Kommunale Wärmeplanung
Die kommunale Wärmeplanung ist eine strategische Planungsgrundlage für die Wärmewende in Eichstetten. Ziel ist die Ausarbeitung einer Strategie für einen klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2040, wie es das Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg vorsieht. Innerhalb der Projektlaufzeit von rund einem Jahr werden dabei die wesentlichen Stellschrauben für die zukünftige Wärmeversorgung untersucht. Der Fokus liegt zum einen auf der Frage, wie der Wärmebedarf der Gebäude in Eichstetten reduziert werden kann und zum anderen, wie der verbleibende Wärmebedarf auf klimaneutrale Weise gedeckt werden kann.
Mit Gemeinderatsbeschluss vom 09.03.2023 geht die Gemeinde Eichstetten die kommunale Wärmeplanung aktiv an. Das Projekt wird im Konvoi mit den Gemeinden March, Umkirch, Gottenheim, Bötzingen, Eichstetten und Bahlingen durchgeführt. Für die Durchführung dieser komplexen Aufgaben hat die Kommune die Badenova Netze GmbH beauftragt.
Der Prozess der kommunalen Wärmeplanung soll darlegen, wie sich die Energiepotenziale und der Energiebedarf systematisch in Einklang bringen lassen. Diese Strategiefindung findet in folgenden fünf Schritten statt:
- Eignungsprüfung (PDF-Dokument, 1,51 MB, 19.03.2026)
- Bestandsanalyse
- Potenzialanalyse
- Zielszenario
- Umsetzungsstrategie
Begleitet werden diese Schritte durch ein Beteiligungs- und Kommunikationskonzept, um alle relevanten Akteure vor Ort sowie Bürgerinnen und Bürger in Eichstetten zu informieren und zu beteiligen.
Zum Jahreswechsel hat der Konvoi auf das neue Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG) umgestellt. Mit dem Übergang auf die bundesrechtlichen Vorgaben sowie die novellierten Landesregelungen nach dem KlimaG BW 2025 ergeben sich inhaltliche und methodische Anpassungen gegenüber dem ursprünglich geplanten Vorgehen. Ziel bleibt weiterhin, eine verlässliche und zukunftsorientierte Wärmeplanung für die Kommune zu entwickeln. Weitere allgemeine Informationen zu den Inhalten der kommunalen Wärmeplanung werden vom Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) bereitgestellt.
Mit der Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung kommen Kommunen ihrer im WPG formulierten Pflicht nach und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende. Für die Erfüllung dieser Aufgabe werden die Kommunen mit finanziellen Mitteln vom Land unterstützt.
- Am 22.10. war der offizielle Start der kommunalen Wärmeplanung im Konvoi mit der Kickoff-Veranstaltung im Rathaus in Bötzingen.
- Wärmerelevante Daten wurden in den Kommunen erhoben sowie anschließend in einem digitalen Zwilling aufbereitet und analysiert.
- Es wurden die lokalen technisch-wirtschaftlichen Potenziale für erneuerbare Energien geprüft sowie Einsparungspotenziale berechnet.
- Die Zwischenergebnisse wurden den jeweiligen Verwaltungen vorgestellt und mit lokalem Wissen ergänzt.
- Es wurden Eignungsgebiete für die zentrale und dezentrale Wärmeversorgung definiert. Derzeit werden Zielszenarien für die Gemeinden ausgearbeitet.
- In einem interkommunalen Beteiligungsworkshop wurde der aktuelle Sachstand, das Zielszenario und die Zukunft des Gasnetzes vorgestellt und diskutiert sowie erste Maßnahmenideen erarbeitet, die die Wärmewende in den Kommunen voranbringen sollen.
Fahrplan: (Unbekannter Dateityp, 39,89 KB, 09.02.2026)
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