Vorstandsitzungen waren am 09.01.,
11.04. und 27.10.2003.
Die Mitgliederversammlung fand am
21.02.2003 im Saal des Gasthauses Rössle statt.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung hielt Herr Manfred Steinfeld einen Vortrag
zum Thema „Entwicklung des
Genossenschaftswesens“.
Nachstehend sind noch eine wichtigen Daten aus der Mitgliederversammlung in diesem Tätigkeitsbericht festgehalten:
Die
Vorstandschaft wurde in der Versammlung einstimmig entlastet.
Bei den Wahlen wurden
wiedergewählt: Anna-Maria
Schmidt als 2. Vorstand und Martin
Gruber als Schriftführer.
Kurt Heinzmann wurde aufgrund eines
einstimmigen Beschlusses der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Kurt
Heinzmann ist der Autor des Eichstetter Ortfamilienbuches und hat
über einen langen Zeitraum dazu die Daten zusammengetragen. Ebenso
hat er mit je einem Beitrag an den beiden Chronikbänden
mitgewirkt. Dies wurde in einer Laudatio in der Mitgliederversammlung
von Werner Rinklin gewürdigt.
Ausstellungen im Jahre 2003:
Sonderausstellung an 3 Sonntagen vom 19.01. – 02.02.2003 zum Thema „Kunst aus Stein und Holz“
Eine ungewöhnliche Ausstellung von Bildern, Steinplatten und
Arbeiten, die Holz und Stein miteinander verbinden, war im Museum zu
besichtigen. Eva Mai aus
Vörstetten und Kurt Friedmann
aus Eichstetten, beide Lehrer an den Gewerblichen und
Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen Schulen in Emmendingen (GHSE),
stellten Bilder aus Steinpigmenten aus. Sie entstehen durch eine
besondere Art von Malerei, für welche die Künstlerin Steine
aus unterschiedlichsten Ländern in Mörsern
zerstößt und verarbeitet. Die mit natürlichen Farben
gemalten Bilder setzt Kurt Friedmann in den entsprechenden Rahmen.
Es waren Motive wie Freiburger Pflaster sowie genuesische Bodenmosaike
und freie Malereien zu sehen, ebenso „Mosaike auf Stein“ und
Schülerarbeiten, die an den Projekttagen der GHSE aus Anlass des
Landesjubiläums entstanden sind.
Kleine Besucher konnten sich in der Ausstellung selbst
künstlerisch betätigen, denn sie durften malen – und zwar mit
Erde, was Kinder bekanntlich gerne tun. Die Maltechnik erfolgte nach
einem Rezept aus dem Altertum. Einzelne Ausstellungsstücke konnten
käuflich erworben werden. Der Erlös aus dem Verkauf von
Ausstellungsstücken und Spenden für Kaffee und Kuchen oder
ein Getränk wurde mit 550 € an eine berufliche Schule in Chile
weiterleitet, mit der die GHSE seit Jahren in Verbindung steht. Ca 500
Besucher konnte diese Ausstellung anziehen.
Reguläre Ausstellungen von Mai
bis November
Dachgeschoss: Das Bruderhäusle
auf der Eichelspitze (mittelalterliche Einsiedelei)
Das
Landesdenkmalamt hatte die jüngsten Funde für eine
Ausstellung im Eichstetter Dorfmuseum zur Verfügung gestellt.
Bodenschätze aus Eichstetten (Das Bild eines
Steinschränkchens der Markgräfin Caroline Louise von Baden
aus Eichstetter Bandjaspis), mittelalterliche und neuzeitliche Funde
aus dem Bereich des Schwanenhofes wurden gezeigt.
Untergeschoss: Das Eichstetter
Genossenschaftswesen und die ehemalige Pferdeversicherung
Scheune: Einstige
Wiesenbewirtschaftung und Kellereigeräte.
Beachtenswert war dabei eine von Robert Meier nachgebaute Stellfalle.
Zur Vorbereitung der Ausstellung im Untergeschoss waren einige
Besprechungen notwendig. Daran nahmen teil. Fritz Bär, Otto Frei,
Wilhelm Meier, Werner Rinklin, Dr. Horst Stöckl und Manfred
Steinfeld. Die Gesamtverantwortung der Ausstellung im Erdgeschoss wurde
bei der ersten Besprechung am 12.02.2003 an Herrn Manfred Steinfeld
übertragen. Obwohl der Aufruf im Gemeindeblatt, Bilder oder
Gegenstände für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen
ohne großen Erfolg war, konnte Herr Steinfeld doch genügend
Material für eine gelungene Ausstellung zusammentragen. Dazu wird
in diesem Tätigkeitsbericht festgehalten, dass alle
Ausstellungsstücke auf einer CD dokumentiert sind, um später
darauf zurückgreifen zu können.
Die Verantwortung für die ebenso gelungene Ausstellung im
Dachgeschoss hat Herr Horst
Stöckl übernommen und auch alles aufgebaut.
Die Ausstellung in der Scheune und im Schopf hat Richard Danzeisen und Rudi Uricher aufgebaut.
Museumshock und Aktionstage:
Bei gutem Wetter fand am 11. Mai der Museumshock
zur Eröffnung der Museumssaison statt. Der Umsatz an diesem
Tag erreichte nicht das Ergebnis der Vorjahre. Sowohl Kuchen und
Würste waren übrig. Der Geschäftsstellenleiter der
Volksbank, der Vorstand vom Bodenverband und die Vorsitzende der WG
waren als Vertreter der noch bestehenden Genossenschaften bzw.
Nachfolgeorganisation eingeladen.
Am 08. Juni (Pfingstsonntag) zeigte Wilhelm
Danzeisen das Flechten von
Obstpflückkörben (Graddä).
Am 13. Juli wurde die Pferdeschätzung
mit dem Pferd von Wilhelm Hiß gezeigt. Ehemalige Aktive
des Pferdeversicherungsvereins wie Dr.
Hilkene, Karl Roth und Karl
Reitzel waren für ein Erinnerungsfoto anwesend und konnten
vor dem Museum noch über die frühere Pferdevorführung am
Gründonnerstagmorgen berichten.
Am 10. August war der Aktionstag der früheren Eichstetter Milchviehhaltung
gewidmet. Otto Frei und Otto Zimmerlin berichteten über
ihre Zeit als ehemalige Milchsammler. Immerhin wurden im Jahre 1969
noch 255.000 Liter Milch in Eichstetten für die Breisgau-Milch in
Freiburg abgeliefert. Während die Sommerhitze nicht zu einem
Aufenthalt im Freien einlud, erzählten sich die Museumsbesucher
bei einem „Bibiliskäsbrot“ in der „Kühle des Museumsraumes“
die alten Geschichten „Rund ums Milchhüsli“.
Am 12. Oktober wurde wieder wie in den Vorjahren im Hof des Museums mit
viel Begeisterung „Sauerkraut
eingeschnitten“ und von den Kindern Kürbisse geschnitzt.
Viele Helfer vom Verein halfen dabei, die Arbeit zu bewältigen.
Anna-Maria Schmidt hat als zweite Vorsitzende das Weißkraut und
die Kürbisse für eine zusätzliche Einnahme dem Verein
wieder zur Verfügung gestellt und musste auch während des
heißen Sommers dafür sorgen, dass das Kraut für diesen
Aktionstag überhaupt gewachsen ist.
Mit dem Aktionstag am 09. November wurde die offizielle Museumssaison
beendet. Dabei sollte auch eine Verbindung zu der im Jahre 1924
gegründeten Winzergenossenschaft
Eichstetten hergestellt werden. Langjährige
Vorstandmitglieder der WG wie Richard
Trautwein und Herbert
Höfflin konnten über die zurückliegende Zeit
befragt werden. Im Hof des Museums wurden zum Abschluss des
hervorragenden Weinjahrganges 2003 das Pressen der Trauben gezeigt.
Dabei kamen auch die Kinder auf ihre Kosten. Sie durften helfen, auf
der kleinen „Trotti“ (Kelter) Trauben zu pressen und das Mostgewicht
des Traubensaftes auf dem Refraktometer ablesen. Dabei wurden Werte um
die 114 Grad Öchsle gemessen. Der frisch gepresste Traubensaft
konnte probiert werden. Ab 18.00 Uhr versammelten sich die Helfer der
Museumssaison zum gewohnten Abschlussfest.
An den 4 Adventssonntagen wurde noch eine Krippenausstellung von Adolf Peitz aus Freiburg für
ca. 350 Besucher im Museum geboten. Mit über 70
ungewöhnlichen Krippen, weihnachtlichen Bildern und über 600
Papierengeln sowie in verschiedenen Dialekten kunstvoll geschriebenen
Weihnachtsevangelien wurde eine vorweihnachtliche Stimmung vermittelt.
Wenn der Besucherandrang es ermöglichte, hat Herr Peitz seine
Werke liebevoll erklärt.
Ausflug am 14. September
Nach 15 Jahren Vereinsgeschichte wurde für die langjährigen
Helfer im Zusammenhang mit dem Museumsbetrieb ein
„Dankeschön-Ausflug“ unternommen, bei dem der Verein die
Fahrtkosten übernahm. Rechtzeitig schriftlich eingeladen wurden 52
Helferinnen und Helfer incl. deren Ehepartner. 33 Teilnehmer aus diesem
Personenkreis nahmen am Ausflug teil. Um den Bus vollzubekommen, wurde
zweimal im Nachrichtenblatt auf die Möglichkeit hingewiesen, dass
weitere Ausflugsteilnehmer bei Bezahlung von 10 € Fahrtkosten mitfahren
können. Nach einigen kurzfristigen Absagen fuhren wir dann mit 41
Personen. Bei herrlichem Spätsommerwetter ging die Reise in das
benachbarte Elsaß und in den Osten von Lothringen mit dem Ziel
zunächst das ehemalige KZ-Lager
Natzweiler-Struthof und ein Bauernhaus-Museum
in Etival zu besuchen. Mit einem Bus des Reiseunternehmens Bohn
mit dem Fahrer Hans-Dieter Rinklin starteten wir um 8.00 Uhr am
Lindenplatz und den weiteren Haltepunkten Marienstraße und
Saint-André-Platz. Nach einer Pause kamen wir um 10 Uhr im
ehemaligen KZ-Lager Struthof an. Sehr nachdenklich waren alle Besucher
dieses Lagers, das das einzige Vernichtungslager der Nazi-Herrschaft
auf französischem Boden gewesen war. Die Weiterfahrt brachte uns
nach Etival. Vor dem Besuch des Bauernhaus-Museums wurde in einem von
Familie Stöckl gut ausgesuchten Lokal das Mittagessen eingenommen.
Danach besuchten wir im Ort das Bauernhof-Museum.
Am 26. Oktober zur Einweihung des
Informations-Pavillons am Bahnhof hatten die Vereine, die sich
nicht am Schwiboge-Wifescht beteiligen, Gelegenheit, mit der Bewirtung
der Gäste den Kassenstand zu verbessern. Der Heimat- und
Geschichtsverein verkaufte Brot aus dem Museumsbackofen und heiße
Bauernbratwürste.
Weitere Führungen:
Am 18. Juni machte das Evang.
Rechnungsamt und das Evang.
Dekanat Emmendingen ihren Betriebsausflug nach Eichstetten. Nach
einer Besichtigung des Natur- und Kulturlehrpfades sowie des
Samengartens im Mühlacker wurde auch das Museum besichtigt.
Für die Rast vor dem Museum nahm Anna-Maria Schmidt den
Museumsbackofen in Betrieb.
Am 22. Juni machte der Imkerverein
Breisach einen Ausflug nach Eichstetten. Nach dem Besuch des
Samengartens im Mühlacker wurde auch das Museum besucht.
Am 05. September war eine Gruppe von 30 Personen des Alfred-Delp-Werkes für eine
Museumsführung angemeldet. Wie zuvor dem Imkerverein Breisach hat
Werner Rinklin auch dieser Besuchergruppe das Museum gezeigt und die
Eichstetter Ortsgeschichte und Aktivitäten zur Lokalen Agenda
erläutert. Das Alfred-Delp-Werk ist eine Einrichtung in Freiburg
zur Erinnerung an den Pater Alfred Delp, der während der
Naziherrschaft umgekommen ist.
Am 24. Oktober unternahm die Leitung
der Volksbank Breisgau Nord zusammen mit Bürgermeister Kiechle eine
Wanderung über den Natur- und Kulturlehrpfad. Ein Besuch des
Museums war mit inbegriffen. Die Ausstellung im Museum über die
Eichstetter Genossenschaften wurde dabei sehr gelobt.
Das Faltblatt mit einem
Auszug der Eichstetter Geschichte in Kurzform sowie zum Gebäude
des Museums mit den Themen der Aktionstage und dem Programm des Museums
wurde auch im Jahre 2003 herausgegeben.
Die Zahl der Museumsbesucher
wird im Jahre 2002 auf ca. 2.500
geschätzt.
Bei einer BZ-Serie über die Museen in der Region wurde am 12.
Oktober das Eichstetter Dorfmuseum in der Badischen Zeitung vorgestellt.
Zu allen Aktionstagen im Museum aktualisierte Manfred Breisacher als Leiter
der Internet-AG auf dem PC im Museum
die Homepage der Gemeinde Eichstetten.
Darüber hinaus stellte Herr Breisacher Fotos über die
Aktionstage und die Aktivitäten des Heimat- und Geschichtsvereins
auf dem Homepage der Gemeinde ins Internet.
Mit ungefähr 30 Arbeitsstunden hat Erich Berntatz im neuerrichteten
Schopf auf dem Aumühlengelände Regale zur Aufbewahrung
kleinerer Gegenstände eingebaut.
8 Mitglieder konnten neu in den Verein aufgenommen werden.