Jüdische Geschichte von Eichstetten
Stolpersteine in Eichstetten


Die Aktion "Stolpersteine" wurde im Jahr 1993 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen (Homepage). Die erste (zunächst nicht genehmigte) Verlegung fand 1997 in Berlin-Kreuzberg statt. Inzwischen (Juli 2013) gilt es mit 40.000 Steinen in rund 820 deutschen und 200 ausländischen Städten als weltweit größtes dezentrales Mahnmal (Wikipedia).
Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums Köln

Abraham Dreifuß
Stolpersteine sollen an ehemalige Mitbürger/innen erinnern, die in der Zeit von 1933 bis 1945 Opfer der Nationalsozialisten wurden. Name, Jahrgang und Schicksal der Personen werden in ein etwa 10x10 cm großes Messingblech eingeschlagen. Dieses Blech wird in Beton gegossen. Danach wird der Stein wie ein Pflasterstein verlegt.

Der erste Stolperstein in Eichstetten wurde auf Initiative von Frau Ursula Kügele im April 2003 in der Hauptstraße verlegt. Dort wohnte vor seiner Deportation und Ermordung im Konzentrationslager Dachau Abraham Dreifuß (Bericht).

Über eine Spendenaktion des Heimat- und Geschichtsvereins Eichstetten (Aufruf) sind die Kosten für die Herstellung und Verlegung der meisten Stolpersteine in Eichstetten gedeckt. Inzwischen wurden 47 Steine verlegt.

Übersicht über die 47 Eichstetter Stolpersteine
Biografien der 47 durch Stolpersteine Geehrten
Die 7 Stolpersteinverlegungen


Berichte über Besuche ehemaliger jüdischer Mitbürger und Veranstaltungen:


Spendenaufruf für die Stolpersteinaktion
Michael Nathanson erzählt aus seinem Leben (9.11.2004)
Empfang für die ehemalige jüdische Mitbürgerin Wiltrude Hene-Lavelle (28.10.2004)
Besuch der Familie Daggi und Miriam Bloch aus Israel (14.-17.7.2005)
Orgelkonzert (24.7.2005)
Vortrag von Frau Ursula Kügele über das KZ Gurs (23.10.05)
Benefizkonzert Jiddische Lieder (2006)
Führung über den jüdischen Friedhof in Eichstetten (10.12.2006)
Vortrag von Dr. Kurt Maier "Meine 3 Stationen: Kippenheim-Gurs-USA" (2007) Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums Köln (2007)
Mahnmalprojekt in Neckarzimmern (19.10.2008)
Abschluss des Mahnmalprojektes mit der Einweihung des Gedenksteins in Eichstetten (22.10.2008)
Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Zerstörung der Eichstetter Synagoge (10.11.2008)
Besuch in Le Chambon-sur-Lignon (April 2009)
Besuch von Rita Jakob und ihrer Tochter Ruth Glaser (4.5.2009)
Auf den Spuren der Großmutter: Noga Rosental (August 2009)
Besuch von Wiltrude Hene-Lavelle in Eichstetten (2.10.2009)
Vortrag über die Erforschung der jüdischen Geschichte von Eichstetten (19.10.2009)
Konzert "Musik und Lyrik in memoriam Selma Meerbaum-Eisinger" (1.11.2009)
Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Deportation nach Gurs (20.10.2010)
Manfred Weil nach 75 Jahren wieder zu Besuch in Eichstetten (31.10.2010)
Enthüllung der neuen Gedenktafel an der Synagogenmauer durch Wiltrude Hene-Lavelle (10.11.2010)
Manfred Weil zu Besuch (Juli 2011): Stolpersteinverlegung für seinen Vater Emil Weil | Fotos vom Empfang bei der Gemeinde | am Gurs-Mahnmal
Zeitzeugentreffen vom 10. - 15. Oktober 2012
Die Stolpersteine wurden gereinigt (9.11.2013)
Drei Besuchergruppen auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Familien (Aug.-Okt. 2014)
Besuch von Aviva und Muki Weinberger und von Miki und Maria Herrmann (9.9.2016)
Film „Mich kriegt ihr nicht!" über Manfred Weil (13.11.2016)

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