In lauer Sommernacht die 8. Eichstetter WeinNacht

16. Juli 2011



In lauer Sommernacht ein Gläschen Eichstetter Wein zu genießen, was kann schöner sein? Bei der 8. Eichstetter Wein-Nacht bei der historischen Brücke entlang der Dreisam hatten weit über 2.000 Gäste aus 40 verschiedenen Weinsorten und Sekten von neun lokalen Weingütern und der Winzergenossenschaft Eichstetten zu probieren.

Mit von der Partie waren die Weinbaubetriebe Thomas Berger, Rainer Bürk, Karl-Heinz Hiss, Friedrich Kiefer, Arndt Köbelin, Friedhelm Rinklin, Richard Schmidt, Jürgen Walz und Karl-Heinz Weishaar. Nach dem musikalischen Intro durch die Jugendkapelle des Musikvereins Eichstetten in der Bahnhofsstraße sang zu späterer Stunde das Freiburger Vocal-Ensemble "Anchora" auf der Brücke am Dreisamspitz, leider in kleinerer Besetzung als sonst. Doch Dirigentin Martina Freytag setzte mit ihrem gemischten Chor gelungene musikalische Akzente: "Wann ist der Mann ein Mann?". Leider wurde ihr Auftritt immer wieder von Passanten unterbrochen, die die kleine Holzbrücke passieren wollten.

Danach "checkten" die "Polkachecker" aus Eichstetten die Polka im Zweivierteltakt und liebäugelten mit der traditioneller Blasmusik aus Böhmen/Tschechien, während die Besucher eingehend die Eichstetter Werinsorten "checkten" und ausprobierten. So hatte jeder seine adäquate Beschäftigung. Die neue akustische 12-Mann-Kapelle um Moderator Thomas Roth, Christoph Kullmer und Martin Schmidt bandelte sogar mit elf Schwarzwälder Mädchen an: Steffi aus Haslach in Schwarzwaldtracht mit Bollenhut feierte mit ihren Freundinnen zünftig ihren Jungesellinenabschied auf der "WeinNacht" in Eichstetten, bevor sie ihren Liebsten Ralf zu heiraten gedachte. Spontan mussten die Mädels und auch Eichstetter mitsingen und mittanzen.

Zu zünftigem Eichstetter Wein gehören auch erlesene Speisen, diesmal angeboten vom Gasthaus Lamm aus Bahlingen und dem Trachtenverein Eichstetten. Hans Schöberl hatte sich bei der Ausgestaltung der romantischen Beleuchtung entlang der Dreisam wieder einmal selbst übertroffen: Das Gewässer zierte ein festlich beleuchteter Taubergießenkahn mit einem (Liebes)Pärchen in althergebrachter Eichstetter Tracht - ein Blickfang ohnesgleichen. Auch die Fünfbogenbrücke war festlich beleuchtet und auch der altehrwürdige Wasserturm sanft angestrahlt. Vermutlich war diese "WeinNacht" bis tief in den Morgen hinein der Höhepunkt in der Serie der bisherigen acht Veranstaltungen, von der Stimmung und dem Weinkonsum her. Um drei Uhr nachts war noch einiges los am Fest und noch unermüdliche Weinliebhaber am Werk. Den Rest schluckte danach die Eichstetter Nacht.
Text und Foto: Horst David
Impressionen von der WeinNacht 2011
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