Eichstetten am Kaiserstuhl als „Gigabitkommune@BW“ ausgezeichne
Der Stv. Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl hat am 25. Juli 2025 erstmals die neu geschaffene Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“ verliehen. Darunter auch die Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl.
Der Bürgermeister Michael Bruder freute sich über die Auszeichnung:
Bürgermeister Michael Bruder freute sich über die Auszeichnung:
„Die Auszeichnung als Gigabitkommune@BW ist eine Bestätigung für unsere bisherigen Anstrengungen – besonders stolz bin ich, dass wir diese Auszeichnung mit als einer der ersten Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg erhalten haben. Der eigenwirtschaftlich getragene Glasfaserausbau durch die Deutsche Telekom, bei gleichzeitiger Erdverlegung der kompletten Stromleitungen in unserem Ortsnetz, sowie die Ertüchtigung des 20 kV Netzes mit zusätzlichen Trafostationen durch die EnBW und die Modernisierung unserer Straßenbeleuchtung schaffen beste Voraussetzungen für die digitale Zukunft und die Energiewende vor Ort. Neben dem Gigabitfähigen Glasfasernetz für Firmen und Privathaushalte, steht auch dem weiteren Zubau von Wärmepumpen, PV-Anlagen bis hin zu den für die Elektromobilität wichtigen Wallboxen nichts mehr im Wege.“
„Leistungsfähige Gigabitnetze sichern die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben – Schülerinnen und Schüler benötigen stabile Anbindungen für digitales Lernen, Pendlerinnen und Pendler für Homeoffice und Mobilität, Ärztinnen und Ärzte für Telemedizin. Dafür haben die Gigabitkommunen Außergewöhnliches geleistet. Diese Auszeichnung ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung – und zugleich ein Signal, dass Baden-Württemberg den flächendeckenden Gigabitausbau entschlossen vorantreibt“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.
Die geehrten Kommunen erreichen allesamt eine Gigabitversorgung (sprich mindestens 1.000 Mbit/s) von mindestens 97,9 Prozent ihrer Haushalte und haben damit den Schritt zur flächendeckenden Versorgung mit Gigabitnetzen vollzogen.
Seit 2016 hat sich die Gigabitverfügbarkeit im Land von 1,4 Prozent auf aktuell rund 76 Prozent gesteigert. Vor allem der Glasfaseranteil steigt weiter stark an: 27,16 Prozent aller Haushalte haben bereits einen Glasfaseranschluss. Derzeit befinden sich zudem eine Vielzahl von Breitbandprojekten im Land in der Planungs- und Umsetzungsphase, die die Gigabit- und insbesondere die Glasfaserquote in der Fläche stetig weiter verbessern. Ein Erfolg, der ohne den beharrlichen Einsatz der Kommunen und der Telekommunikationsunternehmen nicht denkbar gewesen wäre. „Dieses Wachstum zeigt, wie wirkungsvoll das Zusammenspiel von kommunalem Engagement, Landesförderung und eigenwirtschaftlichem Ausbau ist“, betonte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.
Die Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“
Die Landesregierung verfolgt das Ziel, leistungsfähige Netze im ganzen Land zu etablieren. Mit der Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“ macht Baden-Württemberg Erfolge von Telekommunikationsbranche und Kommunen sichtbar und unterstreicht den Stellenwert digitaler Infrastruktur im Alltag der Bürgerinnen und Bürger. In diesem Kontext soll die Auszeichnung den bewährten Grundsatz des Landes bekräftigen: Fortschritt gelingt dort am besten, wo vor Ort zusammengearbeitet und Verantwortung übernommen wird. Die Auswahl der ausgezeichneten Kommunen basiert auf den im Breitbandatlas des Bundes veröffentlichten Versorgungsdaten – aktuell mit Datenstand Dezember 2024. Für eine Auszeichnung als Gigabitkommune@BW ist eine Gigabitverfügbarkeit von mindestens 90 Prozent erforderlich (gemessen an der Anzahl der Haushalte, die technisch mit mindestens 1.000 Mbit/s versorgt werden können). Wenn eine Kommune zum Stichtag laut Breitbandatlas eine Gigabitverfügbarkeit von mindestens 90 Prozent aufweist, qualifiziert sie sich für eine Auszeichnung mit dem digitalen Banner, welches vom Kompetenzzentrum Breitband und Mobilfunk zur Verfügung gestellt wird. Ab 97,9 Prozent wird zusätzlich eine physische Auszeichnung vergeben.



