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im September 2006 |
v.li.: Janine Bliestle
(Projektstelle), Silvia Hiss, Bürgermeister Michael Bruder, Dr. Diana
Pretzell (PLENUM), Wilfried Hiss, sowie (vorne) Roland Lay und Winfried Meier,
stellten das erste von zehn Feldschildern auf. Foto: Bilke
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Ein vom Agrarministerium Baden-Württemberg bestätigter Fund von europaweit verbotenem Genreis im Handel war die Schlagzeile des Tages. Gammelfleisch, erschüttertes Vertrauen in Warenkennzeichnung, aktueller hätte der Pressetermin zu dem Janine Bliestle eingeladen hatte, nicht sein können. Seit Mittwoch weist ein erstes von zehn Feldschildern auf einen Acker hin, in dessen Erde Karotten heranwachsen, die nach PLENUM- Erzeugerkriterien angebaut werden. Beim Gemüsefest rund um das Pavillon am Bahnhof waren die von Jürgen Kandetzki gestalteten Schilder aus stabilem und wetterfestem, mit Spezialfolie bebildertem Blech, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Flyer mit Bezugsquellennachweisen runden das Konzept ab. Während die für Marktbeschicker vorgesehenen Schilder mit dem Gälriebli - Logo auf verschiedenes frisches und gesundes Gemüse vom Kaiserstuhl hinweisen, das nach PLENUM- Erzeugerkriterien angebaut wurde, weisen die entlang von Radwegen positionierten Feldschilder nur auf ein Gemüse hin, die Karotte. Sichtbar machen Das freundliche Logo mit der Karotte wendet sich an Familien und qualitätsbewusste Verbraucher die auf gesunde Ernährung, regionale Herkunft der Nahrungsmittel und weitere Kriterien Wert legen. Ob Gemüse diesen Wünschen entspricht, und wo er es bekommen kann, bleibt dem Verbraucher oft genauso verborgen wie eine Karotte, die in der Erde wächst. Die unschönen aktuellen Schlagzeilen lassen in diesen Tagen den Ruf der Verbraucher nach verlässlicher Herkunft ihrer Nahrungsmittel lauter werden. Die Flyer und Schilder kamen insofern zur rechten Zeit, sie machen sichtbar, dass es regional angebautes Gemüse gibt, das nach PLENUM- Kriterien angebaut wurde. Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen ist in von PLENUM geförderten Projekten zum Beispiel verboten. Diese Erzeugungskriterien gewährleisten positive Effekte für Natur und Umwelt. Sie sind der landesweit einheitliche Mindeststandard für eine Projektförderung bei land und forstwirtschaftlichen Produktions und Vermarktungsprojekten. Weitere Erzeuger gesucht In den Erzeugungskriterien wird ein betrieblicher Mindestflächenanteil von zehn Prozent Extensivfläche, bezogen auf den geförderten Betriebszweig, vorgeschrieben. Die Extensivflächen sind in einem gesonderten Katalog aufgelistet und können anhand bestehender Datengrundlagen (wie Erhebungen der §24aBiotope, MEKA Maßnahmen) einfach angemeldet werden. Im Kaiserstuhl können dabei Böschungen, §24a Biotope und Streuobstwiesen als Extensivflächen angerechnet werden. Für Bürgermeister Michael Bruder und Janine Bliestle von der Projektstelle der Gemeinde war es „eine tolle Sache“, dass die ersten von bisher zehn geplanten Schildern alle an Feldern auf Eichstetterr Gemarkung stehen werden. Einer Erzeugergemeinschaft, unter anderen mit den Eichstetter Landwirten Wilfried Hiss, Roland Lay und Winfried Meier, können sich aber gern weitere Landwirte auch aus anderen Orten anschließen, betonte Dr. Diana Pretzell im Pressegespräch. Erzeuger, welche die Möglichkeit sehen die Kriterien zu erfüllen und das gerne in ihr Vermarktungskonzept aufnehmen möchten, dabei gefördert werden wollen, können sich an die Plenum-Geschäftsstelle im Freiburger Landratsamt wenden: 0761 / 2187- 5315. Text: Bilke
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