Einführung in die Ausstellung "Eichstetten in ferner Zukunft" durch Frau Eva Pelz vom Künstlerforum |
![]() Foto: Sacha
Frenkel
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| Wenn ich heute im Namen
des Künstlerforums die Ausstellung "Eichstetten in ferner Zukunft"
vorstelle, begrüße ich Sie einmal in umgekehrter Reihenfolge
als sonst üblich - zuerst die Kindergartenkinder mit Frau Hickl,
die so tolle Ergebnisse mit euch erarbeitet hat. Dann die Kinder und
Jugendlichen der folgenden Klassen unserer Grund- und Hauptschule:
1/2a, 1/2b, 3b, 5/6, 7 und 8/9 mit Frau Hauser, Frau Bühler, Frau
Wunderlich, Frau Siefert-Reimann, Frau Lenser und Herrn Breisacher, die
euch bei dem Thema so gut beraten haben. Ich begrüße eure
Eltern, Freunde und Verwandten, die Mitglieder des Gemeinderates und
des Künstlerforums, die Vertreter der Weingüter Rinklin und
Bürk und natürlich meinen Vorredner, Herrn Bürgermeister
Bruder. Ja, - Eichstetten in ferner Zukunft, wir alle hier im Raum machen uns da so unsere Gedanken, angeregt von den Medien – manchmal sorgenvoll mit bangen Erwartungen, oft begleitet von einem schlechten Gewissen, weil wir ja alle wissen, dass wir anders leben sollten und das möglichst seit gestern. Und dann steht man hier vor euren witzigen, klugen und pfiffigen Arbeiten und weiß, euch Jungen gehört die Zukunft! Ihr gebt uns Antworten auf unsere vorsichtigen Fragen, und die lassen uns ganz schnell alt aussehen. Wir sehen Roboter, die Müll verarbeiten oder Jobs vermitteln, von der Erledigung der lästigen Hausaufgaben mal ganz zu schweigen. Hochbahnen kreisen über Eichstetten, das allerdings ziemlich verändert aussieht: Ob nun Hochhäuser oder Höhlen das Ortsbild prägen werden, ob das Dorf in den Fluten versinkt oder von einem Vulkanausbruch betroffen wird, - es überlebt auf jeden Fall! Und was werden die zukünftigen Eichstetter wohl zu den Ausgrabungen sagen, die sie dann durch verschiedene Erdschichten anstellen, wobei sie auf ganz „komische“ Dinge stoßen werden, deren Nutzen selbst Fachleuten unklar bleibt? Betrüblich ist natürlich, dass wir im Mai auf den Kuckuck verzichten werden müssen (warum, finden Sie hier in der Ausstellung), aber dafür gibt’s hier dann ja Feigen, Kiwis, Olivenöl – made in Eichstetten. Die Landwirtschaft verändert sich halt auch mit der Zeit. Mit „no future“ haben es unsere Kinder und Jugendlichen jedenfalls nicht. Ihr, die ihr uns in puncto Umgang mit flatrate, touchscreen, iPod und sowas weit voraus seid, lasst euch von den jetzigen Krisen und Veränderungen nicht bange machen. Das finde ich ganz wunderbar, und damit seid ihr dem klugen alten Martin Luther näher als so mancher Erwachsene. Der hat nämlich vor 500 Jahren angesichts eines möglichen Weltunterganges gesagt, er würde dann noch schnell vorher ein Apfelbäumchen pflanzen. Und wenn ihr statt Äpfeln eben auf Feigen setzt, steht ihr in bester Tradition da. "Klaro": Eichstetten bleibt natürlich zukunftsfähige Gemeinde. Wir Erwachsenen haben euch Jungen wirklich zu danken für eure Zuversicht und Phantasie, mit der ihr kommenden Veränderungen begegnet. Übrigens, falls Sie sich Sorgen um ihr Geld machen sollten,- in ferner Zukunft gibt’s statt des Euro sowieso den Globo, aber all das und noch viel mehr sollten Sie sich jetzt in Ruhe anschauen. Allen Beteiligten noch einmal ganz herzlichen Dank und Ihnen viel Vergnügen! Eva Pelz
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