Vorstandsitzungen waren am
10.01. und 24.10.2005.
Die Mitgliederversammlung war am
11.02.2005 im Pizzeria-Restaurant „Hirschen“. Die Vorstandschaft wurde
in der Versammlung einstimmig
entlastet.
Wahlen: Durch Wiederwahl wurden Anna-Maria Schmidt als 2. Vorsitzende und
Martin Gruber als Schriftführer in
ihren Ämtern bestätigt.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung zeigte Hans Schöberl einen Film zur Museumseröffnung im Jahre 1991 und zum Museumsbetrieb der ersten Jahre.
Ausstellungen im Jahr 2005:
In Erweiterung
des Themas „Leitlinien Eichstetter
Baukultur“ der letztjährigen
Ausstellung wurde 2005 das Thema „Bauen
und Wohnen in Eichstetten“
gezeigt. Erich Berntatz, Arthur Bury,
Kurt Friedmann, Rolf Hempel, Christiane Möller und die
Mitarbeiter des Architekturbüros
Gruber haben dafür etliche Stunden ehrenamtlich
aufgewendet. So wurden eine Küche, ein Hauswirtschaftsraum und ein
Wohnzimmer (etwa um 1935) aufgebaut und mit entsprechenden
Möbeln und Zubehör ausgestattet. Auf Plakaten wurde an
verschiedenen Objekten der Wandel des Wohngefühls und der Art in
diesen Häusern zu wohnen und zu leben an vergleichenden Bildern
und Einzelbeispielen aufgezeigt. Christiane
Möller, Volkskundlerin/Historikerin, schrieb mehrere Texte
zur Bedeutung von Volksglauben und sprichwörtlichen Redensarten,
wie z.B. „Damit lockt man keinen Hund vom Ofen“ aus dem Wohnbereich.
Ergänzend hierzu wurden Materialien gezeigt, die damals wie heute
noch (oder wieder) modern beim Bauen und Gestalten von Wohnraum sind.
Hierzu haben auch einige Firmen Leihgaben zur Verfügung gestellt.
Andere Leihgaben kamen von verschiedenen Eichstetter Bürgern und
Mitgliedern des Heimat- und Geschichtsvereins.
Dachgeschoss: Im Dachgeschoss wurde
die Ausstellung
des Vorjahres zum Thema „Alte Winkel
und Ansichten von Eichstetten“, nach Gemälden und Skizzen
des im Jahre 2000 verstorbenen Eichstetter Heimatmalers Helmut Vögtlin unverändert
ein weiteres Jahr ausgestellt.
Scheune: Damit die Scheune bei
Aktionstagen genutzt werden konnte, wurde dort
keine besondere Ausstellung aufgebaut.
Museumshock und Aktionstage:
Wie üblich
war am 2. Sonntag im Mai (Muttertag) wieder der
Museumshock zur Saisoneröffnung.
12. Juni 2005 Gipserarbeiten:
Diese fanden speziell zum Thema Lehmputz statt. Gezeigt wurde die
Verarbeitung von Lehmgemischen als Putz. Die Fa. maxit mit Dirk Gissler hat hier die
Vorführung durchgeführt und Material gesponsort (Bericht).
10. Juli 2005 Kachelofenbau:
Andreas Schmidt hat hier am
Aktionstag einen kompletten Stubenofen als Grundofen neu aufgebaut.
Dies ging so gut vonstatten, dass der Ofen am Abend sogar noch
angefeuert werden konnte (Bericht).
14. August 2005 Schreinerarbeiten:
Schreiner Fritz Wiedemann hat
die Herstellung von Verzinkungen an Möbeln gezeigt. Ein
ganzes Beistellkästchen ist so an einem Nachmittag entstanden (Bericht).
09. Oktober 2005: Einschneiden von
Sauerkraut und Schnitzen von Kürbissen für Kinder: Ein gut
besuchter Traditionstermin. Das Weißkraut hat Karl Hornecker und
die Kürbisse Karl Hiss dem Verein gestiftet.
13. November 2005 Fliesenarbeiten:
Die „Küchenwand“ um den Spülstein im Museum hat an diesem Tag
von Silvio Ernst einen
Fliesenbelag in althergebrachter Tradition im Mörtelbett erhalten (Bericht).
Ab 18.00 Uhr versammelten sich die Helfer der Museumssaison und
Vorstandsmitglieder zum gewohnten Abschlussfest.
Arbeitskreis Jüdische Geschichte:
Durch öffentliche Einladung im Nachrichtenblatt hat sich der neu
formierte Arbeitskreis am 31.01.2005 zum ersten Mal zur Vorbereitung
des Projektes Stolpersteine im
Dachgeschoss des Rathauses getroffen.
Die Badische Zeitung berichtete über diese Zusammenkunft.
Daraufhin erfolgte am 18. März vom Heimat- und Geschichtsverein
ein Spendenaufruf im Eichstetter
Nachrichtenblatt. 70 Personen von
auswärts und Eichstetten haben namentlich diesen Spendenaufruf
unterstützt. Im Laufe des Jahres 2005 wurden von 35 Personen sowie
bei zwei Veranstaltungen insgesamt 3.400,00
€ gespendet. Von diesen Spendengeldern konnten am 08.04.2005 die
ersten vier Stolpersteine in der Hauptstrasse 27 verlegt werden.
Weitere 30 Steine wird der Verein noch in Auftrag geben. Am 07.04.2005
hat sich der Arbeitskreis mit dem Kölner Künstler Günter Demnig bei Familie Pelz
getroffen. Herr Demnig berichtete dabei aus seinen Erlebnissen in
Sachen Stolpersteine. Daggi, Miriam
und Noga Bloch aus dem israelischen Haifa waren im Juli in
Eichstetten zu Besuch. Die vier Stolpersteine vor dem Hause Sprich sind
Daggi Blochs Großeltern Gustav
und Mathilde Bloch und ihrer Söhne Maier Max und Hermann
gewidmet (Bericht). Am 16.07. traf sich
der Arbeitskreis mit den Gästen aus
Israel, die während ihres Aufenthalts in Eichstetten bei Fam. Pelz
wohnten. Nach einem Besuch des jüdischen Friedhofes in Eichstetten
wurde bei den vier Stolpersteinen eine kurze Andacht gehalten. Danach
hat Bürgermeister Kiechle die Gäste und den Arbeitskreis zu
einem kurzen Empfang im Rathaus eingeladen. Die Badische Zeitung
berichtete sehr ausführlich über dieses Ereignis. Am
24.07.2005 hat ein Benefizkonzert zu Gunsten des Projektes
Stolpersteine in der Evang. Kirche stattgefunden. Die hochqualifizierte
Kirchenmusikerin Angelika Kügele
bestritt dieses Orgelkonzert. Pfarrer
Martin Hassler verlas Texte von Albert Schweitzer aus seinem
Werk „Ehrfurcht vor dem Leben“. Vor dem Konzert begrüßte
Werner Rinklin die zahlreichen Konzertbesucher, darunter der eine Woche
zuvor neu gewählte Bürgermeister Michael Bruder, den
amtierenden Bürgermeister Gerhard Kiechle und den
Bundestagsabgeordneten Gernot Erler. Die Gemeinde Eichstetten und der
Heimat- und Geschichtsverein hatten zur Erinnerung an den 65. Jahrestag
der Deportation der letzten noch in Eichstetten lebenden Mitbürger
jüdischen Glaubens am 22. Oktober 1940 nach Gurs eingeladen. Frau Ursula Kügele hielt dazu am 23.
Oktober 2005 um, 18.00 Uhr den Vortrag „Unschuldig hinter
Stacheldraht“ (Bericht). Die Aula der
Adolf-Gänshirt-Schule war dabei bis
auf den letzten Platz besetzt. Frau Kügele gab mit Hilfe von
Bildmaterial einen Überblick über die politischen
Hintergründe der Entstehung des Lagers Gurs, über die
unterschiedlichen Phasen der Belegung des Lagers nebst den dort
herrschenden Lebensbedingungen. Sie schloss mit dem Bericht
über den heutigen Zustand des ehemaligen Lagergeländes und
seines Friedhofs. Frau Silvia Hauck
hat zu dieser Gedenkveranstaltung eine Ausstellung über die
Deportation der Juden aus Baden, Elsass und der Pfalz nach Gurs bei der
Erzdiözese Freiburg ausgeliehen. Aus Platzgründen konnte nur
ein geringer Teil dieser Ausstellung in der Aula aufgebaut werden.
Sowohl beim Benefizkonzert in der Kirche und bei der Veranstaltung in
der Aula konnten die Besucher am Ausgang eine freiwillige Spende
für das Stolpersteinprojekt geben.
Arbeitskreis Schlepperfreunde: Nach
der Winterpause wurden die Vorbereitungen für eine
Schrottsammlung getroffen, die am 02. April durchgeführt wurde.
Die Vorbereitungen der Sammlung und das Verladen des Sammelgutes von
18,5 Tonnen in 3 Containern hat eine Woche Zeit in Anspruch genommen.
Beim Schleppertreffen in Breisach am 07. August war man mit 14
Schleppern dabei. Bei weiteren Arbeitseinsätzen wurden
Vorbereitungen für den Brauchtumsnachmittag
am Schwiboge-Wifescht
(Fotos) getroffen und in
einer Blitzaktion wurde ein Dielenwagen in der Kirche
als Dekoration für das Erntedankfest (Fotos) aufgebaut.
Insgesamt waren
die Schlepperfreunde bei 13 Arbeitseinsätzen tätig. Dabei
wurden auch im Aumühlenschopf alte Geräte und Maschinen
instandgesetzt.
Museumsführungen außerhalb der
Öffnungszeiten:
Durch den 1.
Vorsitzenden wurden nachstehend aufgeführte
Museumsführungen durchgeführt.
Am 09.04. hat der
elsässische Imkerverein Munzenheim
und Umgebung durch Vermittlung
ihres Vereinmitgliedes und ehemaligen Eichstetters Wilhelm Danzeisen
mit seinen Imkerkollegen das Museum besucht, nachdem diese vorher die
Fa. Naturkost Rinklin besichtigt hatten. Am 19.06. besuchte eine
weitere Gruppe aus dem Elsass das Museum. Dieser Besuch ist
durch einen
jetzt in einem Vorort von Mulhouse lebenden Nachkomme der aus
Eichstetten stammenden Familie Schieber zustande gekommen. Am 05. und
22.07. besuchte der Heimatverein
Gundelfingen das Eichstetter
Dorfmuseum. Im Zusammenhang eines bevorstehenden Jubiläums der
Gemeinde Gundelfingen soll dort ein Museum eingerichtet werden. Die
Besucher interessierte alles was mit Einrichtung, Inbetriebnahme,
Betrieb und Finanzierung eines Museums verbunden ist. Der erste Termin
am 05.07. war zusammen mit Bürgermeister Kiechle. Am 11.07. hat
die Klasse 3b der
Adolf-Gänshirt-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Frau
Broßys das Museum besucht. Anlässlich des 80. Geburtstages
von Frau Hilde Hess besuchte
die Geburtstagsgesellschaft am 13.11.2005
das Museum. Für die auswärts wohnenden Kinder der Jubilarin
sowie die auswärtigen Geburtstagsgäste war dies ein
schönes Erlebnis, zumal bei allen Museumführungen der
Vorstand nicht nur die Ausstellungen im Museum erklärt sondern
auch die Geschichte der Gemeinde Eichstetten und die Besonderheiten
unseres Dorfes erklärt. Am 09.09.2005 besuchten die Schuldekane der Evang. Badischen
Landeskirche das Eichstetter Dorfmuseum. Dazu war
erwünscht, dass der Backofen in Betrieb genommen wird und die
Gäste den darin frisch gebackenen Griebenkuchen probieren konnten.
Anne-Maria Schmidt und ein
Helferkreis haben die Gäste bewirtet. Christiane und Jens-Peter Möller
haben die Museumsführung und Erklärungen zur Ortsgeschichte
übernommen.
Zusammen mit
der Vereinsgemeinschaft hat auch der Heimat- und Geschichtsverein die
erste Repräsentation der Winzergemeinde Eichstetten auf dem Seenachtsfest im Freiburger
Stadtteil Mooswald am letzten Wochenende im Juli unterstützt (Bericht).
Die
Zahl der Museumsbesucher wird im Jahre 2005 auf ca. 1.800
geschätzt.
Das Faltblatt mit einem Auszug der
Eichstetter Geschichte in Kurzform sowie zum Gebäude des Museums
mit den Themen der Aktionstage und dem Programm des Museums wurde im
Rathaus, in den Banken und in Geschäften zur Mitnahme angeboten.
Wie in den Vorjahren hat Manfred
Breisacher dieses Faltblatt für den Verein erstellt. Zu
allen Aktionstagen im Museum aktualisierte Manfred Breisacher als Leiter der
Internet-AG auf dem PC im Museum die Homepage der Gemeinde Eichstetten,
damit sich Interessierte die neueste Präsentation der Gemeinde
Eichstetten im Internet ansehen konnten. Ältere Eichstetter, die
keinen Internetanschluss haben oder noch nicht mit diese Materie
vertraut
sind, nutzen gerne die Gelegenheit sich im Museum über den
Internetauftritt der Gemeinde Eichstetten zu informieren. Darüber
hinaus stellte Herr Breisacher Fotos über die Aktionstage und die
Aktivitäten des Heimat- und Geschichtsvereins auf der Homepage der
Gemeinde ins Internet.
7 Mitglieder
konnten neu in den Verein aufgenommen werden.
gez. Martin Gruber
(Schriftführer) und Werner
Rinklin (1. Vorsitzender) weitere
Tätigkeitsberichte: 2001 |
2002
| 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 Heimat- und
Geschichtsverein
| Übersicht Dorfmuseum | zurück zur Museumsseite