Vorstandsitzungen waren am
16.01. und 27.11.2006.
Die Mitgliederversammlung war am
17.02.2006 im Asia-Restaurant „Rössle-Post“.
Die
Vorstandschaft wurde in der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet.
Wahlen:
Wiedergewählt wurden:
Werner Rinklin als 1.
Vorsitzender
Wilhelm Meier als Rechner
(für ein Jahr)
Ella Berger und Kurt Friedmann als
Kassenprüfer.
Für seine
Verdienste beim Bau des Backhauses „Buchhus“ auf dem Areal des
Dorfmuseums wurde Robert Meier zum
Ehrenmitglied ernannt und ihm dazu eine Urkunde übergeben.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung zeigte Walter Hiss historisch wertvolle Kurzfilme zu den Themen: 900 Jahre Eichstetten im Jahre 1952, zu Weinfesten in den 50er und 60er Jahren.
Als
Abschlussveranstaltung zum Thema der Ausstellung „Eichstetter Baukultur“ zeigte Rudi
Uricher am 5. Februar in der Turnhalle Dias aus der Zeit der
Dreißiger Jahre bis in die Neuzeit über den Ort Eichstetten (Bericht).
Zu dieser Veranstaltung kamen sehr viele Besucher. Eingeladen hatte die
Gemeinde Eichstetten, der Förderverein Eichelspitzturm und der
Heimat- und Geschichtsverein. Der Förderverein Eichelspitzturm
hatte
die Bewirtung der Gäste übernommen.
Ausstellungen im Dorfmuseum:
Erdgeschoss:
In mehreren Besprechungen mit Eichstetter Bio-Betrieben, die einem
anerkannten ökologischen Anbauverband angehören, wurde die
Ausstellung zum Thema „50 Jahre
ökologischer Landbau in Eichstetten“ für das Jahr 2006
im Erdgeschoss vorbereitet. Texte und Bilder wurden zu folgenden Themen
ausgearbeitet: Einleitung,
Bodenpflege, Bodenfruchtbarkeit, Fruchtfolge, Pflanzengesundheit,
Saatgut, Weinbau, Imkerei, Milchwirtschaft, Kontrolle-Zertifizierung,
Handel und Vermarktung, Ausblick, Zukunftsperspektiven. Aus der
Praxis der Betriebe wurden die entsprechenden Texte zu den vorgenannten
Sachgebieten geschrieben und durch Christiane
Möller und
Mitarbeiter des Architekturbüros
Gruber zu Plakaten für die Info-Wände gestaltet.
Dafür wurden wieder etliche Stunden ehrenamtlich aufgewendet. Der
Verein hat in diese Ausstellung 610 €
eingebracht. Durch eine
großzügige Spende der Fa.
Naturkost Rinklin konnte diese zu Eichstetten
passende Ausstellung kostenneutral gestaltet werden. Ein Dank gilt
allen, die Texte geschrieben haben und Material und Fotos für die
Ausstellung zur Verfügung gestellt und beim gemeinschaftlichen
Auf- und Abbau mitgeholfen haben. Auf einer Flurkarte der Gemarkung
Eichstetten waren alle ökologisch bewirtschafteten Flächen
markiert.
Dachgeschoss:
Bei Flurbereinigungsarbeiten im Jahre 1975 wurden auf dem Wannenberg
Skelette und Grabbeigaben von einem Friedhof mit 272 Grabfeldern aus
der Merowingerzeit zwischen 500 und 700 nach Christus entdeckt. Frau
Dr. Sasse-Kunst hat als frühgeschichtliche Archäologin eine
Konzeption für eine Ausstellung mit dem Titel „Was fehlt auf dem Wannenberg?
Zerstörte Funde auf dem frühmittelalterlichen Friedhof und
ihre Rekonstruktion“ (Infos)
für das Dachgeschoss erstellt und trotz der weiten Entfernung
zwischen ihrem Wohnsitz in Spanien und
Eichstetten aufgebaut. Ein Dank auch an Herrn Dr. Stöckl, der zum Aufbau
dieser Ausstellung einige Fahrten von seinem jetzigen Wohnort in der
Pfalz in seinen früheren Wohnort nach Eichstetten unternommen hat.
Die Ausstellungsgegenstände kommen aus dem Zentralarchiv des
Landesdenkmalamtes in Rastatt. Dass sich diese Ausstellung beim
Museumshock noch nicht so präsentieren konnte wie dann endlich ab
August zeigte wieder, dass es für den Heimat- und Geschichtsverein
nicht so einfach ist, qualitative Ausstellungen in einem
regelmäßigen Wechsel zu organisieren. Abschließend
gebührt Frau Dr. Sasse-Kunst ein großes Lob, dass sie trotz
der weiten Entfernung die Ausstellung in der jetzigen Form zusammen mit
der Computerpräsentation präsentieren kann. In einem
Frage-Antwort-Spiel wird der Betrachter angeregt, sich mit den Funden
und ihrer Geschichte auseinander zu setzen.
Dass der Verein für diese Ausstellung 2200 € aufgebracht hat, soll
dabei nicht unerwähnt bleiben.
Darüber
hinaus hat sich Frau Dr. Sasse-Kunst auch für eine Führung geladener Gäste durch
die Ausstellung im Dachgeschoss angeboten. Für den 14.10. hatten
die Gemeinde und der Heimat- und Geschichtsverein einen von Frau Dr.
Sasse-Kunst benannten Personenkreis, Gemeinderat und
Vorstandsmitglieder des Vereins zu diesem Vortrag eingeladen. Die
fachliche Erläuterung von Frau Dr. Sasse-Kunst zeigte den
Gästen die Bedeutung dieser wertvollen Ausstellung. Danach war
noch Gelegenheit, die Ausstellung im Erdgeschoss in Augenschein zu
nehmen und sich bei einem Glas guten Eichstetter Wein zu unterhalten.
Scheune:
Damit die Scheune bei Aktions- bzw. Thementagen genutzt werden kann,
wurde dort keine besondere Ausstellung aufgebaut. Passend zur
Ausstellung im Erdgeschoss hat die Arbeitsgemeinschaft
Umweltschutz (AGUS) mit Fam. Fischer aus Buggingen im
Markgräflerland bei den offiziellen Öffnungstagen des Museums
im Juni und Juli in der Scheune an einem Stand auf Risiken und Gefahren von Gentechnik in der
Landwirtschaft mit Schriften und Broschüren hingewiesen.
Museumshock:
Am
2. Sonntag im Mai (Muttertag) war wieder der Museumshock (Bericht) zur Saisoneröffnung, dieses
Mal in Verbindung mit Vorführungen der örtlichen Demeter-Hofkäserei. Das Wetter
war gut und auffallend viele auswärtige Besucher kamen. Das
Angebot an Speisen und Getränken war so weit wie möglich aus
ökologischer Produktion.
Thementage:
11. Juni 2006 -
Ökologischer Weinbau (Bericht):
Die Winzer Friedhelm Rinklin
und Richard Schmidt standen
für Fragen zur Verfügung. Es wurden Mischungen blühender
Weinbergseinsaaten gezeigt und es konnte Wein von
pilzwiderstandsfähigen Rebsorten verkostet werden.
09 Juli 2006 - Ökologische Imkerei (Bericht):
Wie Honig ein chemiefreies Naturprodukt bleibt, erklärte der
Mediziner und praktizierende Bioland-Imker Prof. Dr. Werner Digel. Damit es bei
diesem Thementag auch etwas zum Anfassen gab, zeigte die Familie Digel
wie Honig geschleudert wird. Dass dabei auch Honig verkostet werden
konnte, war für Leckermäuler ein Grund für einen
Museumsbesuch selbst bei hochsommerlichem Wetter.
13. August 2006
– Vom Korn zum Brot (Bericht):
Anna-Maria Schmidt hat mit
ihrem Stamm von Helfern an diesem Tag bei „richtigem Museumswetter“ zum
ersten Mal Vollkornsauerteigbrot im Lehmbackofen des Museums gebacken.
Mit gewöhnlicher Butter und Kräuterbutter serviert bekamen
die Museumsbesucher Lust auf selbstgebackenes Brot. Zwischendurch
konnte auch Grieben-, Zwiebel- und als Krönung Apfelflammkuchen
verkostet werden. Am gleichen Tag lud Hans
Schöberl ins „Scheunen-Kino“ in dem zur ehemaligen Schule
gehörenden Ökonomiegebäude ein. Auf dem Programm stand
sein vor zehn Jahren gedrehter Film über die Aumühle, die
bald darauf als letzte Mühle in Eichstetten ihren Betrieb für
immer einstellte.
03. September
2006 – Gemüsefest und Thementag
im Museum - Saatgut in die Hand nehmen – Saatgut ist Anfang und Ende
(Übersicht):
Beim Gemüsefest auf dem Bahnhofsgelände verkaufte der Verein
Würste mit selbstgebackenem Brot und Getränke. Für die
Besucher des Samengartens im Mühlacker war Gelegenheit, im auf dem
Weg gelegenen Museum sich mit der Samenzüchterin Christine Nagel-Heinze über
selbst gezüchtetes Saatgut zu unterhalten. Dabei konnte auch bei
einem Samenratespiel mitgemacht werden. Der Besucherandrang hielt sich
in Grenzen. Aber die, die gekommen waren, zeigten sehr großes
Interesse an dieser Sache.
08. Oktober
2006 - Einschneiden von Sauerkraut
(Bericht):
Wie immer waren bei diesem Thementag viele Helferinnen und Helfer im
Einsatz. Das Kraut wurde dem Verein zur Stärkung der Kasse von der
Demeter-Gärtnerei Querbeet
und Anni und Karl Danzeisen
gespendet Wie schon in den Vorjahren hat das Weingut Jürgen Walz dem Verein Neuen Wein zu dieser
Aktion gestiftet.
12. November – Herstellung von Kräutersalz und
Verarbeitung von Bienenwachs
(Bericht):
Wie man würziges Kräutersalz selbst herstellt, zeigte
Gärtnerin Annette Tillmanns.
Der Museumsinnenraum duftete dabei ganz intensiv nach Kräutern und
Frau Tillmanns hatte den ganzen Nachmittag eine Reihe interessierter
Zuhörer/innen vor sich. Werner
Rinklin stimmte nebenbei mit dem Ziehen von Bienenwachskerzen
auf die bevorstehende Adventszeit ein. Für die vielen
Museumsbesucher war dieser Tag ein passender Abschluss zu der
Ausstellung „50 Jahre Bio-Anbau in
Eichstetten“
Ab 18.00 Uhr versammelten sich die Helferinnen und Helfer der
Museumssaison und Vorstandsmitglieder zum gewohnten Abschlussfest.
Arbeitskreis Jüdische Geschichte
Von den Spendengeldern auf dem Sonderkonto konnten am 16.09.2006 an
vier Plätzen 11 weitere
Stolpersteine (Bericht) von Gunter Demnig verlegt werden. Im
Jahresrückblick der Gemeinde Eichstetten hat Eva Pelz über
diese Verlegung und zu diesem Thema ausführlich berichtet.
Zum Gedenken an
die Zerstörung der Synagoge wurde am 10. November in einer
Veranstaltung der Gemeinde Eichstetten, des Fördervereins Orgel-
und Kirchenmusik und des Heimat- und Geschichtsvereins ein
Benefizkonzert mit jiddischen Liedern in der Aula der
Adolf-Gänshirt-Schule veranstaltet (Bericht).
Die zahlreichen Konzertbesucher wurden von Werner Rinklin begrüßt. Bürgermeister Bruder dankte dem
Ensemble mit einem Präsent und wies mit passenden Worten auf die
Bedeutung solcher Gedenktage hin, damit das, was auch in Eichstetten
geschehen ist, nicht in Vergessenheit gerät. Nach der
Veranstaltung konnten die Besucher das Konzert durch eine freiwillige
Gabe honorieren, die jeweils zur Hälfte dem Förderverein
für Orgel- und Kirchenmusik und dem Heimat- und Geschichtsverein
für das Stolpersteinprojekt zugute kam. Anschließenf gingen
die Konzertbesucher zum Eingang des Jüdischen Friedhofes. Dort
verlas Doris Danzeisen einen
Zeitzeugenbericht von Hans-Jörg Sick, dem Sohn des damaligen
Ihringer Pfarrers aus seinem Buch „Die Fahne am Pfarrhaus“. Nach dieser
Lesung sprach Pfarrer Haßler
ein Gebet.
Über 50
Bürgerinnen und Bürger folgten am 10. Dezember der Einladung
zu einer fachkundigen Führung über den jüdischen
Friedhof mit dem Judaistik-Wissenschaftler Itama-Vladimir Baum (Bericht). Die Besucher wurden über
Sitten und Bräuche informiert, die im jüdischen Glauben im
Zusammenhang mit dem Sterben eines Mitmenschen praktiziert wurden und
immer noch gebräuchlich sind. Einige Besucher gingen
anschließend noch mit in den Saal des Gasthauses Rössle, wo
Herr Baum noch selbstverfasste Gedichte vortrug und Fragen
beantwortete.
Durch
Initiative von Doris Danzeisen
wurde gegen Ende des Jahres von einem kleinen Kreis die Zeitzeugenbefragung über
80-jähriger Eichstetter Mitbürgerinnen und Mitbürger
für das Jahr 2007 vorbereitet.
Arbeitskreis Schlepperfreunde
Bericht von Kurt Friedmann und
Rolf Hempel in der Versammlung
Die Schlepperfreunde waren bei etlichen Arbeitseinsätzen
tätig. Dabei wurden auch im
Aumühlenschopf alte Geräte und Maschinen instand gesetzt.
Zusammen mit den Schlepperfreunden hat der Heimat- und Geschichtsverein
eine Treppenstufe für den Eichelspitzturm gespendet.
Am Tage der Einweihung
des Turmes am 30. Juli haben Fritz Bär und Werner Rinklin der
Evang. Kirchengemeinde bei der Bewirtung der Gäste an der
Robert-Meier-Hütte geholfen.
Jahresrückblick 2006 der
Schlepperfreunde
Museumsführungen
außerhalb der Öffnungszeiten:
Durch den 1. Vorsitzenden wurden nachstehend aufgeführte
Museumsführungen durchgeführt.
Am 17.05. hat
eine Gruppe von etwa 50 Personen von älteren Bürgerinnen und
Bürgern aus Ohlsbach und
seiner benachbarten Partnergemeinde aus dem Elsass das Dorfmuseum
Eichstetten besucht.
Am 18.06. kamen
die Siedlergesellschaft
Freiburg-Mooswald und die Freunde
der Geschichte von Ohlsbach ins Eichstetter Dorfmusem. Die
Siedlergesellschaft Freiburg-Mooswald hatte alle Helfer, die ihren
Verein im Vorjahr unterstützt haben, nach Eichstetten eingeladen.
Auf dem Weg vom Bahnhof zum Museum erfuhren die „Mooswälder“ von Werner Rinklin einiges über die
Geschichte von Eichstetten und zu bestimmten Gebäuden.
Am 10.09. kam
eine Gruppe von Aktiven des Dorfvereins
Biengen in das Eichstetter Museum. Der Dorfverein Biengen
betreibt im Bad Krozinger Ortsteil auch ein Museum und so ergab sich
schnell ein guter und wichtiger Erfahrungsaustausch.
Die Zahl der Museumsbesucher
wird im Jahre 2006 auf ca. 950
geschätzt. (an den 7 offiziellen Öffnungstagen ca. 700 und an
weiteren Führungen ca. 250).
Das Faltblatt mit einem Auszug der
Eichstetter Geschichte in Kurzform sowie zum Gebäude des Museums
mit den Themen der Aktionstage und dem Programm des Museums wurde
rechtzeitig herausgegeben. Dieses Faltblatt wurde im Rathaus, in den
Banken und in Geschäften zur Mitnahme angeboten. Wie in den
Vorjahren hat Manfred Breisacher
dieses Faltblatt für den Verein erstellt.
Zu allen
Aktionstagen im Museum aktualisierte Manfred
Breisacher als Leiter der Internet-AG auf dem PC im Museum die Homepage der Gemeinde
Eichstetten, damit sich Interessierte die neueste
Präsentation der Gemeinde Eichstetten im Internet ansehen konnten.
Darüber hinaus stellte Herr Breisacher Fotos zu den Thementagen
und die Aktivitäten des Heimat- und Geschichtsvereins auf der
Homepage der Gemeinde ins Internet.
4 Mitglieder konnten neu in den Verein aufgenommen
werden.
Mitgliederzahl
am 31.12.2006: 190
Werner Rinklin (1. Vorsitzender)
weitere
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