes französisches Lager in der Umgebung verlegt, wo sie verstarb. Rina Weil, 47-jährig, wurde 1942 von Gurs über das Sammellager Drancy bei Paris nach Auschwitz transportiert und dort ermordet.


Ursula Kügele, Stand Januar 2007

Stolpersteinverlegung für Leopodine und Rina Weil
Stolpersteine in Eichstetten | zurück