Informationen zur Ausstellung
im Dorfmuseum Eichstetten




Die neue Eichstetter Ausstellung zeigt nahezu alles, was man früher
im Alltag brauchte und in einem "Tante-Emma-Laden" bekam: von der Mausefalle über den Kaffee bis zu den Socken.



Zu bestaunen gibt es neben der alten Originalholztheke aus "Tante Idas Laden" u. a. alte Blechdosen mit Werbeaufdruck, "Fass-Dichte", Hufnägel, Borax-Kernseife, Strapse, metallene Haarkämme, Milchsiebe, kupferne Wärmflaschen, Sturmriegel für Fensterläden, Zwick, Bindfaden, lederne Schuhriemen, Creme zum Schnurrbart färben, Ärmelhalter, alte Werbeemailschilder (von der Bierwerbung über Waschpulver bis zur Storckschokolade), original verpackte Knöpfe, Gürtelschnallen, Spangen und Wolle (erhalten aus Pfisters Kurzwaren-Lädili).
 


Ebenso begeistert die Besucher eine Sammlung verschiedener Kaufmannswaagen, die von der Balkenwaage mit den dazugehörenden Gewichten bis zur neuzeitlichen mechanischen Waage reichte.
 


Ein anderer „Hingucker“ sind die ausgestellten Kassen: Von der einfachen Holzgriffkasse von 1907 bis zur elektronischen Registrierkasse ist alles vorhanden. Parallel hierzu kann man die verschiedenen Geldscheine von damals bis heute bestaunen. Interessant sind sicherlich auch die ausgestellten Rechnungs- und Kassenbücher der Kauffrau Philippina Schadt von 1883 bis 1912. Aus diesen Büchern kann man ersehen, was die Leute damals einkauften und was sie anschreiben ließen. Auch war dieser Laden eine Art Kleinkreditgeber: So schrieb Frau Schadt auf, wem sie neben den Waren auch noch Geld geliehen hatte. Wurden die Waren bezahlt, strich sie den Betrag durch, wurden die Geldschulden beglichen, vermerkte sie dies mit „erhalten“.

Text: Rolf Hempel und Annette Hornecker

Fotos: Manfred Breisacher

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