"Bruderhäusle" auf der Eichelspitze neu eingeweiht Ein bedeutendes archäologisches Bodendenkmal im Kaiserstuhl 24. Juli 2010 |
![]() v.l.n.r.: Gunther Hiss vom Förderverein Eichelspitzturm, dahinter Dr. Bertram Jenisch, Bürgermeister Dieter Schneckenburger, Regierungspräsident Julian Würtenberger und die Bürgermeister Michael Bruder und Gabriel Schweizer bei der Eröffnung der Anlage Foto: Horst David |
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Trotz regnerischem und
nebligem Wetter wurde am 24. Juli das wieder sichtbar gemachte
archäologische Bodendenkmal "Bruderhäusle" auf der
Eichelspitze nun offiziell eingeweiht. Dazu hatte die Gemeinde
Eichstetten zu einer kleinen Feier auf den höchsten Punkt der
Gemarkung eingeladen. Anwesend waren neben dem
Regierungspräsidenten Julian Würtenberger auch die
Bürgermeister Michael Bruder (Eichstetten), Dieter Schneckenburger
(Bötzingen) und Gabriel Schweizer (Vogtsburg) sowie Dr. Bertram
Jenisch vom Landesdenkmalamt, der die archäologische Sicherung der
Funde von der Eichelspitze seit Jahren betreut.
Der Grundriss des 16 Meter langen und 7 Meter breiten Gebäudes aus dem 14. Jahrhundert ist durch Granitblöcke, farbigen Kies und Gabionen wieder sichtbar gemacht worden (Bericht). Durch Georadar-Untersuchungen war seine Lage festgestellt worden. Dabei konnte man drei Räume nachweisen: Kapelle, Küche und Wohnstube. Das "Bruderhäusle" war damit wohl ein Eremitensitz mit Kapelle. Musikalisch unterhielt ein Bläserquintett des Musikvereins Eichstetten (Fotos). Der neu errichtete Eichelspitzturm als idealer Aussichtspunkt ist die neue touristische Attraktion am Kaiserstuhl (Übersichtseite). Durch die Wieder-Sichtbarmachung des „Bruderhäusles“ ist er nun noch attraktiver geworden. Die Maßnahme war ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Eichstetten und Bötzingen und des "Fördervereins Eichelspitzturm" mit ihrem erst kürzlich wiedergewählten 1. Vorsitzendem Gunther Hiss. Beteiligt an der Maßnahme waren außerdem noch Georadarexperten, Archäologen und das Landrats- und Denkmalamt. Die Kosten für die Maßnahmen betrugen 11.500 Euro. Im Zusammenhang mit dieser Maßnahme wurde auch der noch vorhandene historische Mauerrest des "Bruderhäusles" restauriert. Die Feier wurde dann auch genutzt, um den neuen Grenzstein unterhalb der Eichelspitze zu enthüllen und einzuweihen (Fotos). Er war von dem Eichstetter Steinbildhauer Joachim Bihl geschaffen und bereits im letzten Winter unterhalb der Eichelspitze, wo die drei Gemarkungen von Bötzingen, Eichstetten und Vogtsburg zusammenstoßen, errichtet worden (Bericht). Auf dem Grenzstein sind die Abkürzungen der Ortsnamen und die drei Gemeindewappen eingemeißelt: der Bär für Bötzingen, der Eichenzweig für Eichstetten und die Weinrebe mit Burgkranz für Vogtsburg. Der neue Stein wird nun hoffentlich die Gemeindegrenzen für weitere 200 Jahre markieren, so wie sein stark verwitterter Vorgänger. Horst David /
Manfred Breisacher
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