Im Vereinsjahr
2008 fanden 5 Vorstandsitzungen
statt.
Mitgliederversammlung:
Die Mitgliederversammlung fand am Freitag, 15.02.2008, im Saal des
Gasthauses „Rössle-Post“ statt.
Die Vorstandschaft wurde in der Versammlung einstimmig entlastet.
In der Nachfolge von Wilhelm Meier
wurde Rolf Hempel als Rechner
neu in den Vorstand gewählt.
Wiedergewählt wurden: Werner
Rinklin als 1. Vorstand und
Ella Berger und Kurt Friedmann als
Kassenprüfer.
Ehrenmitgliedschaft für Wilhelm Meier
(Bericht):
Für seine 20-jährige Tätigkeit als Rechner seit der
Vereinsgründung wurde Wilhelm
Meier in der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. In diesem
Zeitraum hat Herr Meier mit 1.002 Buchungen 98.403 € als Einnahmen und
81.565 € als Ausgaben verbucht.
Ausstellung im Dorfmuseum:
Zunächst wurde nachgeschaut, was in Büchern von Dr.
Fregonneau, Pfarrer Issel, Ehrenbürger Adolf Gänshirt und Dr.
Steffens zu Eichstetter Gasthäusern zu finden war. Im
Ortsfamilienbuch von Herrn Heinzmann wurden Informationen zu Gastwirten
gesucht. Durch Aufrufe im Nachrichtenblatt und persönliche
Kontakte kamen nach und nach wertvolle alte Postkarten und
Ausstellungsgegenstände, vor allen Dingen aus ehemaligen nicht
mehr in Betrieb befindlichen Eichstetter Gaststätten, zusammen.
Allen, die Leihgaben oder alte Postkarten für diese Ausstellung
zur Verfügung gestellt
haben, sei herzlich gedankt. Besonders erwähnt
werden dürfen auch die Bilder aus den privaten Sammlungen von Werner Trautwein aus Bad
Säckingen und Andreas Giesen
aus Eichstetten. Die Museumsgruppe hat unter
tatkräftiger Mithilfe von Rolf
Hempel, Erich Berntatz, Rudi Blatz, Karlheinz Probst, Arthur Bury,
Harry Berkenbrink und Helmut Nockemann aus Bahlingen unter
fachlicher Begleitung von Martin
Gruber über Wochen mit sehr viel Zeitaufwand eine
Ausstellung zur Geschichte der Eichstetter Gasthäusern aufgebaut.
Die sonst üblichen Schautafeln wurden durch den Eichstetter Museumsboten ergänzt. In
diesem Museumsboten wurde die Geschichte von 18 Eichstetter
Gasthäusern und Straußwirtschaften als eine Zeitreise
beschrieben, mit vielen teils sehr alten und aktuellen Aufnahmen
versehen. Beim Zusammentragen der vielen Daten im Museumsboten darf
auch Manfred Breisacher
erwähnt werden. Dieser Museumsbote zur Geschichte der Eichstetter
Gasthäuser kann wieder als gelungenes Werk von Martin Gruber und
seinem Team angesehen werden. Diese Museumszeitung, die Ausstellung und
das von Helmut Nockemann
gestaltete Wirtshausschild wurden von vielen Museumsbesuchern
während des Jahres mit sehr viel Lob bedacht. Die Besucher konnten
es sich an den alten Biertischen gemütlich machen. Dadurch wurde
die Ausstellung auch mit Leben erfüllt. Man kann im Nachhinein
sagen: Das Thema passte hervorragend zum 20-jährigen
Vereinsjubiläum.
Dachgeschoss:
Die Ausstellung im Dachgeschoss unter dem Titel „Was fehlt auf dem Wannenberg?
Zerstörte Funde auf dem frühmittelalterlichen Friedhof und
ihre Rekonstruktion“ wurde unverändert auch im Jahre 2008
dargeboten, allerdings zum letzten Mal. Eine nähere Beschreibung
dieser Ausstellung ist im Tätigkeitsbericht
2006 zu finden.
Scheune:
Damit die Scheune bei Aktions- bzw. Thementagen genutzt werden konnte,
wurde dort keine besondere Ausstellung aufgebaut.
Museumshock (Bericht):
Der Museumshock fand am 25. Mai bei gutem Wetter und sehr vielen
Besuchern statt. Vor dem eigentlichen Hock wurden zum 20-jährigen
Vereinsjubiläum Ehrenmitglieder, ehemalige und aktuelle
Vorstandmitglieder sowie Mitglieder, die sich in all den vielen Jahren
sehr für die Belange des Heimat- und Geschichtsvereins eingesetzt
haben, als Dankeschön zu einem typischen Eichstetter Sonntags-
oder Festtagsessen (Nudelsuppe, Rindfleisch und Meerrettichsoße)
in die Gaststube des Gasthauses „Obere Schule“ eingeladen.
Thementage:
8. Juni 2008 – Stammtischgespräche (Bericht):
Mit diesem Thema sollte an die oft einzige
Kommunikationsmöglichkeit früherer Zeiten außerhalb der
Familie, der Nachbarschaft oder dem Verein erinnert werden. Denn
Gasthäuser gab es schon, bevor es die heute
selbstverständlichen Kommunikationsmittel wie Zeitung, Radio,
Fernseher, Telefon oder Internet gab. Trotz seiner schweren Krankheit
hat es sich Walter Hiss an
diesem Tag nicht nehmen lassen, dabei zu
sein. Sein Wunsch, dass der Verein „Gesprächsabende“ anbietet,
soll hier erwähnt sein.
13 Juli 2008 – Eisherstellung (Bauernhofeis)
(Bericht):
An diesem Tag wurde Kindern und Eisliebhabern etwas Besonderes geboten.
Rosemarie und Jürgen Giesin
aus Freiamt-Mußbach
präsentierte ihr selbst hergestelltes Bauernhof-Eis. In
vergangenen Zeiten war der Eisgenuss eine Seltenheit und es war schon
etwas Besonderes, wenn Kinder in einem Gasthaus ein Eis oder einen
„gelben Sprudel“ kaufen durften.
10. August 2008 – Rund um das Bier (Bericht):
Selbst in einer Weinbaugemeinde lockte dieses Thema bei gutem
Sommerwetter – gleichzeitig fand im Samengarten auch der Tomatentag
statt – viele Besucher zum Museum. Der gelernte Bierbrauer Stefan
Motzkus betreibt mit einem Kollegen im Nebenerwerb im
Gebäude der
ehemaligen Riegeler Bierbrauerei die Hausbrauerei Römerbräu.
Er war an diesem Tag der richtige Ansprechpartner zum Erleben des
erfrischenden Gerstensaftes. Herr Helmut
Nockemann war an diesem Tag auch mit
Rat und Tat dabei.
12. Oktober 2008 –Schnitzen von
Kürbissen und Brettspiele (Bericht):
Bei wunderschönem Herbstwetter fand der zweitletzte Thementag
dieser Saison im Eichstetter Dorfmuseum statt. Entsprechend gut war der
Besuch. Während auf dem Platz vor dem Museum die zahlreichen
Kinder (und viele Erwachsene) die vielfältigsten Kürbisse
schnitzten, konnte man im Museum alte Brettspiele ausprobieren. Eine
Besonderheit war dabei das Spiel "Gäns-Dabbe", eine einfache Form
des Mühlespiels mit 2 mal 2 Steinen. Fritz Danzeisen hat dieses
Spiel aus alter Erinnerung gefertigt und dem Verein gespendet. Der
Heimat- und Geschichtsverein bot wieder Spezialitäten aus dem
Holzofen an. So konnte man Griebekuchen, Zwiebelkuchen und
"Apfelwähe" genießen. Dazu gab es neuen Wein, der vom
Weingut Jürgen Walz gespendet wurde. Auch Kürbiscremesuppe
stand auf dem Speisezettel.
Als Überraschung gab es Tanzeinlagen von den "Dance-Girls" aus dem
Mitteldorf, einer Tanzgruppe von 4 Schülerinnen aus der Klasse
5/6.
09. November 2009 – Cego spielen und
Saisonabschluss (Bericht):
Zum traditionsreichen badischen Kartenspiel „Cego“ kamen wieder
zahlreiche Besucher am letzten saisonalen Öffnungstag ins Museum.
Wie gewohnt wurde im Buchhus an diesem Tag tüchtig gearbeitet. Ab
18.00 Uhr versammelten sich die Helferinnen und Helfer des Hocks, der
Museumssaison und die Vorstandsmitglieder zum gewohnten Abschlussfest.
Beim Gemüsefest verkaufte der Verein
im Festbereich wieder Würste und Brot. Im Rahmen der Besichtigung
des Samengartens war auch Gelegenheit für einen Museumsbesuch (Bericht).
Im Rahmen der Frederickwoche (Bericht) besuchte die Klasse 2
mit Frau Kleffmann unser
Museum. Zunächst wurde in der neu
eingerichteten Schankstube Platz genommen, Lehrerinnen lasen
abwechselnd verschiedene Geschichten vor. In der Zwischenzeit
bereiteten Anna-Maria Schmidt
und Petra Weishaar das
Pizzabacken und
Kürbisschnitzen vor.
In einem sehr
gut besuchten Bild-Vortrag berichteten Dr.
Bertram Jenisch (Archäologe) und Dr. Thomas Steffens (Historiker) am
28. Oktober über das „Das
vergessene St. Peterskloster auf dem Kaiserstuhl“ im Eichstetter
Dorfmuseum. Auf zwei Bergen des Kaiserstuhls gibt es Spuren
mittelalterlichen Eremitenlebens. Dabei wurde auch über die
Ergebnisse der Georadar-Untersuchung auf der Eichelspitze berichtet (Bericht).
Arbeitskreis Jüdische Geschichte
Von den Spendengeldern auf dem Sonderkonto konnten am 24.07.2008 an 4
Stellen weitere 8 Stolpersteine von Gunter
Demnig verlegt werden (Bericht). Somit sind bereits 41
Stolpersteine an 16 Stellen in Eichstetten verlegt.
Neckarzimmern-Mahnmale:
Als ein Projekt der Schule unter Federführung von Pfarrer Martin Haßler, Lehrer Manfred
Breisacher und Steinmetz Joachim
Bihl haben vier Neuntklässler der
Adolf-Gänshirt-Schule das Mahnmal vor der ehemaligen
jüdischen Schule gefertigt. Zur Erinnerung an die Deportation am
22. Oktober 1940 wurden zwei identische Gedenksteine gefertigt, wovon
eines bei einer zentralen Einweihungsfeier am 17. Oktober in
Neckarzimmern eingeweiht wurde (Bericht).
Das andere wurde dann am 22. Oktober in Eichstetten mit
Unterstützung von Bürgermeister Bruder, Mitgliedern des
Gemeinderates, des Pfarrerehepaares Hassler und Mitgliedern des
Arbeitskreises übergeben (Bericht).
Gedenken an die gewaltsame Zerstörung
der Synagoge (Bericht):
Zum
Gedenken an die gewaltsame Zerstörung der Synagoge am 10. November
1938 fand am 10. November 2008 abends im Altweg am Ort des Geschehens
eine Gedenkveranstaltung unter Mitwirkung des Posaunenchores statt.
Arbeitskreis Schlepperfreunde:
Der Arbeitskreis berichtet separat über seine Aktivitäten.
Museumsführungen außerhalb der
Öffnungszeiten:
Durch den 1. Vorsitzenden wurden nachstehend aufgeführte
Museumsführungen durchgeführt.
Aufgrund schlechten Wetters musste eine geplante Wanderung von Elfriede
Walz durch die Weinberge mit Weinprobe für einen
schwäbischen
Albverein mit 45 Personen ausfallen. Man ging dafür in unser
Museum. Die Gäste waren mit dieser Alternativlösung bestens
zufrieden.
Vom 04. Juni
bis 29. Oktober war das Museum jeden
Mittwoch von 17 – 19 Uhr geöffnet. Dieses Angebot wurde
gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr wahrgenommen.
Die Zahl der Museumsbesucher wird im Jahre
2008 auf ca. 1200 geschätzt.
Ein Dank gilt
Manfred Breisacher für die
Erstellung der Flyer und Plakate zu
Veranstaltungen im Museum.
Zu allen Aktionstagen im Museum aktualisierte Manfred Breisacher als
Leiter der Internet-AG auf dem PC im Museum die Homepage der Gemeinde
Eichstetten, damit sich Interessierte die neueste Präsentation der
Gemeinde Eichstetten im Internet ansehen konnten. Darüber hinaus
stellte Herr Breisacher Fotos über die Aktionstage und die
Aktivitäten des Heimat- und Geschichtsvereins auf der Homepage der
Gemeinde ins Internet.
Ein besonderer
Dank gilt auch an Hannelore und Erich
Berntatz als „quasi Hausmeister“
des Museums. Sie sind immer da und richten alles her.
Mitgliederbewegung:
9 Mitglieder konnten neu in den Verein aufgenommen werden. 5 Mitglieder
sind verstorben.
Werner Rinklin (1. Vorsitzender)
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