Frischer Wind für die Partnerschaft Eichstetten -  St. André


12 Stunden dauerte die Fahrt nach St. André am 9. November 2001, der sich neben Mitgliedern aus Gemeinderat und Komitee auch einige interessierte Bürger angeschlossen hatten, um ihre Freunde im Roussillon zu besuchen. Der herzliche Empfang belohnte für diese Mühen. Bei Apéritif und herzhaften Häppchen feierten alle das Wiedersehen.

Am  Samstag waren Arbeitstreffen geplant. Morgens wurde die Gruppe von den Fahnen von Eichstetten und St. André vor dem Rathaus begrüßt. Dort  empfingen Bürgermeister Francis Manent und die Mitglieder des Gemeinderates und des Partnerschaftskomitees alle Gäste aus Eichstetten und zeigten das schön sanierte Rathausgebäude

Auch dem stattlichen Olivenbaum, den Eichstetten als Geschenk zum 10-jährigen Jubiläum überreicht hatte, wurde ein Besuch abgestattet. Danach trafen sich alle in der romanischen Kirche, wo Francis Manent auf ihre kunsthistorischen Besonderheiten hinwies.

Weiter ging es durch den Kindergarten, dessen Konzept und Ausstattung von der Leiterin erläutert wurde. Anschließend besuchten wir die Räume der öffentlichen Bücherei, die in der letzten Zeit stark erweitert und mit zwei Computerplätzen mit Internetzugang ausgerüstet wurde.
In der benachbarten Ballettschule wurde während unseres Besuchs gerade intensiv geübt.


Dann begab sich der vollgepackte Bus auf die Fahrt zur neuen Kläranlage, die St. André zusammen mit zwei Nachbargemeinden baut und zwar mit einem deutsch-französischen Firmenkonsortium. Auf dem Erinnerungsstein konnte man ein eingelassenes Originalstück der Berliner Mauer bestaunen, das als Zeichen für friedliche Partnerschaft steht.

Beim abschließenden Apéritif in der Winzergenossenschaft konnten sich alle von der eisigen Kälte erholen.

Am Nachmittag wurde in verschiedene Arbeitsgruppen angeregt diskutiert und der Boden für kommende Projekte und Treffen vorbereitet.
 
 
 

Für den Abend hatten die Franzosen zu einem Fest im alten Rathaussaal eingeladen.
Francis Manent bedankte sich bei der ehemaligen Präsidentin des Eichstetter Komitees, Eva Pelz, mit einer symbolkräftigen Skulptur für ihre jahrelange tatkräftige und immer engagierte Mithilfe beim Aufbau dieser Gemeindepartnerschaft. Das dortige Komitee überreichte eine Zypressenpflanze als Zeichen der Verbundenheit und des Zusammenwachsens beider Dörfer.
 
 

Bürgermeister Manent und die Präsidentin des St. Andréer Komitees, Cathy Vile, wünschten der neuen Führung des Eichstetter Komitées, Günter Würth, Ursula Ackermann und Rosemarie Bär viel Kraft und gute Ideen für die weitere Verbesserung der Zusammenarbeit der beiden Gemeinden
Danach feierten alle bei einer ausgezeichneten Paella und Wein ein fröhliches Fest, das von deutsch-französischen Chansons begleitet wurde. Der Jugendclub von St. André sorgte  für fetzige Musik zum Tanzen für Alt und Jung.

Am Sonntagmorgen war schon wieder Abschiednehmen angesagt. Bei heftigem Sturm entlang der Küste konnten die Eichstetter riesige Wellen bestaunen und waren froh, dass der Chauffeur sie so souverän nach Hause brachte.

Ursula Ackermann