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Vorstandsitzung
am 24.01.2002
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Mitgliederversammlung
am 15.02.2002 im Saal des Gasthauses Rössle. Im Anschluss an den
offiziellen
Teil der Versammlung hielt Herr Kurt Heinzmann einen Vortrag zum Inhalt
des Eichstetter Ortsfamilienbuches.
Zusammen mit
der
Einladung zur Mitgliederversammlung wurden unsere auswärtigen
Mitglieder
darauf aufmerksam gemacht, dass
a) über die
Gemeinde Eichstetten die zwei Chronikbände zur Geschichte des
Dorfes
erhältlich sind,
b) beim
Südwestfunk
eine CD der Tonbandaufnahme zum Morgenläuten aus Eichstetten am
09.12.2001
erhältlich ist,
c) dass am
Museumshock
das Eichstetter Ortsfamilienbuch erworben werden kann,
d) dass am
16.04.2002
ein Film über den Eichstetter Gemüsebau unter dem Titel
„Gelbe
Rüben und Co“ im Fernsehen ausgestrahlt wird.
Wir denken, dass unsere 30 auswärtigen Mitglieder (u.a. ehem. Eichstetter Bürger) über solche Hinweise froh sind und dadurch ihre Verbindung zu Eichstetten etwas lebendig bleibt.
Unter der Leitung von Herrn Dr. Mohr absolvierten Studenten der Universität Freiburg in Eichstetten ein Kulturgeographisches Praktikum vom 18.-22.02.2002. Ziel dieses Praktikums war es Ortuntersuchungen zu üben. Aus der Erfahrung bei der Konzipierung des Natur- und Kulturlehrpfades sollten erste Ideen auf Anregung des Heimat- und Geschichtsvereins für die Anlage eines Dorfrundganges gesammelt werden.
Dabei wurden
sechs
Themen bearbeitet:
Gemeinwesen,
Genossenschaften,
Gesundheitswesen, Landwirtschaft unter Einbeziehung des
ökologischen
Landbaues, Handwerk und Gewerbe sowie die ehemals jüdische
Bevölkerung.
Der Heimat- und
Geschichtsverein hofft sehr, dass das Natur- und Kulturlehrpfad mit
diesen
Themen erweitert werden kann.
Die Broschüre
über dieses Praktikum kann bei einer Fortschreibung der
Eichstetter
Dorfgeschichte zu einem späteren Zeitpunkt zu vorgenannten Themen
bestimmt noch wertvolle Dienste leisten. Herrn Dr. Mohr danken wir
sehr,
dass er dieses Praktikum in Eichstetten durchführte.
Die Idee das
Eichstetter
Genossenschaftswesen im Jahre 2003 im Museum darzustellen ist aus
diesem
Praktikum abzuleiten.
Ausstellungen
Dachgeschoss:
100 Jahre Rotes
Kreuz in Eichstetten (Jubiläumsausstellung)
950 Jahre
Eichstetter
Kirche.
Diese beiden
Ausstellungen
im Dachgeschoss wurde vom Ortsverein des Roten Kreuzes und von der
Evang.
Kirchengemeinde selbst aufgebaut. Dafür bedanken wir uns.
Erdgeschoss:
Dörfliche
Apotheke
und Hausmittel. Winfried Kullmer hatte dafür viele historische
Utensilien
aus den Beständen der Kaiserstuhl-Apotheke als Leihgaben zur
Verfügung
gestellt. Rezepturwaage, Tabletten- und Zäpflepressen,
verschiedene
Gefäße und Aufzeichnungen waren gut übersichtlich
aufgebaut. Urkunden, Etiketten und einige Fotos belegten die
Entwicklung
der Eichstetter Apotheke seit der Gründung im Jahre 1798.
Zur Heilkunde und
Hausmittelbereitung gab es Informationen mit Fotos von Brigitte Ziser.
Die frühere Situation in der Krankenpflege wurde mit einem
historischen
Bett samt „Patient“ und „Pflegerin“ treffend dargestellt.
In der Scheune war
unter dem Titel „Traditionelle Tierheilkunde“ eine Vielzahl von
Gebrauchsgegenstände
zu sehen, die der pensionierte Eichstetter Tierarzt Dr.
Hilkene vor nicht
allzu langer Zeit bei der Ausübung seines Berufes benutzte.
Mitglieder der Museumsgruppe des Vereins haben mit starker Unterstützung von Herrn Dr. Stöckl und dem Historiker Herrn Dr. Steffens die Ausstellung im Erdgeschoß und Scheue aufgebaut.
Erstmals wurde ein Faltblatt mit einem Auszug der Eichstetter Geschichte in Kurzform sowie zum Gebäude des Museums mit den Themen der Aktionstage und dem Programm des Museums im Jahre 2002 herausgegeben. Dieses Faltblatt wurde an die auswärtigen Mitglieder gegeben, in den Banken und in Geschäften offengelegt und an die Inhaber von Ferienwohnungen und Vermieter von Gästezimmern gegeben als Hinweis für interessierte Übernachtungsgäste in Eichstetten zu den Museumsaktionstagen .
12.05.
Museumshock
verbunden mit der Präsentation des Ortsfamilienbuches. Herr
Heinzmann
war als Autor des Buches persönlich anwesend und signierte die an
diesem Tag gekauften Bücher. Das Interesse an diesem Werk war gut,
so dass die für diesen Tag für den Verkauf vorgesehenen Werke
nicht ausreichten. Deshalb erklärte sich Herr Heinzmann bereit
beim
Aktionstag im Juni nochmals nach Eichstetten zu kommen.
Im Laufe des
Nachmittags
begrüßte Vorstand Werner Rinklin am Hock die Gäste,
insbesondere
Herrn Kurt Heinzmann und Bürgermeister Kiechle. Herr Kiechle und
Herr
Heinzmann sprachen auch ein paar Worte an die Hockbesucher.
Während der Museumssaison 2002 wurden insgesamt 68 Ortsfamilienbücher verkauft. Davon 40 Stück an Mitglieder mit einem Nachlaß von 5 € pro Stück aus der Vereinskasse.
Aktionstage:
Juni:
„Schmieren
und salben“.
Wie Salben und
Cremes
hergestellt werden, zeigten die beiden Apotheker Reiner Vogt und Martin
Kullmer. An diesem Nachmittag konnten sich die Besucher auch
„schröpfen“
lassen. Der pensionierte Arzt Erich Auch stellte diese alte Kur vor.
Juli: „Alles
dreht
sich um die Pille“.
Winfried Kullmer
zeigte wie früher Tabletten hergestellt wurden. Pillen drehen
gehörte
bis vor 40 Jahren noch zur Ausbildung des Apothekers. Pillen wurden von
Anfang bis Ende von Hand hergestellt. Interessiert standen die
Museumsbesucher
am Arbeitstisch und verfolgten gespannt jedem seiner Handgriffe.
August:
„Zäpfle
gießen und pressen“
Bei der dritten
und letzten Vorführung über die Arbeit des Apothekers wurde
von
Winfried Kullmer das Zäpflepressen vorgeführt. Die Mischung
wurde
dazu in eine Pressmaschine geschüttet. Dann wurde das Gewinde
zugedreht
wodurch die Masse gepresst wurde. Heraus kamen drei kleine
Zäpfchen.
September:
„Likör-
und Weinbereitung aus Kräutern“
Frau Magda
Thalheimer
zeigte wie diese Getränke für verschiedene Zwecke in jedem
Haushalt
selbst hergestellt werden können. Je nach Pflanzenauszug dienen
sie
zum Beispiel der Verdauungsförderung, wirken durchblutungsanregend
oder sind
durch ihre
Kräuter-
und Beerenzusätze ein ungewöhnliches Geschmackserlebnis. Der
Jahreszeit entsprechend wurden einige Anregungen zur Verarbeitung der
Holunderbeere
vorgeführt.
Oktober:
„Sauerkraut
einschneiden und Kürbis schnitzen“.
Unter dem Motto
„zuschauen oder mitmachen“ hatten die Besucher dieses Aktionstages die
Wahl. Die Erwachsenen haben Sauerkraut eingeschnitten, die Kinder
Kürbisse
geschnitzt. Wie im Vorjahr wurden wieder ca. 2 Zentner Kraut
eingeschnitten.
Das Kraut und die Kürbisse wurden von Annemarie Schmidt für
diesen
Zweck angebaut und dem Verein gespendet.
Außerdem wurden im Oktober und November ganze Samenträger von Gemüsepflanzen aus dem Samengarten der Stiftung „Kaiserstühler Garten“ ausgestellt. Unter Samenträger versteht man den Samenstand einer Gemüsepflanze die durch den Blütenprozess zu Samen reifen kann.
November:
„Herbstkranz
binden“
Frau Magda
Thalheimer
zeigte an diesem letzten Aktionstag das binden von Herbstkränzen.
Dabei kam es gar nicht darauf an, ob der Kranz rund oder besonders bunt
wird. Bei der Vermittlung der Technik sollte den Interessierten das
Gefühl
vermittelt werden, dass das was man selbst macht besonders wertvoll ist
und wie es mit einfachen Mitteln möglich ist einen schönen
Herbst-
oder Adventskranz selbst herzustellen.
Die Zahl der Museumsbesucher wird im Jahre 2002 auf ca. 2.500 geschätzt. Ein guter Beitrag zur Belebung des Oberdorfes.
Bei einer
BZ-Serie
über die Museen in der Region wurde am 12. Oktober das Eichstetter
Dorfmuseum in der Badischen Zeitung vorgestellt.
Am 28.11.2002
wurde
im Neuen Schloß in Stuttgart der Archäologiepreis des Landes
Baden-Württemberg an unser Vereinsmitglied Herr Dr. Horst
Stöckl
verliehen. Der Heimat- und Geschichtsverein gratuliert Herrn Dr.
Stöckl
zu dieser Auszeichnung.
Als Auftakt zum zweiten Eichstetter Gemüsefest zeigte Annemarie Schmidt bereits am Samstag 31.08.2002 wie Brot im Museumsbackofen im „Buchhus“ gebacken wird. Einige auswärtige Besucher, darunter ein Ehepaar aus dem Elsaß waren von dieser Aktion richtig begeistert, so dass dadurch ein mehrfacher Kontakt zum Eichstetter Museum entstanden ist.
Die Schlepperfreunde stellten für das Gemüsefest vier Traktoren älteren Baujahres zur Unterstützung der Dekoration zur Verfügung.
Am Sonntag, 15. Dezember, 17 Uhr, stellte das international renommierte Gitarrenquartett im Dorfmuseum sein neues Tango-Programm vor. Das Quartett besteht aus den in Eichstetten lebenden Künstlern Pia Grees und Matthias Kläger sowie einem in Belgien und Frankreich tätigen Gitarristen.
Zu allen Aktionstagen im Museum aktualisierte Manfred Breisacher als Mitarbeiter der Internet-AG auf dem PC im Museum die Homepage der Gemeinde Eichstetten, damit sich Interessierte die neueste Präsentation der Gemeinde Eichstetten im Internet ansehen konnten.
Mit ungefähr 30 Arbeitsstunden hat Erich Berntatz im neuerrichteten Schopf auf dem Aumühlengelände Regale zur Aufbewahrung kleinerer Gegenstände eingebaut.
8 Mitglieder
konnten
neu in den Verein aufgenommen werden.
gez. Werner
Rinklin, 1. Vorsitzender